Gründe für diese Zahlen sind laut Experten der Überkonsum. Was man sich nicht leisten kann, wird per Kreditkarte oder auf Rechnung bestellt. Bezahlt wird erst viel später, oder eben teils gar nicht.
Und genau diese Einstellung wird von der Blick-Community scharf kritisiert, wie ein Blick in die Kommentarspalte zeigt.
Das meint die Community
So kritisiert Leser Roger Frei die heutigen Bezahlmöglichkeiten, die allen zur Verfügung stehen. «Ich denke, Kreditkarten, Twint etc. sind für die Jungen nicht gut», kommentiert er. Wenn man bar zahle, überlege man sich nämlich zweimal, ob man es sich leisten könne, findet er. Ähnlich sieht es Heike Chambli. «Zahlt man bar, wird einem eher bewusst, wie schnell man sein Geld los ist», schreibt sie. Und doppelt gleich nach: «Bei Twint sieht man es zwar ein paar Minuten später auf dem Konto, aber erst, wenn es weg ist.»
Doch nicht alle sehen bei den digitalen Zahlungsmöglichkeiten das Problem, sondern viel mehr beim Unwissen über seine eigenen Finanzen. So auch Beat Siegenthaler. Er ist der Meinung, dass Finanzen ein Pflichtfach in der Schule sein müsste. «Viele junge Menschen lernen den Umgang mit Geld gar nie und stecken dann im Erwachsenenalter ganz schnell in der Kreide», meint er.
Dem kann Andrea Portapia nur zustimmen. «Es ist ein Teufelskreis: Man wird überschwemmt mit Angeboten, alles wird in Raten angeboten», erklärt sie. Und da bräuchte es eben mehr Aufklärung. «Ich finde, das Thema gehört in den Unterricht!»
Nicole Lighty sieht die Verantwortung aber nicht nur in der Schule, sondern auch bei den Eltern. Aber: «Viele Eltern können auch nicht mit Geld umgehen. Auch, dass man nicht immer alles haben kann, oder sparen muss», schreibt sie. Damit man die Schulden nicht ein Leben lang mit sich schleppt, teilt sie gleich einen Tipp mit der Leserschaft: «Wenn der Lohn kommt, zuerst die Zahlungen machen und einteilen – und erst danach shoppen gehen!»
Und auch Leser Erwin Schindler teilt noch einen wichtigen Tipp: «Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.»