«Wird nicht die letzte sein, die sich eine Auszeit nimmt»
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Crnogorcevic über Wälti-Pause:«Wird nicht die letzte sein, die sich eine Auszeit nimmt»

Wälti-Pause – jetzt reden die Mitspielerinnen
«Lia wird nicht die Erste und nicht die Letzte sein»

Für Gesprächsstoff rund um die 1:2-Pleite gegen Island sorgt eine, die gar nicht dabei war: Lia Wälti. Ihre Mitspielerinnen zeigen Verständnis für das Timeout des Nati-Captains.
Publiziert: 12.04.2023 um 14:33 Uhr
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Aktualisiert: 12.04.2023 um 15:13 Uhr
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Noelle Maritz erholt sich am besten im Austausch oder im Kreis ihrer Familie.
Foto: TOTO MARTI
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Die vorzeitige Abreise von Lia Wälti aus dem Nati-Camp vor dem Osterwochenende ist ungewohnt. Ihre Mitteilung auf Instagram, in der sie von psychologischer und mentaler Erschöpfung spricht, wirft Fragen auf. Nimmt sich die Mittelfeldspielerin von Arsenal nur eine kurze Auszeit? Oder fällt der Nati-Captain länger aus?

Für Nati- und Arsenal-Teamkollegin Noelle Maritz ist klar, dass Wälti in zehn Tagen, wenn Arsenal im Halbfinal-Hinspiel der Champions League in Wolfsburg antritt, wieder dabei sein wird. «Es ist jetzt die einzige Möglichkeit, dass Lia einmal mehr als ein oder zwei Tage den Kopf lüften kann. In den letzten Wochen ging es Schlag auf Schlag und sie hat jedes Spiel gemacht.»

«Jeder Mensch ist anders»

Wälti habe es verdient, etwas abzuschalten, so Maritz. «Wir brauchen sie in den kommenden Wochen sowohl bei Arsenal als auch in der Nati bei 100 Prozent.» Maritz selbst ist sich solche Situationen gewohnt, seit sie 2013 vom FCZ zu Wolfsburg in die Bundesliga wechselte. «Es geht in jedem Spiel um etwas. Jedes Spiel ist eine Drucksituation und für jede Spielerin physisch und mental sehr anspruchsvoll.» Arsenal befindet sich auch in der englischen Liga mitten im Titelrennen.

Die in den USA aufgewachsene Maritz spürt keine Verschleisserscheinungen. «Ich fühle mich gut, aber jeder Mensch ist anders. Ich finde es schön, in all diesen Wettbewerben dabei zu sein.» Um vom ganzen Trubel abzuschalten, erholt sie sich Maritz am liebsten zu Hause, wo sie oft mit Freunden und der Familie telefoniert. Die kurze Pause nach dem Nati-Zusammenzug nutzt sie, um ihre Familie im Thurgau zwei Tage zu besuchen, ehe es zurück nach London geht.

Arbeit mit Sportpsychologen

Auch Ana-Maria Crnogorcevic hat Verständnis für Wältis Abreise. «Viele sehen nicht, was alles dahinter steckt und all die 1000 Dinge, die auf einen einprasseln», so Crnogorcevic, die mit Wälti gut befreundet ist. Wichtig sei, dass man in sich reinhöre und die Warnsignale frühzeitig erkenne. Auch Crnogorcevic steht mit dem FC Barcelona im Halbfinal der Champions League, zweimal gewann sie bereits die wichtigste Trophäe im Klubfussball.

Die Stürmerin arbeitet mit einem Sportpsychologen zusammen. Es gebe Momente, in denen man am liebsten in die Ferien fahren würde, so Crnogorcevic. «Du willst 100 Prozent geben, aber es geht nicht. Der Tank ist leer.» Das könne passieren, aber da müsse man durch. «Lia wird nicht die Erste und nicht die Letzte sein, der das passiert.»

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