«Hatten über diese sieben Jahre eine unglaubliche Zeit»
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Tangnes kehrt EVZ den Rücken:«Hatten über diese sieben Jahre eine unglaubliche Zeit»

Playoff-Reise endet abrupt
Coach Tangnes verlässt den EVZ unter Tränen

Dan Tangnes zeigt nach dem krachenden Scheitern im Viertelfinal gegen Davos Emotionen – und Grösse. Mit Tränen in den Augen sagt er, dass es ein guter Moment für einen Wechsel beim EV Zug sei.
Publiziert: 21.03.2025 um 13:13 Uhr
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EVZ-Trainer Dan Tangnes sagt nach der vierten Niederlage gegen den HCD den Zuger Fans Danke.
Foto: freshfocus
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EVZ-Trainer Dan Tangnes sagt nach der vierten Niederlage gegen den HCD den Zuger Fans Danke.
Foto: freshfocus

Darum gehts

  • Dan Tangnes verlässt EVZ nach sieben Jahren als erfolgreicher Trainer
  • Tangnes entwickelte junge Spieler und prägte Zugs Philosophie nachhaltig
  • Zwei Meistertitel (2021, 2022) unter Tangnes' Führung für EVZ
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Aus und vorbei. 0:4 im Viertelfinal gegen den HC Davos und seinen Freund und Ex-Assistenten Josh Holden (47, Ka/Sz). So hat sich Zug-Trainer Dan Tangnes sein Ende beim EVZ nicht vorgestellt. Und keinesfalls möchte der Norweger nur mit diesen Playoffs – den ersten, in denen er in seiner Ära den Halbfinal verpasst hat – in Erinnerung bleiben. Argumente dafür liefert der 46-Jährige genug.

Zweimal hat man Tangnes nach einer Niederlage weinen sehen. In seiner Debüt-Saison 2018/19 nach der Final-Niederlage (1:4) gegen den SCB. Unter Tränen versprach der Trainer-Nobody damals, dass er den Titel nach Zug holen werde. Und hielt Wort. Zwei und drei Jahre später stemmten die Zuger den Pokal. Nur schon damit verewigte er sich in den Geschichtsbüchern des Klubs.

Unter seinen Fittichen sind viele junge Spieler zu Profis gereift und Assistenztrainer zu Headcoaches. Wie Holden. Beim Handshake nach der vierten Niederlage und damit dem Serienende umarmten sich die beiden Trainer lange. Was er zu Holden gesagt hat? «Dass ich mich für ihn freue, dass sie uns mit unseren eigenen Mitteln geschlagen haben. Direkt nach dem Spiel gibt es nicht viel mehr zu sagen. Aber wir werden uns in ein paar Tagen unterhalten», so Tangnes, «unsere Freundschaft bleibt bestehen. Auch wenn das Ausscheiden schmerzt, wenn ich wählen müsste, gegen wen, dann gegen ihn. Ich bin stolz darauf, wie er sich als Trainer entwickelt hat.»

«Eine Million Gedanken im Kopf»

Bei dieser Antwort kann Tangnes fast schon lächeln. Ansonsten kämpft er je nach Frage-Thema immer wieder gegen die Tränen. Er beschreibt die Leere und Enttäuschung, die er spürt. Den Frust und das emotionale Loch. Woran er in der letzten Spielminute gedacht hat? «An alles und nichts. Eine Million Gedanken gehen durch den Kopf und Emotionen durch den Körper. Und dann entlädt sich alles.»

Dennoch denkt er voller Grösse schon einen Schritt weiter: «Die Zeit ist reif für eine Veränderung, einen Wechsel und Neuanfang. Nach sieben Jahren ist gut, dass jemand anderes übernimmt und die Reise zu künftigen Erfolgen fortsetzt.» Es ist Michael Liniger (45), der vom Assistenten zum Chef aufsteigt und dies nun tun soll.

Der EVZ hat sich unter der Ägide von Tangnes verändert und weiterentwickelt. Er hat Klub und Team einen Stempel aufgedrückt und mit der Philosophie ein Vermächtnis hinterlassen, indem er dem Nachwuchs und jungen Talenten die nötige Aufmerksamkeit gegeben hat. «Diesbezüglich waren wir vielleicht Vorreiter für andere Teams.» Er ist stolz darauf, mit der Spielerentwicklung etwas fürs Schweizer Eishockey getan zu haben. «Wir sind unserer Strategie, junge Spieler einzubauen, immer treu geblieben.» Sowohl er als auch das Klub-Management hätten die Geduld dafür gehabt. Die sportlichen Highlights sind für ihn natürlich die beiden Meistertitel 2021 und 2022.

Auf Tangnes wartet in Schweden bei Rögle in Ängelholm eine neue Herausforderung. Und seine Familie. Die Distanz zu ihr ist mit ein Grund für den Norweger, dass es ihn in seine Wahlheimat zurückzieht. «Ich freue mich auf mehr Zeit mit ihr.»

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