Darum gehts
- Elektronische Reiseautorisierung für London-Reisen ab 2. April erforderlich
- Betrügerische Websites bieten überteuerte Hilfe bei der Beantragung an
- Offizielle ETA kostet 10 britische Pfund, steigt ab 9. April auf 16 Pfund
Die Vorfreude auf Big Ben, Tower Bridge und Themse ist gross. Doch Achtung: Wer ab dem 2. April nach Grossbritannien will, muss vorab im Internet eine elektronische Reiseautorisierung (ETA) beantragen – und tappt dabei leicht in die Falle.
Das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) beobachtet aktuell eine Zunahme betrügerischer Websites, die angebliche Hilfe bei der Beantragung anbieten. «Diese Angebote haben oft einen fraglichen Mehrwert und bergen erhebliche Risiken», warnt das Bacs.
«Massiv überteuert»
Die Masche ist bekannt: Private Anbieter erstellen offiziell wirkende Websites und verlangen überhöhte Gebühren für die Bearbeitung von Einreiseanträgen. Letzte Woche meldete ein Schweizer Tourist eine verdächtige Website, die Unterstützung bei ETA-Anträgen für Grossbritannien anbot. Ausserdem besteht die Gefahr, dass die eigenen Daten für Identitätsdiebstahl missbraucht werden, so der Bund.
Für das Formular, das auf der offiziellen britischen Regierungsseite 10 britische Pfund (ab 9. April 16 Pfund) kostet, verlangte die dubiose Website ein Vielfaches. «Der Antrag inklusive Bearbeitungsgebühr war massiv überteuert», so das Bacs. Erst bei genauerem Hinsehen war klar, dass es sich dabei nicht um ein offizielles Angebot handelt.
ESTA: Fünfmal so teuer
Ein anderer Fall aus der Schweiz zeigt, wie raffiniert die Betrüger vorgehen: Ein Opfer suchte im Internet nach einem ESTA-Formular für die USA und landete auf einer gefälschten Seite mit offiziellen US-Emblemen. Statt der üblichen 21 Dollar wurden 121 Dollar verrechnet. Neben Grossbritannien und den USA benötigen Schweizer Reisende auch für Kanada, Australien und Neuseeland elektronische Einreisegenehmigungen.
Um nicht in die Falle zu tappen, rät das Bacs, ausschliesslich die offiziellen Kanäle zu nutzen. Auch bei der Internetsuche ist Vorsicht geboten, da Betrüger oft eigene Werbelinks vor den eigentlichen Suchresultaten platzieren. Besonders hellhörig sollten Reisende werden, wenn die verlangten Gebühren deutlich über den offiziellen Preisen liegen.
Das sind die offiziellen Links für die Reiseautorisierungen:
- USA: ESTA
- Kanada: ETA
- Australien: eVisitor/ETA
- Grossbritannien: ETA
- Neuseeland: NZeTA