SVP-Asylchef Schmid froh
«Einbrecher geschnappt – es war ein Algerier!»

Nach dem Einbruch im Coiffeurgeschäft seiner Frau hatte SVP-Asylchef Pascal Schmid wenig Hoffnung, dass die Täter geschnappt werden. Doch jetzt wurden die beiden erwischt.
Publiziert: 02.04.2025 um 16:33 Uhr
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Aktualisiert: 02.04.2025 um 17:39 Uhr
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Über den Hinterhof wurde im Coiffeurgeschäft eingebrochen.
Foto: Zvg

Darum gehts

  • Einbruch im Coiffeurgeschäft von Pascal Schmids Frau
  • Alle Trinkgeldkässeli wurden gestohlen
  • Beide Täter wurde geschnappt
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Ruedi StuderBundeshaus-Redaktor

Der Ärger sass tief bei SVP-Asylchef Pascal Schmid (48)! Vor einem halben Jahr wurde im Coiffeurgeschäft seiner Frau in Weinfelden TG eingebrochen. Die Täter hatten eine Scheibe eingeschlagen, um in die Räumlichkeiten zu gelangen. «Alle Trinkgeldkässeli wurden mitgenommen, auch das der Lernenden», erzählte der Thurgauer Nationalrat Blick.

Bei den nächtlichen Einbrechern dürfte es sich um Asylsuchende oder Illegale handeln, mutmasste er damals, da die Täter offenbar Arabisch gesprochen hatten. Allerdings machte Schmid sich wenig Hoffnung, dass die Täter erwischt werden.

Tempi passati! «Die Einbrecher wurden geschnappt», vermeldet Schmid. Und er lag richtig mit seiner Vermutung: «Einer ist ein Algerier. Auch der andere trägt einen arabischen Namen, seine Nationalität ist mir derzeit aber nicht bekannt.»

Per DNA-Spur überführt

Offenbar wurde der Algerier per DNA-Spur überführt. Das geht aus einem entsprechenden Strafbefehl der Jugendanwaltschaft des Kantons St. Gallen hervor. Dieser liegt Blick auszugsweise vor. Demnach handelt es sich bei einem der Täter um einen 17-Jährigen «ohne festen Wohnsitz». Der Beschuldigte halte sich «offensichtlich zum Zweck der Begehung von Vermögensdelikten in der Schweiz auf», hält die Jugendanwaltschaft dabei fest.

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Grosse Beute machte der Teenager im Coiffeursalon allerdings nicht. Gut 500 Franken aus den Trinkgeldkässeli fielen ihm und seinem Komplizen in die Hände. Der Sachschaden hingegen beläuft sich auf mehrere Hundert Franken.

Es war ein Serientäter

Die Jugendanwaltschaft erklärt den Algerier nun unter anderem des gewerbsmässigen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung sowie des mehrfachen Hausfriedensbruchs schuldig. Insgesamt werden 13 verschiedene Fälle aufgeführt. Ein Serientäter also. Dafür wurde er zu einem Freiheitsentzug verurteilt.

Wie hoch die Strafe ausfällt, dazu macht die Jugendanwaltschaft keine Angaben, da es sich um ein Jugendstrafverfahren handelt. Die Medienstelle bestätigt nur, «dass ein Strafbefehl erlassen wurde, welcher aber noch nicht in Rechtskraft erwachsen ist. Es gilt somit weiterhin die Unschuldsvermutung.» Auch zum Komplizen, gegen den ein separates Verfahren läuft, kann sie derzeit keine Angaben machen.

Schmid will härtere Massnahmen

Schmid ist zwar froh, dass die beiden erwischt wurden. Erleichtert ist er deswegen aber nicht. «Solchen Tätern passiert in der Regel wenig, die Strafen sind lächerlich tief», sagt der frühere Strafrichter. Er stört sich auch daran, dass SP-Justizminister Beat Jans (60) aus seiner Sicht nichts unternimmt, um die Bevölkerung zu schützen.

«Kriminelle Asylmigranten laufen nach verbüsster Strafe wieder frei herum und werden nicht ausgeschafft», kritisiert Schmid. «Bundesrat Jans hat sich im Parlament mit Händen und Füssen gegen unsere Vorstösse gewehrt, die schärfere Massnahmen fordern – zum Glück nicht immer mit Erfolg.»

Tatsächlich zeichnet sich im Parlament eine härtere Gangart gegenüber straffälligen Asylsuchenden ab. So hat das Parlament gerade erst mehrere Vorstösse überwiesen, die zusätzliche Massnahmen fordern. So soll etwa die Bewegungsfreiheit der Betroffenen eingeschränkt und ihnen auch das Bleiberecht entzogen werden.

«Grenzen kontrollieren»

Schmid sieht sich auch durch die neuste Kriminalitätsstatistik bestätigt. «Die Asylkriminalität geht durch die Decke, sie hat sich in nur zwei Jahren verdoppelt», moniert er. Das Schengen-Dublin-System funktioniere schlichtweg nicht. «Wir haben null Kontrolle, wer in unser Land kommt», so Schmid. Für ihn ist klar: «Wir müssen unser Land besser sichern und die Grenzen kontrollieren.»


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