Darum gehts
- Markus Ritter und Martin Pfister wollen Bundesrat werden
- Das Rennen bleibt bis zum Schluss spannend, gibt es noch Bewegung?
- Noch haben nicht alle Fraktionen entschieden, wen sie wählen wollen
Vielen Dank fürs Mitverfolgen!
Blick verabschiedet sich mit diesen schönen Nachrichten aus der Bellevue-Bar. Die Party geht noch weiter. Gute Nacht aus Bern!
Am Mittwoch wählen die National- und Ständeräte einen Nachfolger für Viola Amherd. Blick berichtet live.
SP-Nationalrat Jon Pult ist Vater geworden
In der Bellevue-Bar gibt auch das zu reden: SP-Nationalrat und Ex-Bundesratskandidat Jon Pult ist Papi geworden. Der 40-Jährige bestätigt dies auf Anfrage von Blick. Seine Tochter Lea Amal sei in Chur geboren worden. «Meine Frau und ich sind überglücklich», so Pult. Um bei der Bundesratswahl dabei sein zu können, unterbreche er seinen Vaterschaftsurlaub. «Danach geht es zurück zur Familie.»
Die Anwesenden und die grossen Abwesenden
Die beiden Bundesratskandidaten selbst sind an diesem Abend übrigens nicht in der Bellevue-Bar anzutreffen. Dafür sind mit Isabelle Chassot, Martin Candinas und Andrea Gmür gleich mehrere Parlamentsmitglieder vor Ort, die nicht für den Bundesrat kandidieren wollten. Obwohl ihnen gute Chancen eingeräumt wurden.
Verstärkung aus der Heimat
Aus den Heimatkantonen der beiden Bundesratskandidaten Markus Ritter (St. Gallen) und Martin Pfister (Zug) sind bereits Delegationen angereist. So ist etwa der Kanton St. Gallen gleich mit zwei Regierungsratsmitgliedern in der Bellevue-Bar vertreten.
Sieht prächtig aus, oder?
Ständeratspräsident und Quiz-Gewinner Andrea Caroni mit Blick-Moderator Reto Scherrer.
Sondersendung endet
Die Live-Sendung aus dem Bellevue ist zu Ende, aber die Blick-Politikredaktion ist noch vor Ort. Die «Nacht der langen Messer» läuft weiter.
Sieger Caroni in der Ritterrüstung
Sieg für Caroni!
Was für ein Sieg: Ständeratspräsident Andrea Caroni (FDP) gewinnt das Blick-Bundesratsquiz souverän mit 9 Punkten. Als Preis gibt’s eine Ritter-Rüstung (du kannst dir denken, warum!).
Wie viele Wahlgänge braucht es?
Auch das wird im Gespräch mit Parlamentarierinnen und Parlamentariern häufig gesagt: Es ist gut möglich, dass es am Mittwochmorgen keine Spielchen gibt und die Wahl bereits im 1. Wahlgang entschieden wird.
Heidi Z'graggen im Blick-Quiz
Auch Mitte-Ständerätin Heidi Z’graggen verfügt über ein grosses Bundesratswissen. Im Blick-Quiz holt sie 6 Punkte.
Nun gilt es ernst: Die beiden Kandidaten für die Nachfolge von Mitte-Bundesrätin und Verteidigungsministerin Viola Amherd (62) müssen sich in Bern beweisen. Ins Rennen steigen der St. Galler Nationalrat Markus Ritter (57) und der Zuger Regierungsrat Martin Pfister (61). Die Blick-Politikredaktion berichtet laufend aus Bern: Wer hat die besseren Karten – und braut sich hinter den Kulissen eine Überraschung zusammen?
Am Montagnachmittag geht es los, und zwar vor einer kritischen Klientel: den Bauern. Ritter hat als Bauernverbandspräsident ein Heimspiel. Für Pfister ist es eine Bewährungsprobe – aber auch die Gelegenheit, Boden gutzumachen.
Doch damit nicht genug. Ebenfalls am Montag folgt eine Premiere: Die Armeeverbände laden zur öffentlichen Anhörung. In einer Berner Kaserne müssen sich Ritter und Pfister den Fragen von Offizieren, Unteroffizieren und Soldaten stellen. Ein Vorgeschmack auf das Verteidigungsdepartement (VBS), das aller Wahrscheinlichkeit nach in ihrer Verantwortung landen wird.
Marathon bei den Fraktionen
Ab Dienstag geht es in die entscheidenden Hearings der Bundeshausfraktionen. Hier zählt nicht nur Fachwissen, sondern auch der persönliche Auftritt. Wer wirkt souveräner? Wer überzeugt mit Führungsstärke? Und wer kann sich in den Schlüsselfragen zur Armee und zur Neustrukturierung des VBS am besten positionieren?
Am Dienstagnachmittag (ab 14.10 Uhr) treten Pfister und Ritter jeweils einzeln bei SVP, FDP und GLP auf, nächsten Dienstag, 11. März, dann noch bei SP und Grünen. Pro Kandidat und Fraktion sind 50 Minuten vorgesehen. Man darf gespannt sein, wie klar die Wahlempfehlungen der Fraktionen ausfallen werden.
Am Montag, 10. März, fühlt auch die Frauenorganisation Alliance F den beiden Mitte-Männern auf den Zahn. Nach der Rücktrittsankündigung von Amherd forderte Alliance F vergeblich ein Frauenticket.
Am Mittwochmorgen, 12. März, fällt die Entscheidung in der Vereinigten Bundesversammlung. Doch schon in dieser Woche könnte sich abzeichnen, wer die besseren Karten hat. Die 246 Parlamentsmitglieder bilden sich in den Hearings eine Meinung. Hinter den Kulissen läuft gleichzeitig das Taktieren.
In der Wandelhalle dürfte dieser Tage viel spekuliert werden: Hat Ritter, ein Schwergewicht in Bern, die Wahl am Ende doch locker in der Tasche? Oder schafft es Pfister, mit seinem ruhigeren, sachlichen Stil? Besonders pikant: Wie immer liebäugeln einzelne Parlamentarier damit, eine Alternative ins Spiel zu bringen – Sprengkandidaturen oder Störmanöver sind nicht ausgeschlossen.