Trump über Zölle mit der Schweiz
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Lang erwartete Rede:Trump über Zölle mit der Schweiz

Das sagt die Blick-Leserschaft zu Trumps Zöllen
«Ich gehe nicht mehr in die USA, verkaufe meinen Tesla»

Trumps neue Zölle treffen die Schweiz hart. Während die Politik noch über die Auswirkungen diskutiert, ziehen viele Schweizerinnen und Schweizer bereits ihre eigenen Konsequenzen: Sie rufen zum Boykott von US-Produkten auf – von Tesla bis McDonald's.
Publiziert: 03.04.2025 um 11:29 Uhr
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Aktualisiert: 03.04.2025 um 12:21 Uhr
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Am 2. April hat US-Präsident Donald Trump der Welt das US-Zollpaket vorgestellt.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Trump plant 31% Zölle auf Schweizer Importe
  • Schweizer Bürger rufen zum Boykott von US-Produkten auf
  • USA verzeichnen 38,5 Milliarden Franken Handelsdefizit mit der Schweiz
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Sarah RiberzaniCommunity Editor

US-Präsident Donald Trump hat seine Handelspolitik erneut verschärft – und diesmal auch die Schweiz ins Visier genommen. In einer Rede kündigte er an, Importe aus der Schweiz mit Zöllen von 31 Prozent zu belegen. Dies soll eine Reaktion auf die Zölle von 61 Prozent sein, welche die Schweiz angeblich auf US-Produkte erhebt – eine Zahl, die hierzulande für Verwunderung sorgt.

Offenbar basiert diese Berechnung auf einem Vergleich des Handelsdefizits: Die USA verzeichnen im Warenhandel mit der Schweiz ein Minus von 38,5 Milliarden Franken, während der Schweizer Export in die USA bei 63,4 Milliarden Franken liegt. Teilt man diese Werte, ergibt sich ein Verhältnis von 60,7 Prozent – aufgerundet 61 Prozent. Es zeichnet sich dementsprechend immer mehr ab, dass die US-Regierung einfach alle Länder abstraft, die mehr Güter in die USA exportieren als sie von dort importieren. 

Boykottaufrufe und Reaktionen in der Schweiz

Trumps Zoll-Wahnsinn sorgt nicht nur in der Politik, sondern auch in der Schweizer Bevölkerung für Aufruhr. Viele Schweizerinnen und Schweizer sind nicht bereit, Trumps Verhalten einfach hinzunehmen – und suchen nach Möglichkeiten, selbst ein Zeichen zu setzen. So sieht auch Leser René Meier die Konsumenten in der Pflicht: «Wenn der Bundesrat weiter schläft, sollte die Schweizer Bevölkerung möglichst viele US-Produkte, wenn immer möglich, boykottieren. Mit Tesla hat es ja funktioniert», kommentiert er. 

Leser Thomas Müller schlägt in die gleiche Richtung: «Ich gehe nicht mehr in die USA, verkaufe meinen Tesla, nutze keine US-Social-Media-Plattformen mehr, gehe nicht mehr zu McDonald's, Starbucks etc., kaufe nicht mehr bei Amazon und Apple. Wir können alle etwas gegen Trump machen!»

Leserin Riccarda Willi setzt ebenfalls auf einen konsequenten Boykott. «Einfach alles aus den USA stoppen, was möglich ist. Auf jeden Fall keinen Urlaub in Amerika, Hawaii oder Alaska sowie McDonald's, Starbucks, Burger King etc. meiden – und vor allem Teslas. Geben wir uns einen Ruck, liebe Schweizer! Europe first!», schreibt sie.

«Besser durchhalten, als trotzen wie Kleinkinder!»

Neben der weit verbreiteten Kritik an Trumps Zollpolitik gibt es auch vereinzelt Stimmen, die vor den möglichen negativen Folgen eines Boykotts warnen. Leserin Mona Kunz findet: «Was hier geschrieben wird, ist einfach nur dumm. Wenn keine US-Ware mehr gekauft wird, gibt es eine riesige Kettenreaktion – von Arbeitgebern bis zu Arbeitnehmern. Produkte müssen verkauft werden, davon leben die Hersteller. Donald Trump bleibt nicht ewig an der Macht. Besser durchhalten und zusammenstehen, als trotzen wie Kleinkinder!» 

Auch Leser John Behl zeigt eine eher lockere Haltung gegenüber Trumps Massnahmen: «Warum sollte er keine Zölle erheben? Und was ist daran falsch, die Produktion ins eigene Land zurückzuholen? Das schafft langfristig mehr Arbeitsplätze, und die Waren müssen nicht um die halbe Welt transportiert werden!» Seiner Meinung nach sollte man in der Schweiz ebenfalls viel höhere Zölle erheben. «Das würde diesen sinnlosen Billig-Konsumwahn bremsen», meint er. 

User Roland Müller blickt gar optimistisch auf die Zukunft: «Die Schweizer Firmen haben schon grössere Herausforderungen gemeistert – sei es die Pandemie oder der starke Schweizer Franken im Vergleich zum Euro. Nur Geduld! Die Innovationskraft unserer KMU wird auch diese Krise bewältigen.» 


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