FCZ-Boss hat keine Eile
So plant Canepa die Jurendic-Nachfolge

«Wir werden nicht in Hektik verfallen», sagt Zürich-Präsident Ancillo Canepa über die Nachfolgeregelung für Sportchef Marinko Jurendic, der in die Bundesliga wechselt.
Publiziert: 17.06.2023 um 17:00 Uhr
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Da gehts in die Bundesliga: FCZ-Sportchef Marinko Jurendic (l.) verlässt den FCZ um Präsident Ancillo Canepa zum FC Augsburg.
Foto: Marc Schumacher/freshfocus
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Eigentlich ist die Situation beim FCZ identisch mit dem Vorjahr. Damals sprang Meistercoach André Breitenreiter (49) in die Bundesliga zu Hoffenheim ab – und nun ist es Sportchef Marinko Jurendic (45), der überraschend in die Bundesliga zu Augsburg geht.

Nun äussert sich FCZ-Präsident Ancillo Canepa (70) erstmals zum Jurendic-Schock. Ist der Abgang des Sportchefs mitten in der Vorbereitung noch schwerwiegender als damals der Breitenreiter-Wechsel? Canepa verneint und sagt zu Blick: «Der Einfluss eines Cheftrainers ist unmittelbar, der eines Sportchefs eher mittelbar. Deshalb ist die Dringlichkeit nicht die gleiche.»

Eine externe Interimslösung soll helfen

Anders als vor einem Jahr ist auch die skurrile Situation, dass Jurendic trotz Augsburg-Deal erst am 1. August beim FCA startet und noch mehrere Wochen für den FCZ weiterarbeitet. Nach Blick-Informationen soll Jurendic neben der Kaderplanung auch die Suche nach einem Nachfolger für sich selber vorantreiben.

Allerdings schildert Canepa, dass Zürich gar nicht so rasch wie möglich einen neuen Sportchef installieren will. Der FCZ-Plan geht so: «Als Interimslösung werden wir die aktuelle Transferperiode auch mithilfe eines Drittmandates überbrücken.»

Demnach wird der Klub bis zum Ende des Transferfensters Ende August also auf externe Hilfe zurückgreifen. Wer das konkret ist, steht noch nicht fest.

Sportchef-Profil wird neu definiert

Canepa erklärt, dass womöglich der Jurendic-Nachfolger gar nicht mehr dieselben Aufgaben kriegt. «Wir möchten zuerst, wie alle Jahre wieder, eine Situationsanalyse vornehmen. Die Ergebnisse sollen dann auch in die Profildefinierung ‹Sportchef› einfliessen», sagt der FCZ-Boss. «Deshalb werden wir jetzt nicht in Hektik verfallen. Ausserdem haben wir im Klub immer noch genügend Experten, um diese provisorische Lücke kurzfristig zu schliessen.»

Das dürfte neben Canepa selber namentlich vor allem Thomas Bickel (59) sein, der vor Jurendic Sportchef war und seither im Klub als Chefscout arbeitet.

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