Hier erhält Odermatt die Abfahrtskugel
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Schweizer auf 1, 2 und 3:Hier erhält Odermatt die Abfahrtskugel

Krasser Abfahrtsrekord
Schweizer feiern erfolgreichste Saison – obwohls schon mehr Podeste gab

Die Schweizer Abfahrer haben in der abgelaufenen Saison Erfolg an Erfolg gereiht. Sie sind gar nicht mehr aus dem Feiern rausgekommen. Aber wars der erfolgreichste Winter aller Zeiten? Ein Blick in die Statistik verräts.
Publiziert: 24.03.2025 um 08:01 Uhr
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Aktualisiert: 24.03.2025 um 20:42 Uhr
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Marco Odermatt gewinnt die Abfahrtskugel.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Schweizer Abfahrer dominieren die Saison
  • Mehr Podestplätze gabs davor erst in einem Winter
  • Weshalb die Saison 2024/25 trotzdem die erfolgreichste ist
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Die Schweizer Abfahrer um Marco Odermatt (27), Franjo von Allmen (23), Alexis Monney (25), Stefan Rogentin (30) und Justin Murisier (33) zeigen eine überragende Saison. In allen acht Rennen fährt mindestens einer von ihnen in die Top 3, insgesamt heimsen sie 17 der 24 Podestplätze ein.

Einzig in Kitzbühel (Ö) und in der ersten Abfahrt von Kvitfjell (No) triumphiert keiner von ihnen. Daneben gibts Doppelsiege in Beaver Creek (USA), Gröden (It), Bormio (It) und Wengen BE, in Crans-Montana VS und in der zweiten Kvitjfell-Abfahrt setzen sie mit Dreifachsiegen sogar noch einen obendrauf.

Von Allmen schnappt Odermatt Abfahrtssieg vor der Nase weg
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Eine Saison der Superlative – und kaum zu überbieten. Oder doch? Den Weltcup gibts seit 1967. Seither haben die Schweizer Abfahrer drei Winter ohne Podestplatz erlebt: 1994/95, 1998/99 und 2012/13. Ansonsten konnten sie immer mindestens einen feiern. Die 17 aus dieser Saison sind allerdings nicht die Bestmarke. Einmal waren sie noch erfolgreicher.

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Drei Dreifachsiege in einem Winter

1986/87 feierten die Schweizer in elf Rennen nicht weniger als 21 Podestplätze. Dafür verantwortlich: Peter Müller (67), Pirmin Zurbriggen (62), Karl Alpiger (63), Franz Heinzer (62) und Daniel Mahrer (63). Zweimal stellten sie den Sieger nicht, einmal gabs gar ein Podest ohne Schweizer Beteiligung. Dafür feierten unsere Speed-Asse damals sogar drei Dreifachsiege. Wie in diesem Winter war die Abfahrtswertung ebenfalls fest in Schweizer Händen. Zurbriggen holte die Kristallkugel vor Müller und Heinzer.

Schaut man auf die Anzahl Podestplätze, hätten Odermatt, von Allmen und Co. also kaum mit der Saison 1986/87 gleichziehen können – auch wenn das Rennen beim Weltcupfinal in Sun Valley (Idaho, USA) nicht dem Wetter zum Opfer gefallen wäre. Und doch ist ihre Saison die erfolgreichere.

Jedes Mal ein Schweizer in den Top 3

Denn um das Ganze gerecht miteinander vergleichen zu können, muss berücksichtigt werden, dass nicht in jedem Winter gleich viele Abfahrten durchgeführt werden. Berechnet man den prozentualen Anteil der Podestplätze, ist die Saison 2024/25 die erfolgreichste. 17 der 24 möglichen oder 70,83 Prozent der Podestplätze gehen an die Schweiz. Die totale Weltcup-Dominanz und ein neuer Schweizer Rekord.

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Vor 38 Jahren waren es 21 aus elf Rennen (33 mögliche Podestplätze) oder 63,64 Prozent. Aber was die Anzahl Siege betrifft, ist die Saison 1986/87 mit neun Schweizer Erfolgen unangetastet. Im Jahr darauf gabs acht Siege aus zehn Rennen. Sechs Siege wie 2024/25 gabs indes schon mehrfach: 1972/73, 1985/86, 2009/10 sowie 2011/12.

Aber erst zum dritten Mal ist es den Schweizern gelungen, in jeder Abfahrt mindestens einen Podestplatz zu holen. Das schafften sie daneben nur 1984/85 (zehn Rennen, total 15 Podestplätze) und 2009/10 (acht Rennen, total elf Podestplätze).

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