Für Sie degustiert: Piemont
Im Roero stimmen Preis und Leistung

Barolo, Barbaresco. Hilfe - viel zu teuer! Doch das Piemont kann Weltklasse UND bezahlbar sein. Man muss dazu bloss ins Roero gehen. Dazu: Endlich drei Gläser für einen Roero Arneis!
Publiziert: 04.04.2018 um 17:41 Uhr
|
Aktualisiert: 12.09.2018 um 14:30 Uhr
Unter dem gestrengen Auge von Angelo Ferrio wird eine Nebbiolo-Probe auf Klarheit geprüft.
Foto: Alain Kunz
RMS_Portrait_AUTOR_718.JPG
Alain KunzWein-Kolumnist

Das Roero ist irgendwie mittendrin – und doch nicht dabei. Mittendrin zwischen den Piemontesischen Weinkapitalen Alba und Asti. Ganz nahe bei den Gebieten mit den Weltberühmten Barolo- und Barbaresco-Gemeinden. Aber halt doch weder Barolo noch Barbaresco. Und dann noch auf der falschen Seite des Tanaro, der die Edel-Weinregion entzweischneidet. Kein Wunder, war das Roero lange Zeit das Gebiet der Händler. Die produzierten Wein als kommerzielles Nebenprodukt. Reben züchten. Abfüllen. Und verkaufen. Oder gleich unabgefüllt Kohle machen damit.

Angelo Ferrio von Ca'Rossa: viel Herzblut für das Roero.
Foto: Alain Kunz
Die Preise ab Keller: Wein ab € 7.50.
Foto: A.Ku.

Doch es gibt Ausnahmen. Eine ist die Familie Ferrio. In den 60er-Jahren kauft Papa Alfredo einen kleinen Hof an den Mompissano-Hügeln. Und überlebt mehr schlecht als recht mit Fruchtanbau, ein paar Reben und Kühen. Doch das Roero ist im Wandel begriffen, als dessen Sohn Angelo vom Militärdienst zurückkehrt. Arneis wird bereits in guter Qualität in Flaschen gebracht. Doch auch die Roten sind im Vormarsch. Die Cantina Ca’Rossa marschiert vorneweg mit. Alte Reben werden ausgerissen, neue gepflanzt. 1995 füllt man die ersten eigenen Weine ab. Und die Familie kann Land zukaufen. Vor allem die Parzelle Audinaggio in Vezza d’Alba. Eine Toplage – nur auf der falschen Flussseite…

Leerflaschengut-Anlieferung auf Ca'Rossa.
Foto: Alain Kunz

Das Resultat ist ein klassischer Nebbiolo, den man blind wie den Mompissano keinesfalls von Barolo und Barbaresco unterscheiden kann. Die sandigen Böden mit Meerursprung, die hügeligen Lagen, die Tipps von Önologie-Star Beppe Caviola, die akribische Arbeit von Stefano, der das Gut mittlerweile mit väterlicher Begleitung leitet, führen zu einer Flaschenbatterie, die es in sich hat – und zahlbar ist! Nur die wenigsten können sich die teuren Baroli leisten, die oft gegen oder über hundert Franken kosten. Anders die Weine von Ca’Rossa, die – nicht untypischerweise – von Grossverteiler Spar/Top CC vertrieben werden.

Die Cantina Ca'Rossa in den Hügeln des Roero.
Foto: ZVG

Stefano und Angelo sind keine, die stillstehen. Ihr neuestes Projekt: Le Coste, eine Lage in Santo Stefano Roero. Ein Topwein soll dort entstehen. 2012 gepflanzt. 2015 der erste Jahrgang. 2018 auf dem Markt. «Die Reben sind wohl noch sehr, sehr jung. Aber mit dem Topjahr 2015 kann man es wagen», sagt Angelo. «Wenn man von fünf Trauben nur eine stehenlässt, kann das Resultat schon sehr interessant sein. Das haben wir beim Le Coste gemacht.»

