Trotz massiver Rabatte
Händler bleiben auf Tausenden Cybertrucks sitzen

In den USA bleibt Tesla auf fabrikneuen Cybertrucks sitzen. Der fette Elektro-Truck mit dem brachialen Design kommt bei Kundinnen und Kunden nicht gut an. Weltweit brechen die Verkäufe aller Modelle ein. Und doch gab es zuletzt gute Nachrichten für Tesla.
Publiziert: 03.04.2025 um 18:55 Uhr
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Aktualisiert: 03.04.2025 um 20:02 Uhr
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Die Parkplätze von US-Händlern sind voll mit Cybertrucks.
Foto: Getty Images

Darum gehts

  • Tesla Cybertrucks stehen unverkäuflich bei Händlern, trotz massiver Rabatte
  • Qualitätsprobleme führen zu Rückruf von 46'000 Cybertrucks in den USA
  • Tesla-Verkäufe sinken weltweit um 13 Prozent, in der Schweiz um 65 Prozent
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Dieser Anblick muss Elon Musk (53) so richtig schmerzen. Tausende Cybertrucks stehen sich in den USA bei Händlern in Showrooms und auf staubigen Parkplätzen die Reifen platt, wie eindrückliche Fotos zeigen. Fahrzeuge im Gegenwert von 200 Millionen Dollar sind praktisch unverkäuflich. Selbst mit fetten Rabatten finden sie keine Abnehmer. Der Zins für die Finanzierung eines Cybertrucks ist kürzlich von 6 auf 1,99 Prozent gesenkt worden. 

Der 2019 vorgestellte batteriebetriebene Monster-SUV ist ein Verlustgeschäft. Experten gehen davon aus, dass er bisher noch nicht einmal die Entwicklungskosten reingeholt hat. Das extreme Design trifft den Geschmack der Kundinnen und Kunden nicht. Hinzu kommen peinliche Probleme mit der Qualität, die in einem grossangelegten Rückruf gipfelten.

Teile lösen sich von der Karosserie

In den USA hat das Unternehmen von Elon Musk (53) 46'000 Cybertrucks in die Werkstatt beordert. Der Grund: In voller Fahrt lösen sich immer wieder Teile der Karosserie. Das ist gefährlich. Darum hat die US-Verkehrsaufsicht NHTSA durchgegriffen. Tesla hat ein Problem mit dem Leim. Der löst sich mit der Zeit auf.

Schon im Dezember 2024 hat Tesla die Arbeiter im US-Werk von Austin für mehrere Tage nach Hause geschickt. Weil sie nicht noch mehr Fahrzeuge auf Halde produzieren sollten, wie der «Business Insider» mit Berufung auf interne Dokumente berichtet hat.

Dickes Plus an der Börse

Am Mittwoch hat Tesla die Verkaufszahlen des ersten Quartals bekanntgegeben. 336'681 Autos hat die US-Firma weltweit verkauft. Das ist ein Minus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In der EU sind die Neuzulassungen um 49 Prozent eingebrochen. In China gab es im März nach vorläufigen Zahlen ein Minus von mehr als elf Prozent. In der Schweiz sind die Verkäufe gar um 65 Prozent eingebrochen

Und doch: Es gibt auch Positives zu vermelden in Sachen Tesla. Am Mittwoch legten die Tesla-Papiere um 5,2 Prozent zu. Die Aussicht, dass sich Musk bald aus der Politik zurückzieht und sich wieder vermehrt um die Geschicke von Tesla kümmert, kam bei den Investoren gut an.

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