Ärzte, Pharma und Krankenkassen preisen neue Finanzierung an
Das vergiftete Wundermittel gegen hohe Gesundheitskosten

Ärzte, Pharma und Krankenkassen preisen eine neue Finanzierung als Mittel gegen steigende Kosten an. Zweifel sind angebracht.
Publiziert: 14.10.2023 um 13:42 Uhr
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Gesundheitsminister Alain Berset musste erneut höhere Krankenkassenprämien verkünden.
Foto: keystone-sda.ch
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Gesundheitsminister Alain Berset musste erneut höhere Krankenkassenprämien verkünden.
Foto: keystone-sda.ch
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Gian Signorell
Beobachter

Es ist ein festes Ritual. Im Herbst tritt der Gesundheitsminister vor die Medien und sagt, wie viel wir im kommenden Jahr für die Krankenkasse bezahlen müssen. Es ist immer mehr. Im Jahr 1996 betrug die mittlere Jahresprämie 1539 Franken. Ende September hat Alain Berset die Jahresprämie für 2024 bekanntgegeben: Es sind 4314 Franken. Wenn der erste Ärger darüber verraucht ist, fragt man sich: Wie kommt das? Und warum bekommt die Politik das Problem nicht in den Griff? Die lapidare Antwort: Das Gesundheitswesen ist ein komplexes Gebilde. Und seine Finanzierung ist etwa so transparent wie die Milchglasscheiben eines Ambulanzfahrzeugs. Nur deshalb können alle Beteiligten die eigene Verantwortung herunterspielen und mit dem Finger auf die anderen zeigen. 

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