Eigentlich haben alle auf eine Erholung in diesem Jahr gehofft. Ende 2020 sah es noch vielversprechend aus. Im Januar 2021 wurden sogar mehr Stellen ausgeschrieben als noch im Vorjahr. Doch dann kam der Schock: Statt Lockerungen bleibt der Lockdown. Die Wirtschaft in ganz Europa befindet sich weiterhin fest im Griff des Coronavirus.
Das macht sich auch auf dem Jobmarkt bemerkbar. Insgesamt stellen Schweizer Arbeitgeber seit Mitte März 2020 im Vergleich zum Corona-Vorjahr 18 Prozent weniger Leute ein. Das sind 90'800 weniger Jobs. Das bestätigen Auswertungen der Datenfirma Novalytica und der Firma x28.
Lockdown sorgt für Verunsicherung
Viele Branchen leiden weiter unter den auferlegten Einschränkungen. Die Konsequenz: Wer heute arbeitslos ist, hat es besonders schwer, eine neue Anstellung zu finden.
Einige Branchen trifft es dabei besonders hart. Weniger überraschend: Kellner, Köche und Entertainer haben kaum Aussichten auf eine feste Stelle. In der Gastronomie und Hotellerie wurden im Vergleich zu 2019 nur noch halb so viele Stellen publiziert.
Überraschender Abbau in diesen Branchen
Anderen Branchen überraschen ebenfalls mit schlechten Aussichten: Im Gesundheitswesen, in der öffentliche Verwaltung, der Informatik, im Baugewerbe, Sozialwesen und der Bildung gibt es neu 12 Prozent weniger neue Stellenausschreibungen.
«Die rückläufige Entwicklung ist primär auf den Frühling 2020 zurückzuführen», schreiben die Experten in der Medienmitteilung zu der Studie am Dienstag. Grund dafür: Die Corona-Massnahmen sorgen für Verwirrung. «In dieser Zeit herrschte eine grosse Unsicherheit über das Ausmass der wirtschaftlichen Folgen.»
Einzig der Finanzdienstleister darf sich freuen
Sogar im Detailhandel und Grosshandel, der ja teilweise starke Umsätze verbuchen konnte, gehen die Jobangebote zurück.
Einen kleinen Gewinner gibt es aber doch: Seit Anfang 2021 zeigen sich die Unternehmen im Finanzdienstleistungs-Sektor laut der Studie wieder einstellungsfreudiger. (vnf)