«Ich muss Lösungen finden»
FCB-Coach Alex Frei setzt sich selber unter Druck

Nach dem 0:1 in Lugano stellt sich FCB-Trainer Alex Frei (43) schützend vor seine Mannschaft. Intern jedoch dürften nach dem zweiten miesen Spiel in Folge die Wände wackeln.
Publiziert: 11.10.2022 um 00:07 Uhr
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Auch gegen Lugano gabs für die Basler nichts zu holen – zweite Niederlage in Folge.
Foto: Marc Schumacher/freshfocus
Sebastian Wendel

0:2 gegen Bratislava,0:1 in Lugano: Nach zuvor fünf Siegen in Serie gabs für den FC Basel in der vergangenen Woche eine Bruchlandung. Nicht nur resultatmässig, auch spielerisch waren die Auftritte gemessen an den rot-blauen Ansprüchen unterirdisch.

Sène warf Chance weg

Dynamik, Präzision und Spielwitz im Angriffsspiel? Die von Trainer Alex Frei geforderten Attribute für die Partie in Lugano waren irgendwo auf der Reise ins Tessin verloren gegangen. Der Pfostenschuss des erneut nur als Joker auf den Platz gekommenen Fabian Frei in der 75. Minute war mehr feine Einzelleistung als das Resultat von Teamwork.

«Wir hatten zu wenig Tempo und Kreativität»
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Males zu Pleite in Lugano:«Wir hatten zu wenig Tempo und Kreativität»

«Es gibt im Fussball keine schwierigere Disziplin als das Offensivspiel», so Alex Frei, «das zu entwickeln, ist ein Prozess, in dem wir uns befinden.» Zum Prozess gehört dazu, einst schon aussortierte Spieler wie Kaly Sène wieder zu integrieren: Doch der Senegalese warf die Chance, die er mit der Startelf-Nomination erhielt, mit einem uninspirierten und wirren Auftritt gleich wieder weg.

Frei: «Ich muss Lösungen finden»

Auch die hochgelobten Dan Ndoye, Andy Diouf und Andi Zeqiri enttäuschten auf der ganzen Linie. Doch obwohl es die Spieler waren, die in Lugano den zweiten Grottenkick in Folge ablieferten, stellt sich Frei schützend vor sie. Mehr noch: Er setzt sich sogar selber unter Druck. «Ich muss Lösungen finden, damit wir uns gegen tief stehende Mannschaften wie Lugano nicht mehr so schwertun», so Frei.

Anders dürfte es hinter verschlossenen Türen klingen. Dort dürften Freis Voten gegenüber den Spielern kritischer sein, dürften nach den schwachen Auftritten gegen Bratislava und Lugano in der Kabine die Wände wackeln. So wie Frei einst verriet: Interne und externe Kommunikation seien zwei verschiedene Paar Schuhe.

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Lugano jubelt – Basel ist bedient. Der FCB verliert 0:1 im Cornaredo im Tessin.
Foto: Marc Schumacher/freshfocus
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Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Basel
FC Basel
30
29
52
2
Servette FC
Servette FC
30
9
51
3
BSC Young Boys
BSC Young Boys
30
11
49
4
FC Luzern
FC Luzern
30
8
48
5
FC Lugano
FC Lugano
30
5
48
6
FC Zürich
FC Zürich
30
1
46
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
30
5
41
8
FC St. Gallen
FC St. Gallen
30
1
40
9
FC Sion
FC Sion
30
-7
35
10
Yverdon Sport FC
Yverdon Sport FC
30
-18
32
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
30
-13
27
12
FC Winterthur
FC Winterthur
30
-31
23
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