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Das sind die Kandidaten auf die Contini-Nachfolge
Wird Alex Frei der neue Nati-Assistent?

Wie schon vor einem Jahr heisst es nun zum Jahresende wieder: Co-Trainer-Casting beim Schweizerischen Fussballverband. Blick nennt fünf heisse Kandidaten für die Nachfolge von Giorgio Contini bei der Nati.
Publiziert: 19.12.2024 um 12:35 Uhr
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Aktualisiert: 20.12.2024 um 09:27 Uhr
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Die Nati sucht nach dem Abgang von Giorgio Contini einen Nachfolger als Co-Trainer von Murat Yakin.
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Tobias WedermannFussballchef

Beim Schweizerischen Fussballverband erlebt man derzeit ein Déjà-vu. Nach einem schwachen Sieglos-Herbst der Nati ist man plötzlich wieder auf der Suche nach einem Co-Trainer für Murat Yakin (50) zur Weihnachtszeit. Dieses Jahr nicht aufgrund einer Krise oder weil man sich vor einer EM Sorgen macht, sondern weil YB Giorgio Contini (50) am Mittwoch zum Cheftrainer gemacht hat. Die Lücke, die der 50-Jährige nach nicht mal einem Jahr im Trainerteam hinterlässt, ist gross. Das Anforderungsprofil für seinen möglichen Nachfolger ebenfalls. Blick nennt fünf mögliche Kandidaten für die Contini-Nachfolge.

Davide Callà

Der 40-Jährige war schon zu Jahresbeginn Topfavorit auf den Co-Trainer-Posten von Murat Yakin. Die Verhandlungen zwischen dem SFV und seinem Arbeitgeber FC Basel scheiterten allerdings. Sehr gut möglich, dass der Nati-Trainer einen neuen Anlauf bei Callà nimmt. Der ehemalige Mittelfeldspieler ist wie Contini ein Sprachtalent, erfüllt das SFV-Anforderungsprofil und wäre nach bald zwei Jahren Co-Trainer beim FC Basel bestimmt nicht abgeneigt, eine neue Herausforderung bei der Schweizer Nationalmannschaft anzunehmen.

Alex Frei

Yakin und der Schweizer Rekordtorschütze als Duo? Unmöglich? Schliesslich hat Yakin damals als FCB-Trainer das Karriereende von Alex Frei als Spieler mitverantwortet. Doch es ist nicht so unrealistisch, wie es auf den ersten Moment wirken mag. Das Verhältnis der beiden ist intakt, und Frei erfüllt das Anforderungsprofil in allen Belangen: Er hat jahrelange Trainererfahrung, spricht fliessend Französisch, kann Lösungen für die Nati-Sturmkrise finden, bringt Emotionen in die Kabine. Dass der 45-Jährige mit seinen 42 Toren in 84 Länderspielen sowie riesigen Erfahrung im Klubfussball von den Spielern respektiert wird, versteht sich von selbst. Dass die Schweizer Nati Alex Frei viel bedeutet, ist ebenfalls kein Geheimnis. Es bräuchte aber wohl einiges an Überzeugungsarbeit seitens des Verbands. Denn der Blick-Fussballexperte schätzt seine aktuelle Rolle als Beobachter des Fussballs – und steigt im kommenden Jahr ins Käse-Business ein. Die Ausbildung zum Käse-Sommelier hat er bereits im Sack.

«Man muss aufpassen, dass man nicht zu selbstbewusst wirkt»
7:06
Frei zur Nati-Kommunikation:«Muss aufpassen, dass man nicht zu selbstbewusst wirkt»

Alain Geiger

Der 64-Jährige ist seit Sommer 2023 ohne Job, obwohl er bei Servette fünf Jahre lang gute Arbeit geleistet hat. Ans Aufhören denkt er nicht, wie aus seinem Umfeld zu erfahren ist. Sowohl ein Job in der Super League als auch die Stelle als Co-Trainer in der Nati wäre für Geiger reizvoll. Die Frage nach Sprachkenntnissen, Trainererfahrung oder Nati-Verbundenheit (112 Länderspiele) stellt sich auch bei dem Walliser nicht mal ansatzweise.