Der 16er Le Coste schlummert in den Barriques.
Foto: Alain Kunz

In der Tat: Die Fassproben überzeugten restlos. Der 15er steht bei 18 Punkten. Er ist kirschig und riecht nach Rosen, hat viel Schmelz, ist enorm frisch, hat Tiefgang, wunderschöne Tannine und eine tolle Länge. Gar 18,5 Punkte gibts für den 16er. Das bisschen weniger Hitze und das Lebensjahr mehr der Reben haben dem Wein gutgetan. Dennoch ist ein regelrechtes Fruchtpotpourri entstanden, das auch minzig ist, enorm viel Charme hat, eine königliche Eleganz aufweist und eine tolle Länge. Grandios! Das Ding wird gerade mal um die 25 Euro kosten. Willkommen im Piemont-Paradies Roero.

Angelo Ferrio zu seinem neuen Baby Le Coste: «Die Reben sind noch sehr jung. Aber mit dem Topjahr 2015 kann man den Release wagen.»
Foto: Alain Kunz

Dort, wo die Winzer noch, wie Angelo, sagen: «Wir sind Bauern hier! Die anderen haben Kathedralen, wir einen funktionalen Keller. Das ist der Unterschied…» Und den spürt man vor allem im Preis.

ZU DEN ERHÄLTLICHEN WEINEN

  • Roero Arneis Merica 2016: Wunderschöne Pfirsichfrucht, leicht mineralisch, schöne Säure, viel Fruchtsüsse, harmonisch, knackig, trinkig, toll. Ein Roero auf Drei-Gläser-Niveau! Score: 17/20 (CHF 16.15.--. www.spar.ch. www.topcc.ch)
  • Langhe Nebbiolo Funsu 2016 (Foto, nur Stahltanks): Ausladende rosige Nase, Himbeeren, feine Tannine, etwas medizinal, leichtfüssig, enorm süffig, tolle Länge.Score: 17/20.
  • Barbera d’Alba 2015 (nur im Stahl ausgebaut): Hochtypische Nase, Würze, Cassis, Holzkohle, rechte Tannine, etwas überreif, schönes Finish. Score: 16/20 (CHF 9.15. www.spar.ch. www.topcc.ch).
  • Barbera d’Alba Mulassa 2013 (in grossen slawonischen Fässern ausgebaut): Frucht, minimes Holz, verschlossen in der Nase, Struktur, recht harte Tannine, braucht Luft und Zeit – wird dann gross! Score: 17/20. Für den 15er, der noch eleganter daherkommt, leise, mit tollem Body und Länge, gibts gar unfassbare 18 Punkte! (CHF 21.--. www.spar.ch. www.topcc.ch).

 

  • Roero Mompissano 2013 (Foto, 30 Monate in grossen slawonischen Fässern): Ausladende Nase, viel Beerenfrucht, minim medizinal, Ricola- und Ramazzotti-Aromen, präsente Tannine, Nebbiolo-typische Understatement-Power, Frische, tolle Länge. Score: 18/20. Für den 15er gibts 17 Punkte, weil er sich derzeit etwas hart und auster präsentiert, in sich zurückgezogen und verschlossen (CHF 25.85. www.spar.ch. www.topcc.ch).
  • Roero Audinaggio 2013 (18 Monate in Barriques, die Hälfte neu, die andere Zweitbelegung): Ausladend, Rosen, Würze, rote Chriesi - Nebbiolo pur eben! -, frisch, feinkörnige Tannine, enorm süffig, mineralisch, recht lang. Score: 17,5/20. Der 15er kriegt auch 17,5 Punkte für seine ebenso hohe Nebbiolo-Typizität, Frische, Minzenoten, Himbeeren und wunderbare Länge (CHF 25.85. www.topcc.ch).

ERSTMALS TRE BICCHIERI FÜR EINEN ROERO!

