Milliardär Elon Musk (53) dürfte schäumen: Die Auswirkungen seines politischen Engagements in den USA hinterlassen deutliche Spuren bei den Absätzen seiner Automarke Tesla.
Die Auslieferungen von Tesla sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres sogar stärker zurückgegangen als erwartet. Ausgeliefert wurden von Januar bis März 336'681 Autos. Das entspricht einem Minus von 13 Prozent gegenüber derselben Vorjahresperiode und ist das schlechteste Quartalsergebnis seit dem 2. Quartal 2022. Dazu liegt die Zahl deutlich unter den Erwartungen von Analysten, wie die Nachrichtenagentur Reuters vermeldet. Das wirkt sich auch negativ auf die Tesla-Aktie aus, die im frühen US-Handel 3 Prozent im Minus ist.
Die Verkäufe sind in praktisch allen europäischen Märkten zurückgegangen, mit Ausnahme von Spanien, Portugal und Italien. Auch in der Schweiz verkaufen sich die noch vor Kurzem trendigen Stromer deutlich schlechter.
Ebenfalls problematisch: Tesla baute im 1. Quartal über 362'000 Fahrzeuge. Damit steigt der Überschuss weiter.
Andere E-Marken profitieren
Tesla fällt damit noch weiter hinter den chinesischen E-Auto-Konkurrenten BYD zurück, der am Dienstag den Startschuss in der Schweiz erlebte. Dieser verkaufte im ersten Quartal 2025 genau 416'388 Autos.
Musk hatte eigentlich eine Rückkehr zu Wachstum versprochen. Doch seine kontroverse politische Haltung, die eine weltweite Protestbewegung gegen Tesla auslöste, sowie eine alternde Produktpalette von Elektrofahrzeugen haben dieses Ziel vorerst zunichtegemacht. Die Verzögerungen bei der Aufrüstung des Flaggschiff-Modells Y beeinträchtigte den Absatz.
Die europaweite Markteinführung des verbesserten Modells im März führte bislang kaum zu besseren Resultaten. Ebensowenig die fragwürdige Werbeaktion von US-Präsident Donald Trump (78) zugunsten von Tesla im Weissen Haus in Washington D.C. (USA). Einige Analysten raten Musk, sich wieder verstärkt um Tesla zu kümmern, statt in der US-Politik mitzumischen.