Darum gehts
- Schweiz beteiligt sich an Nato-Partnerschaft für Patriot-Luftabwehrsysteme
- Teilnahme ermöglicht Schweizer Unternehmen Beteiligung an NSPA-Ausschreibungen
- Schweiz arbeitet seit 1996 mit NSPA zusammen, dritte Partnerschaft dieser Art
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom Freitag die Teilnahme der Schweiz an der Nato Support and Procurement Agency Patriot Support Partnership (NSPA PATRIOT SP) genehmigt. Die Patriot-Systeme zur bodengestützten Luftverteidigung sind wie die neuen Kampfjets Teil des Beschaffungsprogramms Air2030.
Die NSPA ist in den Worten des Bundesrates die führende Nato-Organisation für multinationale Beschaffung, Unterstützung und Versorgung. Sie unterstütze die Mitgliedsländer bei der Bewirtschaftung, Ersatzteillieferung und Instandhaltung, aber auch bei der Beschaffung von Munition und bei der Ausbildung.
Dass die Schweiz sich an der Nato-Partnerschaft für Patriot-Systeme beteiligt, kommt laut Bundesrat der heimischen Industrie zugute. Die Unternehmen können sich unter dieser Voraussetzung an Ausschreibungen der NSPA beteiligen.
Die Partnerschaft ist laut Bundesrat mit der Neutralität vereinbar. Sollte ein teilnehmendes Land in einen internationalen bewaffneten Konflikt involviert werden, könne sich die Schweiz von der Vereinbarung zurückziehen.
Die Schweiz arbeitet seit 1996 mit der NSPA zusammen. Support-Partnerschaften hat sie bereits zu den Amraam-Lenkwaffen sowie zu Stinger abgeschlossen. Die Zusammenarbeit für die Patriot-Systeme ist die dritte Partnerschaft dieser Art.