Das war aber auch überfällig! Endlich hat die Roero-Arneis-Traube von Gambero Rosso jene Anerkennung erhalten, die ihr schon lange zustand: Die höchste Auszeichnung, die begehrten drei Gläser. Eigentlich unfassbar, stand doch Arneis am Ursprung so manchen Piemont-Wunders. Zum Beispiel vom Qualitäts-Weinbau im Roero schlechthin. Oder von der märchenhaften Story der Familie Ceretto in Alba.

Die Cantina von Giovanni Almondo gehört den absoluten Topbetrieben im Roero.
Foto: ZVG

Nun wird es wohl so weitergehen wie im Südtirol mit Vernatsch. Als mit dem Wein des Pfannenstielhofs in Bozen endlich erstmals einem Vernatsch drei Gläser zugesprochen worden, hatte das bei den Degustatoren von Vini D’Italia in etwa den Effekt: Huch, das sind ja teils grossartige Weine. Mehr davon, bitte! Mehr drei Gläser.

Mittlerweile sind Auszeichnungen für Vernatsch Normalität. Im Führer 2018 haben bereits drei die Höchstauszeichnung erhalten. Drei von 17. Mehr als zehn Prozent aller Südtirol-Weine. Und die haben die höchste Dichte an Drei-Gläser-Weinen.

Zurück ins Piemont. Für die drei Gläser gibts viele Kandidaten. Angelo Negro zum Beispiel; die Bovones mit ihrem Cornarea, absolute Arneis-Pioniere; die eben erst verstorbene Legende Bruno Giacosa und der bei uns äusserst populäre Blangé von Ceretto, um nur vier zu nennen.

Geschafft haben es Giovanni Almondo, auch ein Pionier, mit seiner neuen Linie Le Rive del Bricco delle Ciliege 2016 (Foto oben). Der Basiswein ist ein Roero-Monument, das zu zwanzig Prozent in neuen Fässern ausgebaut wird.

Der Rive ist ein neues Arneis-Flaggschiff aus den höchstgelegenen Rebstöcken des Betriebs, das die Auszeichnung auf Anhieb erhalten hat . Der Wein ist ausladend-mineralisch, zeigt Noten von Thymian und grünen Tannenadeln, gelben Früchten, er ist floral, hat Schmelz, ist gleichzeitig recht ruppig und dadurch spannend, das Finale ist recht lang. Score: 17/20 (CHF 31.--. www.globalwine.ch).

Der zweite ist der Roero Arneis Cecu D’la Biunda von Monchiero Carbone 2016 (Foto unten) aus Canale. Der Wein ist kräftig in der Nase, Pfirsichnoten, exotische Früchte wie Ananas, Mango, auch Melonen, er ist minim rauchig-mineralisch, hat viel Schmelz, dezente Säure, Druck, etwas Peperoniaromen, gegen Ende füllig mit einem rechten Finish. Score: 17/20 (CHF 21.50. www.caratello.ch).

WEIN DER WOCHE: BRIC VALDIANA 1999 VON ALMONDO

Und wenn wir schon bei Giovanni Almondo sind, der immer mehr von seinen Söhnen Federico und Stefano unterstützt wird: Ihm widme ich den Wein der Woche. Es ist der Bric Valdiana... 1999! Ein reinsortiger Nebbiolo, der so manchem Barolo das Fürchten lehrt. Und der laaange lebt! Letzthin habe ich wieder mal einen 99er geöffnet. Und war erschüttert ob so viel Piemont-Grandezza im Glas. Da habe ich grade mein Zalto-Glas genommen und den Gabriel ausnahmsweise zur Seite gelegt. Eine kleine Hommage an diesen grossartig gelagerten Wein, der so jugendlich ist wie vor 15 Jahren. Schon in der Nase betört die Frische, es duftete wie nach einem Rosenstrauss und roten Beeren, mineralisch-minzig gehts weiter, die Harmonie ist fast perfekt, Schmelz, knackige Säure, reife Tannine und eine Superlänge! Ketzerisch gefragt: Wofür brauche ich Barolo, wenn ich dasselbe für weniger als vierzig Franken kriege? Score: 19/20.

