Aufstiegshoffnungen leben
Doch noch ein Happy End für den EHC Arosa?

Am Dienstag hat der Verband verkündet, dass der EHC Arosa nicht aufsteigen kann. Der Traditionsverein hat darauf erbost reagiert. Doch inzwischen hat man sich wieder angenähert. Darf Arosa jetzt trotzdem aufsteigen?
Publiziert: 11:13 Uhr
|
Aktualisiert: vor 7 Minuten
1/4
Der EHC Arosa sorgt derzeit für Gesprächsstoff, weil ihn der Verband nicht aufsteigen lassen will.
Foto: PKP/Pius Koller
RMS_Portrait_AUTOR_378.JPG
Marcel AllemannReporter Eishockey

Bis Montag um Mitternacht hätte der EHC Arosa sein Aufstiegsbegehren unterzeichnen müssen, um von der MyHockey League in die Swiss League aufzusteigen. Dies wollten die Bündner nach einem Verwaltungsratsbeschluss auch tun, jedoch mit der Bedingung, dass ihre «Arosa Ice Classic» zwischen Weihnachten und Neujahr auch in der Swiss League ausgetragen werden darf. Zu diesem Anlass wird jeweils ein Verein aus der National League für ein Spiel nach Arosa eingeladen. Der Eintagesanlass ist für den Klub wirtschaftlich enorm wichtig.

Eine Antwort darauf erhielten die Bündner nicht, wie sie am Dienstagmittag unter anderem in einer erbosten Medienmitteilung betonten. Stattdessen stellte der Verband in einer eigenen Mitteilung klar, dass Arosa nicht aufsteigen kann, da die Aufstiegsvereinbarung nicht rechtzeitig unterzeichnet wurde. Trotz dieser grossen Enttäuschung äusserte Arosa-Präsident Christian Winzeler gegenüber Blick bereits am Dienstag die Hoffnung, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

Eine Hintertüre scheint aufzugehen

Und so ist es auch. Im Lauf des Dienstags liefen die Telefondrähte zwischen der Verbandsgeschäftsstelle in Glattbrugg ZH und dem Wintersportort in den Bündner Bergen heiss. Und so sagt Arosa-CEO Christian Modes am Mittwochvormittag zu Blick: «Vielleicht geht eine Hintertüre auf. Wir halten jetzt die Füsse still, warten ab und hoffen, dass es positiv herauskommt.» Der Verband hat am Mittwochvormittag seinerseits mit einer neuerlichen Medienmitteilung auf den Fall reagiert. Darin steht unter anderem: «Gespräche mit allen Beteiligten zur Erarbeitung möglicher Lösungen sind bereits im Gang.» Also doch noch ein Happy End?

Dass der EHC Arosa nur wegen eines für ihn wichtigen Eintagesanlasses zwischen Weihnachten und Neujahr, den der Verband nicht genehmigen will, nicht aufsteigen kann, dürfte kaum jemand nachvollziehen. Erst recht nicht, da der Traditionsverein mit seiner Ausstrahlung eine enorme Bereicherung für die mit Problemen kämpfende Swiss League wäre. Der Verband betont in seiner Medienmitteilung, die in erster Linie dem eigenen Image dient, dass «ein Aufstieg nicht kurzfristig an nachträgliche Bedingungen geknüpft werden könne, die nicht Teil der ursprünglichen Regularien waren».

Mannschaft sportlich auf Aufstiegskurs

Die Mannschaft des EHC Arosa hat sich übrigens vom ganzen Theater am Dienstag nicht beeindrucken lassen und im ersten Playoff-Viertelfinalspiel in der MyHockey League gegen Thun mit 5:2 gewonnen. Damit fehlen ihr noch zwei weitere Siege, um die sportlichen Aufstiegskriterien zu erfüllen. Mittlerweile ist das Team von Ex-Star Rolf Schrepfer seit sieben Spielen ungeschlagen.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Fehler gefunden? Jetzt melden
Was sagst du dazu?