Nur die Ironie bleibt Simon Ammann. «Gott sei Dank habe ich die Quali geschafft», sagt der 39-Jährige. «Ich muss es mit Galgenhumor nehmen.» Zwar ist er in dieser Saison bisher nicht vom Erfolg verwöhnt, erhofft hätte er sich in Engelberg OW trotzdem mehr als den 45. Quali-Rang.
Ein Sprung auf 112 Meter, während die Spitze um Quali-Sieger Yukiya Sato (Jp) weit über 130 Meter fliegt. «Das macht so keinen Spass», sagt der vierfache Olympiasieger, der gezwungenermassen wieder mit einem herkömmlichen Rass-Lederschuh statt mit seinem Karbon-Modell springt.
Weil er diese Woche aber so fit wie noch nie war diese Saison, erhoffte sich Ammann deutlich mehr. «Das Ergebnis ist ehrlich gesagt ein echter Dämpfer.»
Youngster Peter in den Top 20
Neben dem Ammann-Frust gibt es aber auch die Peter-Lust. Dominik Peter ist mit seinen erst 19 Jahren der beste Schweizer. 125 Meter bringen den 20. Quali-Platz. «Wirklich cool», freut sich der Zürcher, der sich langsam innerhalb der Top 30 der Welt etabliert.
Er und Gregor Deschwanden (22.) beflügeln sich aktuell gegenseitig. «Wir haben einen guten Drive, stacheln uns an», sagt Peter. Sein Ziel am Samstag im ersten Springen in Engelberg (15,55 Uhr live SRF 2) sind weitere Weltcup-Punkte. (sme)