Der aktuelle Jahrgang, der 14er, ist auch verdammt frisch, duftet ebenfalls nach Rosen, hat Schmelz, rechte Tannine, ein eukalyptisches Finish, ist mittellang. Wie wird das in 15 Jahren sein? Die Tannine feiner, die Nase nicht mehr im Tiefschlaf, und das Finish viel länger. Dann werden es wohl auch (mindestens) 18 Punkte werden. Derzeit sind es 17,5 (CHF 39.90. www.globalwine.ch).

VINI D’ITALIA – WEINE ITALIENS 2018

Wenn wir schon bei Vini d’Italia sind: Mit etwas Verspätung hier die Vorstellung der Ausgabe 2018, die Ende Januar auch bereits auf Deutsch erschienen ist – neben Italienisch, Englisch, Chinesisch und Japanisch. 22 000 Weine werden darin vorgestellt. Okay, die Mehrheit mit der eher doch banalen Ein- bis Drei-Gläser-Klassifizierung und ohne Text. Aber zu jedem der von den 2485 grösser vorgestellten Produzenten hats ein Textchen, welches die Seele des Gutes prägnant zusammenfasst. Dieses Jahr haben 436 Weine die Höchstauszeichnung von Tre Bicchieri erhalten. Darunter, eben, erstmals zwei Roero Arneis.

Die Barrique-Kathedrale der Vinattieri Ticinesi von Zanini: Hier schlummert neuerdings ein Drei-Gläser-Wein.
Foto: Alain Kunz

Speziell an der 31. Ausgabe: Das Tessin ist nach jahrelanger Absenz wieder mit dabei! Zwei Drei-Gläser-Weine haben die Verkoster da erschnüffelt. Fast schon erwartungsgemäss der Vinattieri 2013 von Zanini (CHF 138.--. www.moevenpick-wein.com). Überraschend der Merlot Musa 2014 von Fawino (CHF 36.--. www.ullrich.ch). Noch ist die Auswahl (auf mickrigen zehn von über 1000 Seiten…) rudimentär und fehlen einige der absoluten Ticino-Topbetriebe. Aber es ist ja ein Neuanfang, weshalb wir diese Irrtümer noch nachsehen.

Rotwein des Jahres ist der Valtellina Superiore Sassella Rocce Rosse Riserva 2007 von Ar.Pe.Pe., der beste Weisswein ist der Fiano di Avellino Pietramara 2016 von I Favati und der Schaumwein Nummer eins heisst Marcalberto Extra Brut Millesimo2mila12 Metodo Classico von Marcalaberto. Das beste Weingut des Jahres ist Masi der Familie Boscaini, die Amarone und die Veroneser Weine ganz generell ins internationale Rampenlicht geführt hat. Der Winzer des Jahres heisst Stefano Amerighi und keltert in Cortona in der Toskana, und der Preisknüller des Jahres ist der Sangiovese Superiore Romagna Sigismondo 2016 von Le Rocche Malatestiane (kostet bei fr.vicampo.ch CHF 15.50).

(Vini d’Italia – Weine Italiens 2018. Marco Sabellico. Gambero Rosso. Paulsen Buchimport. ISBN 978-3-944027-42-5. 1008 Seiten. CHF 34--. www.exlibris.ch)

ZEHN PIEMONTESER MIT 18 UND MEHR PUNKTEN

Dies ist eine wilde, ja willkürliche Zusammenstellung einiger weiterer Piemont-Weine. Nur: Sie müssen nicht aus dem Roero kommen, dürfen also mehr kosten. Vor allem wenn es sich um grosse Baroli oder Barbareschi handelt. Einige wurden an einem grossartigen Anlass verkostet: Am jährlichen Corporate Event des Istituto del Vino di Qualità Grandi Marchi. Erstmals kam da Zürich und das Park Hyatt zum Handkuss.

