Der Elektro-Pick-up ist schon heiss begehrt
Eine Million Kunden für Teslas Cybertruck?

Teslas Cybertruck wurde bereits häufiger vorbestellt als das Werk in den vergangenen zwei Jahren Autos ausgeliefert hat. Dabei hat noch niemand die Serienversion gesehen.
Publiziert: 27.05.2021 um 07:02 Uhr
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Aktualisiert: 27.05.2021 um 12:21 Uhr
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Meister der Ankündigung: Tesla-Chef Elon Musk im November 2017 bei der Präsentation des bis heute nicht lancierten neuen Tesla Roadsters.
Foto: Tesla
Andreas Faust

Vor 18 Monaten hatte Tesla-Chef Elon Musk (49) mit dem Cybertruck das fünfte Modell der Marke angekündigt. Und eine Welle der Euphorie um den Pick-up mit Elektroantrieb ausgelöst: Laut dem Finanz-Nachrichtenportal Finbold hat Tesla bereits über eine Million für das im November 2019 als Prototyp enthüllte Fahrzeug eingesammelt. Zum Vergleich: In den letzten beiden Jahren baute Tesla insgesamt rund 866'000 Fahrzeuge. Und: Beim 2016 angekündigten Hype um das Model 3 kam Tesla auf nur rund 420'000 Vorreservierungen.

Für Tesla soll der Cybertruck der Schlüssel zur Eroberung des sogenannten Mittleren Westens der USA sein. Während in den dicht besiedelten Metropolen der Ost- und Westküste der Elektro-Pionier gut verkauft, setzen Autokäufer in den Weiten des Landesinnern noch immer auf klassische Pick-ups meist mit Benzinern, seltener mit Dieselmotoren. Daran konnten selbst steigende Benzinpreise und der drohende Klimawandel bislang nichts ändern. Fords Pick-up F-150 verkauft sich hunderttausendfach und gilt als «VW Golf der USA».

Nur 100 US-Dollar Gebühr

Umso überraschender die grosse Resonanz auf den Cybertruck. Pick-ups sind in weiten Teilen der USA wortwörtlich Nutzfahrzeuge, mit denen Lasten transportiert und Anhänger bewegt werden – beides nicht gerade die Paradedisziplin von Elektroautos. Ausserdem hat noch keiner der Vorbesteller das Auto gesehen, geschweige denn gefahren. Es gibt nicht mehr Informationen als den Prototypen mit blanker Edelstahlkarosserie und Panzerglas-Scheiben, die bei der Enthüllung nicht standhielten. Im Gegensatz zum Model 3 beträgt die Reservationsgebühr beim Pick-up nur 100 US-Dollar gegenüber 1000 einst beim Model 3. Und längst nicht alle, die reserviert haben, dürften tatsächlich kaufen – auch beim Model 3 sprangen Tausende ab.

War Tesla zu Beginn noch allein auf weiter Flur bei den Elektro-Pick-ups, holen nun die etablierten Hersteller mit Riesenschritten auf. Bei Ford durfte US-Präsident Joe Biden (78) kürzlich eine Elektroversion des F-150 testen. Konkurrent General Motors will gar die legendäre Offroader-Marke Hummer mit einem neuen Elektro-Hummer wiederbeleben.

Beim Model 3 brauchte Tesla schon Jahre, um die Reservationen abzuarbeiten. Beim Cybertruck ist noch nicht einmal der Produktionsstart definitiv.

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