Teststart: So wählten die Teams ihren Gummi
Antonelli Schnellster im «Kühlschrank» von Bahrain

Die Formel 1 startete um 10 Uhr Lokalzeit (8 MEZ) bei nur 13 Grad mit dem ersten Testtag in Bahrain ins Jahr 2025. Bei Halbzeit nach vier Stunden führte Superkind Antonelli (18) im Mercedes. Hülkenberg lag als Neunter im Sauber 0,741 zurück.
Publiziert: 12:38 Uhr
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Aktualisiert: 13:56 Uhr
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Kimi Antonelli überzeugt beim Teststart.
Foto: Lukas Gorys

Auf einen Blick

  • Bestzeit bei den ersten Formel-1-Testfahrten stellt Neuling Kimi Antonelli auf
  • Nico Hülkenberg übt sich bei Sauber als Motivator
  • Kann Red Bull den Traumstart von letzter Saison wiederholen?
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
Roger Benoit, Bahrain

Interessant, was die Teams für die drei Tage bei Pirelli als Gummimaterial bestellten. Zur Auswahl standen die harten Mischungen C1 und C2 (der Unterschied sind die weissen Farbkreise), die gelben Medium-Reifen C3 und C4 sowie die weichen und roten Pneus von C5 und C6. Dazu kamen die grünen Intermediates und die blauen Regenreifen. Auch wenn in der stürmischen und bewölkten Wüste momentan kein neuer Regen angesagt ist.

Nur Ferrari und Williams weich

Jedes Team durfte 35 Sätze auswählen. Aston Martin und Alpine sind nur mit den drei härtesten Mischungen unterwegs, peilen also kaum Superzeiten an.

Den weichsten Gummi (C5 und C6) setzen nur Ferrari und Williams mit je einem Satz ein. Für eine nasse Piste wären nur Aston Martin und Haas ausgerüstet! Sauber hat fast das gleiche Sortiment wie Weltmeister McLaren ausgewählt. Nur beim C4 bestellten die Hinwiler drei Sätze, McLaren nur einen.

Wieder Bullen-Traumstart?

Vor einem Jahr schien die Sache klar: Red Bull startete in den ersten zehn Rennen bis Barcelona mit sieben Verstappen-Siegen und einem zweiten Rang des Holländers sowie vier Podestplätzen von Pérez. McLaren konterte mit einem Erfolg (Norris in Miami), fünf zweiten und einem dritten Platz.

Dann wechselte das Bild. McLaren verstand den bei den Tests noch harmlosen MC38 immer besser. Red Bull geriet in die Krise. Und wurde am Ende in der Team-WM auch noch von Ferrari geschnappt. Wiederholt sich 2025 die Geschichte?

Asphalt nur 23 Grad

Nach einer Stunde (von total 24) hatten sich neun Autos eine Zeit gutschreiben lassen: Albon führte vor Oldie Alonso (43), Lawson, Doohan, Tsunoda, Hülkenberg, Antonelli, Hamilton und Bearman. Nur Weltmeister McLaren drehte mit Piastri noch keine Zeitrunde. Inzwischen war die Temperatur auf 15 Grad gestiegen. Der Asphalt war mit 23 Grad fast zu kalt.

Bahrain-Tests 1.Tag (Halbzeit)

1. Antonelli (Mercedes) 1:31,428
2. Lawson (Red Bull) 1:31,560
3. Albon (Williams) 1:31,563
4. Tsunoda (Racing Bulls) 1:31,610
5. Hamilton (Ferrari) 1:31,834
6. Doohan (Alpine) 1:31,841
7.Alonso (Aston Martin) 1:31,874
8. Piastri (McLaren) 1:32,084
9. Hülkenberg (Sauber) 1:32,169
10. Bearman (Haas) 1:35,5221

1. Antonelli (Mercedes) 1:31,428
2. Lawson (Red Bull) 1:31,560
3. Albon (Williams) 1:31,563
4. Tsunoda (Racing Bulls) 1:31,610
5. Hamilton (Ferrari) 1:31,834
6. Doohan (Alpine) 1:31,841
7.Alonso (Aston Martin) 1:31,874
8. Piastri (McLaren) 1:32,084
9. Hülkenberg (Sauber) 1:32,169
10. Bearman (Haas) 1:35,5221

Am Nachmittag kommen dann die Teamkollegen auf der 5,412 km langen Piste zum Einsatz. Damit beginnen die heissen Duelle bei den zehn Teams. Oder der Prestigegedanke tritt erstmals 2025 in den Vordergrund. Der eigene Kollege ist und bleibt ein echter Massstab.

Bortoleto fährt mit Super-Max

Bei Sauber muss der neuen Mannschaft zum Start Kredit eingeräumt werden. Nico Hülkenberg (37) war vom Start weg vorne dabei. Der Deutsche will das zukünftige Audi-Team schon mal nach vorne bringen. Und übt sich als Motivator: «Das Auto hat sicher das Potenzial, um die Gesichter der Mitarbeiter bald wieder fröhlich zu sehen.»

Man darf nach dem Debakel 2024 (nur vier Punkte) jetzt keine schnellen Wunder erwarten. Doch auch Gabriel Bortoleto (20) ist hochmotiviert. Der Brasilianer unterhielt sich vor dem Teststart hier lange mit Weltmeister Max Verstappen (27). Klar, die beiden fahren beim Sim-Racing für «Red Line» im gleichen Team!

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