Topwinzer Paolo Mastroberardino, aktueller Präsident von IGM.
Foto: ZVG

IGM wurde 2004 gegründet und umfasst aktuell 19 Kellereien mit ähnlicher internationaler Ausrichtung, Geschichte und Tradition. Ziel: den italienischen Weinbau und Quailitätsweine weltweit zu promoten. Die 19 Cantinas kommen aus 12 Regionen und repräsentieren nicht weniger als 12% des Exports. Derzeit ist Spitzenwinzer Paolo Mastroberardino Präsident. Er sagt: «Für Qualitätsweine ist die Schweiz ein strategischer Markt, weil die Konsumenten hier enorm viel von Wein verstehen. Es ist der weltweit fünfwichtigste Markt nach den USA, Deutschland, Grossbritannien und Kanada. Und er wächst kontinuierlich. Stolz macht uns, dass die Schweizer mehr italienischen als französischen Wein trinken!»

Alberto Chiarlo erklärt am Event im Zürcher Park Hyatt seine Weine.
Foto: Alain Kunz

Okay, hier also einige Müsterchen an absoluten Topweinen aus dem Piemont, die alle 18 und mehr Punkte erhalten haben. Darunter ein Preis-/Leistungswunder: Für 29 Franken kriegen sie von den Gebrüdern Giacosa einen 18,5-Punkte-Barolo. Das ist preislich auf Roero-Niveau. Ich kann nur raten: Zuschlagen!

BLICK-Weinexperte Alain Kunz konzentriert am IGM-Event in Zürich.
Foto: ZVG
Gaia Gaja.
Foto: ZVG
  • Gaja Dagromis Barolo 2013: Tolle, ausladende fruchtige Nase, Unterholz, viel Schmelz, total reife Tannine, hoch elegant, enorme Frische, Druck, Superlänge. Score: 18,5/20 (CHF 65.--. www.weibelweine.ch).
  • Fratelli Alessandria Barolo Gramalore 2013: Ausladend-florale Nase, Rosen, Power, rechte Tannine, Frucht, Länge, sehr schön! Score: 18/20 (CHF 55.--. www.gerstl.ch).
  • Castello di Neive Barbaresco Santo Stefano 2012: Dezent-floral-kräuterige Nase, Schmelz, Power, reife Tannine, trinkig, filigran, Frisch, tolle Länge, macht bedingungslos Spass! Score: 18/20 (CHF 55.--. www.zweifelvinarium.ch).
  • Barolo Riserva Casa E. de Mirafiore 2007: Ausladende rotbeerige Nase, Chriesi, Kräuter, Schmelz, Fülle, königliche Eleganz, rund, Power, Wärme, Fülle, tolle Länge. Wow! Score: 18,5/20 (CHF 88.--. www.moevenpick-wein.com).

 

  • Luigi Pira Barolo Vignarionda 2013 (Foto): Supernase, blumig, typisch, Rosen, reife Tannine, Druck, Frische, Fülle, Minze im sehr langen Finale, super! Score: 18,5/20 (CHF 75.-- für Jahrgang 2012. www.weinunddesign.ch).
  • Conterno Fantino Barolo Castelletto Vigna Pressenda 2013: Tolle, typische Nase, viel Rosenblätter, Johannisbeeren, Zältli, mineralisch, reife Tannine, leichte Adstringenz, frisch, minzig, Superlänge. Score: 18/20 (CHF 62.--. www.caratello.ch).
  • Michele Chiarlo Barolo Cerequio 2013: Dezente Nase, leichte Frucht, samten, reife Tannine, kräuterig, Frische, Minze, tolle Länge. Score: 18/20 (CHF 85.—für Jahrgang 2012. www.moevenpick-wein.com).
  • Elvio Cogno Barolo Ravera 2012: Wunderbare ausladend-kräuterige Nase mit viel Rosenaromen, roter Frucht, Frische, Eleganz, Minze, rechte Tannine, Power, archetypischer Barolo, der enorm lang ist! Score: 18,5/20 (CHF 43.20. www.martel.ch).
  • Fratelli Giacosa Barbaresco Basarin Vigna Gianmaté 2014: Ausladend, rotfruchtig, floral, leichte Zältli, Kräuter, Schmelz, hoch elegant, Power, etwas Peperoni, erdig, wunderbar reife Tannine, Frische, wahrhaft königlich – und lang! Score: 18,5/20 (CHF 29.—statt 33.--. www.caratello.ch).
  • Braida Bricco del’Uccellone, Barbera 2015: Frische, minzige, ausladende Nase, auch mineralisch, Noten von frisch gepflückten Blättern und Trauben – toll! Im Gaumen Power, hoch elegant, feingliedrig, frisch, Fülle und Superlänge! Score: 18,5/20 (CHF 54.--. www.bindella.ch).

