«Man muss auch Veränderungen akzeptieren»
SVP-Nationalrat Hurter nicht mehr oberster Garagist

SVP-Nationalrat Thomas Hurter gab das Präsidium des Garagisten-Verbands ab. Grund sind unterschiedliche Auffassungen.
Publiziert: 04.04.2025 um 17:26 Uhr
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Der Verband der Garagisten braucht einen neuen Präsidenten.
Foto: Keystone

Darum gehts

  • SVP-Nationalrat Thomas Hurter nicht mehr oberster Garagist im Land
  • Trennung aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über Verbandsführung und zeitliche Verfügbarkeit
  • Hurter übernahm 2016 ACS-Präsidentschaft und führte Verband aus der Krise
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Tobias BruggmannRedaktor Politik

SVP-Nationalrat Thomas Hurter (61) ist nicht mehr der oberste Garagist im Land. Der Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) und Hurter – der vorher Zentralpräsident war – trennen sich. Das gab der Verband am 31. März bekannt, zuerst unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit. Schon einen Tag später übernahmen die beiden Vizepräsidenten.

«Zur Trennung führten unterschiedliche Auffassungen über die Führung des Verbands und die zeitliche Verfügbarkeit von Thomas Hurter», heisst es in einer Mitteilung, gefolgt von Worten des Danks für die geleistete Arbeit. Der AGVS ist der Branchenverband der Schweizer Garagisten. 

«Man muss auch Veränderungen akzeptieren»

Auf Blick-Nachfrage erklärt Hurter die Trennung ebenfalls mit unterschiedlichen Auffassungen, wie das Amt zu führen sei. «Mein Vorgänger war stark operational tätig, danach wollte man einen Politiker. Doch dafür muss man auch Veränderungen akzeptieren», sagt Hurter. «Ich kann nicht die Mehrheit der Zeit für Sektionsbesuche aufwenden. Das ist auch nicht nötig, da ich dafür eher strategische statt operative Aufgaben übernehme.» Das hätten einzelne Personen im Verband anders gesehen. «Dann ist es besser, einen klaren Cut zu machen.» 

Dem Vernehmen nach schwelte der Konflikt zwischen dem Verband und seinem Präsidenten schon lange. Der SVP-Politiker weist den Vorwurf zurück, er habe zu wenig Zeit für den Verband gehabt. «Es gab nur Uneinigkeiten darüber, wie man sie aufteilt.» 

Hurter ist gleichzeitig Präsident des Automobil Clubs der Schweiz (ACS). Auch dort ist bald Schluss, allerdings wegen einer Amtszeitbeschränkung. Diese Präsidentschaft hatte Hurter 2016 übernommen, als der ACS in einer Krise war. «Mittlerweile konnten wir alle Schulden abbauen, den Verband neu aufstellen und in ruhige Gewässer führen. Ich übergebe einen Top-Verband.»

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