«Buche Flug nach Bangkok» – Schweizer Airline testet neues KI-Tool
Swiss-Tickets kannst du jetzt per Sprachnachricht kaufen

Künstliche Intelligenz hält jetzt auch bei Flugbuchungen Einzug. Swiss mischt an vorderster Front mit und testet aktuell auf ihrer Website das dialogbasierte Buchen. Blick hat die Details.
Publiziert: 03.04.2025 um 20:51 Uhr
|
Aktualisiert: 04.04.2025 um 09:23 Uhr
1/5
Die Swiss testet aktuell dialogbasierte Buchungen.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

  • Swiss testet KI-Assistent Swifty für Flugbuchungen per Sprachsteuerung
  • Swifty hilft bei Reiseinspiration, Buchung und Zahlungsvorgängen
  • Test läuft 4 bis 8 Wochen, Schweiz ist Pilotmarkt für Lufthansa Gruppe
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
RMS_Portrait_AUTOR_293.JPG
Jean-Claude RaemyRedaktor Wirtschaft

Stell dir vor, du kannst per Sprachsteuerung deinen Flug buchen und bezahlen. Zukunftsmusik? Nein: Swiss testet aktuell genau ein solches System. Der KI-basierte Assistent nennt sich «Swifty» und ist seit Montag im Test, wie Swiss gegenüber Blick bestätigt.

Es kann sein, dass auf der Swiss-Website statt der üblichen Buchungsmaske ein Eingabefeld erscheint, in dem man seinen Reiseplan ausformuliert – zum Beispiel mit einem simplen «Bitte buche mir einen Flug nach Bangkok». Dann klickt man auf den Button «Flüge suchen mit KI» und los geht's.

In zwei Minuten zur gewünschten Buchung

«Swifty bucht eine Reise in weniger als zwei Minuten, basierend auf einer Text- oder Sprachnachricht», erklärt Swiss-Sprecher Michael Stief. Dieses sogenannte dialogbasierte Buchen spare Zeit bei der Suche und Wahl von Flügen.

Doch es handelt sich nicht nur um eine simple Sprachsteuerung. Zum Beispiel hilft das System bei der Reiseinspiration, indem es Vorschläge für das nächste Ferienziel macht. Swifty kann zudem die Buchungs- und Zahlungsvorgänge durchführen und sendet die Reiseunterlagen an die gewünschte Adresse.

Der KI-Agent basiert auf dem GPT-Sprachmodell von Open AI und ist darauf trainiert, die Buchungsabsicht des Nutzers eindeutig zu interpretieren. Künftig sollen weitere Dienstleistungen wie Zugbuchungen, Taxis oder CO₂-Ausgleich über das KI-System buchbar sein.

Die Schweiz ist Pilotmarkt der Lufthansa-Gruppe

«Die ersten Chats und Buchungen treffen bereits ein», führt Stief aus. Der Test laufe für 4 bis 8 Wochen, mit der Möglichkeit einer Verlängerung. «Ob wir Swifty dauerhaft einführen, hängt von den Testergebnissen ab», so der Sprecher. Dabei prüfe Swiss insbesondere die Kundenakzeptanz sowie die Konversionsrate. Zudem erfordere die vollständige Integration zusätzliche Entwicklungsarbeit.

Wie das Branchenportal «FVW» berichtet, stammt das Projekt aus der Küche des «Lufthansa Innovation Hub». Präsentiert wurde Swifty erstmals 2023, zum Markttest kommt es aber erst jetzt. Die Schweiz ist mit Swiss – wie so oft – Pilotmarkt für die ganze Lufthansa-Gruppe.

Bei Erfolg wird der KI-Assistent später auf weitere Gesellschaften des Airline-Verbunds ausgeweitet. Über die Resultate des KI-Projekts wird Swiss erst nach Beendigung der Tests informieren.

Fehler gefunden? Jetzt melden
Was sagst du dazu?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.