GAMBERO-ROSSO-TOUR MACHT HALT IN ZÜRICH

Vini-d'Italia-Mitherausgeber Gianni Fabrizio kommt mit einigen Starwinzern am 7. Mai nach Zürich.
Foto: Alain Kunz

Das Tourspektakel von Gambero Rosso Vini d’Italia kommt zurück nach Zürich. Neu im Mai statt im November, wie bis anhin. Es können Weine von im Führer ausgezeichneten Produzenten degustiert werden. Die Konsortien Prosecco DOC und Vini del Piemonte sind ebenfalls mit Winzern anwesend. Der neue Führer 2018 wird vorgestellt. Ausserdem werden die besten italienischen Restaurants in Zürich prämiert. Dazu gibts Häppchen des Consorzio Tutela del Sannio unter dem Motto Pizza und Wein. Montag, 7. Mai. 16 bis 20 Uhr. Im Folium, Alte Papierfabrik, Sihlcity, Zürich. Anmeldung und Infos: trudibruelhart@bluewin.ch.www.gamberorosso.it.

WO GIBTS WAS ZU DEGUSTIEREN?

  • Mittwoch, 4. April. 14 bis 19.30 Uhr. Topbetriebe aus dem Burgenland und der Steiermark. Tischpräsentation mit 36 Winzerinnen und Winzern. 180 Weine erwarten sie. Zwei Masterclasses: Weisse Burgundersorten 14.30 bis 15.30 Uhr. Rotweine 16.30 bis 17.30 Uhr. Eintritt: CHF 20.--. Bei Voranmeldung unter wein@weinburgenland.at gratis. Restaurant Gustav, Zürich. www.weinburgenland.at. Ein Beispiel, was es Tolles zu entdecken gibt am Anlass: Der Zero Dosage 2014 der Sektkellerei Szigeti (Foto) aus Gols am Neusiedlersee im Burgenland: Wunderschöne, ausladende Nase, mit Frucht, leicht rauchigen Tönen, mineralisch, minim vegetal, auch Quitten, dezente Perlage, knackige Säure, enorm trinkig, schöne Länge. Score: 17,5/20 (In der Schweiz nicht erhältlich. Die übrigen Weine von Szigeti gibt es bei www.weinzeit.ch. Die meisten kosten 22 bis 24 Franken).
  • 11. Bis 14 April. Salon Divinum. Wer sich einen Überblick über das Weinschaffen der Westschweiz verschaffen will, sollte nach Morges pilgern. Vertreten sind namhafte Winzer aus VD, VS, NE und GE – sowie de, TI. Und aus Frankreich sowie Italien. Total über 1200 Weine! Einzeleintritt CHF 25.--. Sechs-Tage-Pass CHF 90.--. Parc des Sports, Morges. www.salon-divinum.ch:

  • Donnerstag, 12. April. 17 bis 21 Uhr. Degustation der Weine der Keller-WG. Die Winzer vom Zürichsee – Diederik, Lüthi, Schnorf und Schwarzenbach Weinbau – präsentieren den neuen Jahrgang 2017. Mit kleinen Häppchen. Gratis. Kornsilo, Mühle Tiefenbrunnen, Zürich. www.kellerwg.ch.

  • Donnerstag, 12. April. 17 bis 19.30 Uhr. Südtiroler und Veltliner Preziosen. Eine spannende Entdeckungsreise durch zwei etwas in Vergessenheit geratene Regionen, die in Sachen Qualität indes in der absoluten Topliga spielen. Baur au Lac Vins, Filiale Regensdorf. Gratis. www.bauraulacvins.ch.

