Darum gehts
- Valora expandiert mit Avec-Läden nach Deutschland an Bahnhöfen
- Avec setzt auf bewährtes Convenience-Konzept und regionale Produkte
- Valora betreibt künftig 95 Service-Store-Verkaufsstellen der Deutschen Bahn
Wer schnell ein Croissant und einen Kafi Crème will, geht oft in einen Avec-Laden. Bald gibt es in solchen auch Hörnchen und Kaffee mit Sahne – denn die Convenience-Marke der Schweizer Valora Gruppe expandiert nach Deutschland.
Valora teilt mit, dass sie den Auftrag für den Betrieb von 95 der rund 200 Service-Store-Verkaufsstellen der Deutschen Bahn (DB) erhalten hat. Über 80 dieser Läden an deutschen Bahnhöfen werden innerhalb der nächsten zwölf Monate unter der Marke Avec neu eröffnet. Damit setzt Valora auf ein bewährtes Convenience-Konzept, das sich in der Schweiz etabliert hat: Hierzulande finden sich rund 350 Avec-Verkaufsstellen.
Valora bereits stark in Deutschland
Für Valora ist es nicht der erste Schritt im deutschen Markt: Mit mehreren Food-Service-Formaten ist sie dort längst etabliert. Die Marke Ditsch gibt es an 79 Standorten, die Marken Back Werk oder Back-Factory an 68, dazu 10 Frittenwerk-Läden. Mindestens sieben der 95 neuen Standorte werden zu «Press & Books»-Filialen. Damit festigt Valora die Position als Marktführer im deutschen Bahnhofsbuchhandel.
Neu ist mit Avec der Einstieg im Segment «Food to go» im grossen nördlichen Markt. Auch in Deutschland werde man das Avec-Sortiment «gezielt an die aktuellen Kundenwünsche anpassen» und auf Regionalität sowie speziell auf den deutschen Markt abgestimmte Produkte setzen, verspricht Philipp Angehrn, Managing Director Retail Deutschland der Valora-Gruppe.
In der Schweiz steht Avec in hartem Konkurrenzkampf im Segment Convenience, etwa mit Coop oder Migros, die ebenfalls stark in diesem Bereich investieren. Mit der Expansion an 71 Schweizer Tankstellen gelang Avec vor zwei Jahren ein Coup. Valora ist übrigens auch kein echtes Schweizer Unternehmen mehr: Der Hauptsitz ist zwar noch hier, doch wurde das Unternehmen 2022 an die mexikanische Firma Femsa verkauft.