Stephan Lichtsteiner

«Wenn ich wählen dürfte, käme ich auf Stephan Lichtsteiner», sagte Nati-Captain Granit Xhaka (32) vor einem Jahr zur Co-Trainer-Suche gegenüber Keystone-SDA. Der wisse, wie man gewinnt und was es brauche, um erfolgreich sein zu können: «Er lebt den Fussball ohne Wenn und Aber.» Aktuell ist der 40-jährige Ex-Nati-Captain Trainer beim FC Wettswil-Bontstetten in der 1. Liga. Sprachen sind für Lichtsteiner kein Problem. Ob der 108-fache Nationalspieler auch Interesse hätte? Mit so viel Lob von Xhaka gehört er sowieso auf die Liste der Kandidaten.

Patrick Rahmen

Mit YB in die Saison starten und als Nati-Co-Trainer das Jahr beenden? So schnell geht es wohl nicht. Rahmen kennt sowohl den Apparat des SFV als auch diverse Nati-Spieler bereits aus seiner Zeit als U-21-Trainer. Sollte er beim Verband auf der Liste stehen, würde er sich das auf jeden Fall anhören. Beim 55-Jährigen besteht allerdings ein ähnliches Risiko wie bei Contini: Rahmen sieht sich als Cheftrainer, er mag die tägliche Herausforderung im Klubfussball und hat die Voraussetzungen, diese Funktion auch bald wieder ausüben zu können. Zudem gab es bei YB unter anderem Schwierigkeiten wegen seiner Französischkenntnisse, was ein Minuspunkt im Anforderungsprofil des Yakin-Co-Trainers bedeutet.

WM-Quali Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
0
0
0
1
Luxemburg
Luxemburg
0
0
0
1
Nordirland
Nordirland
0
0
0
1
Slowakei
Slowakei
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kosovo
Kosovo
0
0
0
1
Slowenien
Slowenien
0
0
0
1
Schweden
Schweden
0
0
0
1
Schweiz
Schweiz
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belarus
Belarus
0
0
0
1
Dänemark
Dänemark
0
0
0
1
Griechenland
Griechenland
0
0
0
1
Schottland
Schottland
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Aserbaidschan
Aserbaidschan
0
0
0
1
Frankreich
Frankreich
0
0
0
1
Island
Island
0
0
0
1
Ukraine
Ukraine
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bulgarien
Bulgarien
0
0
0
1
Georgien
Georgien
0
0
0
1
Spanien
Spanien
0
0
0
1
Türkei
Türkei
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Armenien
Armenien
0
0
0
1
Ungarn
Ungarn
0
0
0
1
Irland
Irland
0
0
0
1
Portugal
Portugal
0
0
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Polen
Polen
2
3
6
2
Finnland
Finnland
2
1
4
3
Litauen
Litauen
2
-1
1
4
Niederlande
Niederlande
0
0
0
5
Malta
Malta
2
-3
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
2
2
6
2
Rumänien
Rumänien
2
3
3
3
Zypern
Zypern
2
1
3
4
Österreich
Österreich
0
0
0
5
San Marino
San Marino
2
-6
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
2
7
6
2
Estland
Estland
2
0
3
3
Israel
Israel
2
-1
3
4
Italien
Italien
0
0
0
5
Moldawien
Moldawien
2
-6
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Nordmazedonien
Nordmazedonien
2
3
4
2
Wales
Wales
2
2
4
3
Kasachstan
Kasachstan
2
0
3
4
Belgien
Belgien
0
0
0
5
Liechtenstein
Liechtenstein
2
-5
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
2
5
6
2
Albanien
Albanien
2
1
3
3
Lettland
Lettland
2
-2
3
4
Serbien
Serbien
0
0
0
5
Andorra
Andorra
2
-4
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Tschechien
Tschechien
2
5
6
2
Montenegro
Montenegro
2
3
6
3
Kroatien
Kroatien
0
0
0
4
Färöer
Färöer
2
-2
0
5
Gibraltar
Gibraltar
2
-6
0
Qualifiziert
Playoffs
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