  • Donnerstag, 12. April. 16 bis 21 Uhr. Walliser Winzer begrüssen Sie. Die Winzer der Charte Saint-Théodule, Verteidiger der Qualität der Walliser Weine, laden Sie ein zur Verkostung seltener Spezialitäten und aussergewöhnlicher Crus. Kursaal Casino (Sopra), Kornhausstrasse 3, Bern. www.uvev.ch.
  • 12. bis 14. April. Donnerstag und Freitag 16 bis 21 Uhr. Samstag 15 bis 20 Uhr. Basler Wymärt. Rund 45 Winzer präsentieren unter dem Motto «Klein, fein und sympathisch» ihre Weine. Alte Markthalle, neben dem Bhanhof SBB, basel. www.basler-wymaert.ch.
  • Mittwoch, 18. April. 17 bis 20 Uhr. After Work Tasting: Wein und Schokolade. Wie sind diese beiden Versuchungen in Einklang zu bringen? Und welche Kombinationen sind nicht empfehlenswert? Baur au Lac Vins, Filiale Shopville Zürich HB. www.bauraulacvins.ch.
  • Donnerstag, 19. April. 16 bis 21 Uhr. Walliser Winzer begrüssen Sie. Die Winzer der Charte Saint-Théodule, Verteidiger der Qualität der Walliser Weine, laden Sie ein zur Verkostung seltener Spezialitäten und aussergewöhnlicher Crus. Forum Fribourg,  Route du Lac, Granges-Paccot. www.uvev.ch.
  • Freitag, 20. April. 13 bis 18.30 Uhr. Samstag, 21. April. 10.30 bis 16 Uhr. Grosse Frühlingsdegustation. Über 40 Weine warten darauf entdeckt zu werden. Baur au Lac Vins, Filiale Regensdorf. www.bauraulacvins.ch.
  • Freitag, 20. April. 17 bis 21 Uhr. Vive la France! Französisches Savoir-vivre von Bordeaux bis Roussillon. Die schönsten Klassiker und Bio-Weine, von den Winzern selber präsentiert. Eintritt: CHF 20.—(ohne Essen). Ohne Voranmeldung. Paul Ullrich AG, Laufenstrasse 18, Basel. www.ullrich.ch.
  • Samstag, 21. April. 14 bis 19 Uhr. Sonntag, 22. April 12 bis bis 17 Uhr. Frühlingsdegu von Ibervinos. Als Neuheiten werden unter anderen die exklusiven Weine von Albatros Golf & Wine präsentiert – die Labels mit dem Golfball-Feeling. Am Sonntag gibt es Paella nach Art des Hauses (Anmeldung obligatorisch). Gratis. Industrie Gaswerk Nord, Kohlestrasse 12, Schlieren. www.ibervinos.ch.
  • Montag, 23. April. 15 bis 20 Uhr. Perla de Vinos von Casa del Vino. Reinsortige Garnachas und Tempranillos. Die Produzenten stellen alles direkt vor. 15% Eventrabatt. Workshop: 16 Uhr: Königinnen der Weintraube (CHF 20.--). Wine and Dine um 20.30 Uhr (CHF 90.--). Gratis. Carlton Restaurant, Zürich. www.casadelvino.ch.
  • Montag, 23. April. 16 bis 20 Uhr. Bordeaux 2015 by Gerstl in Zürich. Die meisten Château-Repräsentanten sind persönlich anwesend, um die traumhaften 15er auszuschenken. Voranmeldung an events@gerstl.ch zwingend! Eintritt: CHF 50.--. (CHF 30.— werden bei einem Weinkauf ab CHF 100.— angerechnet). Volkshaus, Zürich. www.gerstl.ch. Weitere Bordeaux-Degustationen von Gerstl mit jeweils 30 ausgeschenkten Weinen – ohne Voranmeldung und gratis:

    - Freitag, 20. April. 14 bis 18.30 Uhr. Samstag, 21. April. 10.30 bis 17 Uhr. Weinkeller Haller, Dynamostrasse 8, Baden. www.hallerweine.ch.

