Darum gehts
- Umfrage zeigt Unterstützung für EU-Vertragspaket mit 47 Prozent
- 35 Prozent lehnen die Verträge ab
- Junge und Frauen sind besonders unentschlossen bezüglich des EU-Vertragspakets
Mit dem Kompromiss der Sozialpartner zum Lohnschutz scheint ein EU-Vertragspaket innenpolitisch auf besserem Weg als auch schon. Die Debatte im Parlament dürfte dennoch hitzig werden. Eine neue Umfrage des Unternehmens Lee Was, das auf wissenschaftliche Umfrageforschung und Datenanalyse spezialisiert ist, zeigt jetzt, dass das EU-Paket bei der Stimmbevölkerung Anklang findet.
Wie «20 Minuten» berichtet, unterstützen demnach 47 Prozent der Bevölkerung die Verträge. 35 Prozent sind dagegen und 18 Prozent haben noch keine feste Meinung. Bei der SVP-Wählerschaft ist, entsprechend der Parteilinie, eine klare Ablehnung auszumachen. Am meisten Zustimmung kommt hingegen von Personen, die in der Regel SP oder GLP wählen. Nicht so eindeutig sieht es bei Wählenden der Mitte, FDP und Grünen aus. Auch hier tendieren aber die Aussagen eher zu einem Ja.
Es kann sich noch vieles ändern
Die Umfrage macht vor allem deutlich, dass die Meinungsbildung in der Bevölkerung noch nicht abgeschlossen ist. So gaben einige der Befragten an, das EU-Vertragspaket «eher» zu unterstützen (30 Prozent) oder «eher» abzulehnen (17 Prozent). Auch die Anzahl der Unentschlossenen deutet darauf hin. So sind mehrheitlich Junge (mit 35 Prozent) und Frauen (mit 25 Prozent) noch unentschlossen.
Die Stossrichtung der Verträge, also insgesamt eine Vertiefung der Beziehung zur EU, ist stark erwünscht, wie 80 Prozent der Teilnehmenden angaben. Im Kontrast dazu ist mit 69 Prozent eine starke Mehrheit der Meinung, dass sich die EU in keine gute Richtung entwickelt hat.
Ein Entscheid an der Urne soll voraussichtlich erst 2028 stattfinden. Wie die gesellschaftliche Debatte bis dahin Einfluss auf die Meinung der Stimmbevölkerung nimmt, ist trotz Umfrage noch nicht abzusehen.