Darum gehts
- Journalisten werteten über 100 Gigabyte interner Tesla-Daten aus
- Sicherheitsmängel und Qualitätsprobleme werden offenbar systematisch vertuscht
- Über ein Dutzend Menschen sollen in den USA durch Fehler der Autopilotsoftware gestorben sein
Seit Tesla-Chef Elon Musk (53) für US-Präsident Donald Trump (78) arbeitet, läuft es für den Elektroautohersteller nicht mehr rund. Nun zeichnet das neue Enthüllungsbuch «Die Tesla-Files» ein schockierendes Bild des Konzerns, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, der das Buch vor Veröffentlichung am heutigen Donnerstag gelesen hat.
Zwei deutsche Investigativjournalisten gelangten an mehr als 100 Gigabyte interner Dokumente von Tesla. Daraus geht laut den Autoren hervor, dass der Elektroautokonzern Sicherheitsmängel und Qualitätsprobleme systematisch verschweigt.
Lebensgefährlicher Autopilot
Das Buch zeichnet den Fall des Schweizer Autofahrers Thomas Karl nach. Dessen Tesla Model S bremste mehrfach auf der Autobahn ohne Grund scharf ab. Weil der Hersteller nichts gegen diese riskanten Bremsmanöver unternahm, verbot Karls Ehefrau ihrem Mann schliesslich die Nutzung des Autopiloten. «Fast hätte mich Tesla meine Ehe gekostet», sagt Karl im Buch.
Die Funktion «Full Self-Driving» soll hochgradig gefährlich sein. Allein in den USA starben laut Buch über ein Dutzend Menschen wegen Fehler der Software. Und obwohl die Mängel der Tesla-Führung schon lange bekannt gewesen seien, weist der Konzern erst seit September 2024 darauf hin, dass der Autopilot nur «unter Aufsicht» des Fahrers eingesetzt werden dürfe.
Musk soll auf Ketamin sein
Im Buch geben die Autoren auch Einblick ins Arbeitsklima bei Tesla. In den Fabriken herrsche enormer Druck, immer wieder komme es zu schweren Arbeitsunfällen. CEO Musk sei ein cholerischer Chef, der seine Leute rücksichtslos antreibe und das Narkosemittel Ketamin als Droge konsumiere.