    - Dienstag, 24. April und Mittwoch 25. April. 17.30 bis 20 Uhr. Weinlokal St. Gallen, Goliathgasse 29. www.1733.ch.

    - Donnerstag, 26. April. 17 bis 20 Uhr. Wein & Design, Güterstrasse 169, Basel. www.weinunddesign.ch.

    - Freitag, 27. April. 16 bis 20 Uhr. Vinothek zum Rathaus, Hildisriederstrasse 1, Sempach. www.vinothek-rathaus.ch.

    - Samstag, 5. Mai. 14 bis 19 Uhr. Restaurant Ziegelhüsi, Gastronomie & Hotel, Bernstrasse 7, Stetten bei Bern. www.ziegelhuesi.ch.

  • Donnerstag, 26. April. 19 bis 21.30 Uhr. Ladies Night – Wein & Design. Weinakademikerin Sandy Spahlholz entführt die Ladies in die Welt des Weins, von der Assemblage bis zur Abfüllung. Und Modedesignerin Tanja Klein lüftet die Geheimnisse ihres Designs. Dazu Häppchen und Champagner. Eintritt: CHF 60.--. Paul Ullrich AG, Schneidergasse 27, Basel. Anmeldung: www.ullrich.ch.
  • Samstag, 28. April. 10 bis 17 Uhr. Grosse Frühlingsdegustation von Schüwo Wohlen. Über 80 auserlesene Weine. Kursseminare (gratis): 10.30 Uhr Andy Varone, Varen. 12 Uhr Horizonterweiterung in der Emilia Romagna. 14 Uhr Masterclass mit Master of Wine Ivan Barbic. Dazu Käse und andere Delikatessen. 10% bis 30% Rabatt auf alle Weine. Gratis. Schüwo Wein- und Getränkeparadies, Schützenmattweg 32, Wohlen. www.schuewo.ch.
  • 25. bis 30. April. Arvinis in Montreux. 200 Winzer, 5000 Weine und 5 Kontinente inklusive Gastland Moldawien warten auf die Besucher. 1822 zog eine kleine Schar aus Vevey ans Schwarze Meer, um dort mit dem Anbau von Wein zu beginnen. Finden Sie raus, was daraus geworden ist. Kongresszentrum Montreux. www.arvinis.ch.

  • Montag, 14. Mai. 16.30 bis 19.30 Uhr. Rendez-vous mit Genfer Spitzenweinen. Die besten Genfer Winzer reisen nach Bern mit sensationellen Gamay, Gamaret, Pinot Noir, Chasselas oder Chardonnay. Dazu geführtes Foodpairing-Seminar mit Genfer Terroirprodukten von 17.15 bis 18 Uhr. Freier Eintritt, beschränkte Platzzahl. Um 18.30 Uhr Finale und Preisverleihung der Challenge der Hotelfachschulen. Gratis. Kursaal Bern. Anmeldung obligatorisch unter www.vinum.ch.

     

    TAG DES WEINES STATT DER ARBEIT

    Es ist bald 1. Mai – und damit Tag der Arbeit. Seit einigen Jahren ist dieser Tag indes ebenso zu einem friedlichen Volksfesttag geworden. Wein sei dank! Denn dann öffnen die Deutschschweizer Winzer und jene der grenzüberschreitenden Gastregion Bodensee ihre Keller und laden zum Besuch der Rebberge. Und weil der 1. Mai dieses Jahr etwas unglücklich liegt, sind die Keller auch am Wochenende drauf, als am 5. Und 6. Mai offen. Jeweils ab 11 Uhr. Wer alles mitmacht, wer was bietet, wann und wo – all dies finden Sie unter www.offeneweinkeller.ch.

Mehr zum Thema
Fehler gefunden? Jetzt melden
Was sagst du dazu?