Kein Break für die SCL Tigers. Der Favorit aus Lausanne zeigt sich nach der Niederlage am Mittwoch unbeeindruckt und besorgt sich den ersten Matchpuck für den Halbfinal.
Das Feuerwerk wird sehr früh abgebrannt: in den ersten 67 Sekunden treffen beide Teams. Aufregung entsteht dann, als Linesman Gurtner nach einem Puckeinwurf von Lausannes Heldner und Tiger Berger im Verbund über den Haufen gefahren wird. Dumm gelaufen. Aber nach dem Skandal mit dem unerklärlichen Freispruch für Lausannes Verteidiger Bayreuther (Attacke auf einen Linesman am Mittwoch) sehen plötzlich alle überall Gespenster.
Pesonen muss frühzeitig unter die Dusche
Und wie es dann so ist, erzielt dieser Bayreuther natürlich ein Tor. Der Amerikaner, der gesperrt sein müsste, sorgt damit für einen Doppelschlag des Favoriten. Und der entzieht den Tigers für eine längere Phase die Energie. Initiiert hatte die Doublette der bestens disponierte Kahun mit seinem dritten Playoff-Treffer.
An einem Comeback schnuppern die Emmentaler danach nicht mehr. Während eines Überzahlspiels geht Captain Pesonen gegen Rochette vor und streift ihn mit der Schulter am Kopf. Das (harte) Verdikt: Restausschluss. Muss man nicht, kann man aber so pfeifen. Da müsste aber der routinierte Pesonen eine bessere Entscheidung treffen. Kurz zuvor hatte der Finne noch eine Chance versiebt.
Bitter: Boltshauser verletzt sich
In der 47. Spielminute muss Stéphane Charlin ins Tor, weil sich Boltshauser bei einer Rettungstat gegen Suomela verletzt. Der erste Einsatz des Genfers nach sieben Wochen verletzungsbedingter Absenz.
Richtig hart auf die Probe gestellt wird Charlin danach nicht mehr, die Tigers können Lausanne nicht in den Schwitzkasten nehmen. Auch, weil sich Schmutz in der Schlussphase noch eine Strafe einhandelt. Das Wunder muss warten. Erstmal müssen die Emmentaler aber am Sonntag den Ausgleich bewerkstelligen.
Fans: 9600
Tore: 1. Riikola (Rohrbach) 0:1. 2. Raffl (Bozon) 1:1. 25. Kahun (Bozon, Rochette/PP) 2:1. 26. Bayreuther (Bozon) 3:1. 60. Bozon 4:2 (ins leere Tor).