Darum gehts
- Tesla Model 3 überzeugt auf Langstrecke trotz Herausforderungen für den Konzern
- Überarbeitetes Design verbessert Aerodynamik und senkt Verbrauch
- Verbrauch bei 17,5 kWh/100 km auf Autobahn, 14,8 kWh/100 km im Alltag
Beim US-Autokonzern Tesla herrscht momentan Aufregung. Die Verkaufszahlen brechen weltweit ein, das erste Quartalsergebnis in diesem Jahr ist gar noch schlechter als erwartet. Grund sind nicht zuletzt die politischen Kapriolen von Tesla-Chef Elon Musk (53). Immerhin: Die Auffrischungen der Bestseller Model 3 und Model Y sowie diverse neue Updates sorgen für positives Feedback. Mit der Limousine Model 3 als reichweitenstarke Long-Range-Variante ging es für uns auf die Langstrecke von Zürich nach Berlin. Abseits des Tesla-Trubels wollten wir wissen: Wie gut sind die US-Stromer tatsächlich noch?
Vor der Fahrt
Das überarbeitete Model 3 sieht im Vergleich zum Vorgänger deutlich moderner und schicker aus – es könnte sich gar um eine neue Generation handeln. Geschmeidige Linien und neue Scheinwerfer schmeicheln dem Auge, verbessern die Aerodynamik – und senken somit den Verbrauch. Unseren Test fuhren wir mit der Version mit maximaler Reichweite und Heckantrieb, die bis zu 702 Kilometer Reichweite verspricht und laut Tesla nur 13,6 kWh auf 100 Kilometer verbrauchen soll. Platz im Kofferraum ist für unser Reisegepäck genug vorhanden. Dafür sorgen 682 Liter Stauraum. Mit der Eingabe der Zieldestination in den Tesla-Bordcomputer errechnet dieser die ideale Route, auf der auch die Ladestationen inklusive Ladedauer angezeigt werden. Sehr hilfreich.
Auf der Strasse
Das Gepäck ist verstaut, das Navi aktiviert, die Fahrt kann starten. Schon nach den ersten Kilometern auf der Autobahn merken wir, wie geschmeidig sich der 4,72 Meter lange Stromer fährt. Das Einstellen des Lenkwiderstands zwischen leicht, standard und schwer auf dem grossen Infotainment-Screen hilft dabei. Generell sind wir oft mit dem 15,4 Zoll grossen Touchscreen in Berührung, da fast alle Fahrfunktionen darüber gesteuert werden. Selbst die Fahrstufe muss so angewählt werden. Unser Testwagen verfügt über 320 PS (235 kW) und leistet 450 Nm Drehmoment – genug, um auch mal auf der deutschen Autobahn ordentlich Gas zu geben. Bei Tempo 203 ist jedoch Schluss.
Das war gut
Nach über acht Stunden Fahrerei und vier Ladestopps ist das Ziel Berlin erreicht. Ein Blick auf den Verbrauch erstaunt. Zwar schafften wir die Werksvorgabe von 13,6 kWh/100 km nicht ganz. Aber auch unsere 17,5 kWh/100 km dürfen sich sehen lassen – vor allem bei derart grossem Autobahnanteil. Im normalen Alltag waren wir dagegen gar mit ausgezeichneten 14,8 kWh/100 km im Schnitt unterwegs. Auch punkto Komfort gibts auf der langen Reise keine Abstriche. Viel Platz auf bequemen Sitzen. Die drei Ladepausen, die insgesamt nicht mehr als 50 Minuten in Anspruch nahmen, waren die perfekte Gelegenheit, um sich kurz zu entspannen oder sich im Entertainment-System zu vergnügen.
Antrieb: 1 Elektromotor, 320 PS (235 kW), 450 Nm, Heckantrieb, Akku 79 kWh, Laden AC/DC 11/250 kW
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 5,2 s, Spitze 203 km/h, Reichweite WLTP/Test 629/451 km
Masse: L/B/H 4,72/1,93/1,44 m, Gewicht 1822 kg, Laderaum 594 l + 88 l Frunk
Umwelt: WLTP/Test (Autobahn) 13,6/17,5 kWh/100 km, 0 g/km CO₂ lokal, Energieklasse A
Preise: ab 45'980 Franken, Testwagen mit Optionen 47’280 Franken
Antrieb: 1 Elektromotor, 320 PS (235 kW), 450 Nm, Heckantrieb, Akku 79 kWh, Laden AC/DC 11/250 kW
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 5,2 s, Spitze 203 km/h, Reichweite WLTP/Test 629/451 km
Masse: L/B/H 4,72/1,93/1,44 m, Gewicht 1822 kg, Laderaum 594 l + 88 l Frunk
Umwelt: WLTP/Test (Autobahn) 13,6/17,5 kWh/100 km, 0 g/km CO₂ lokal, Energieklasse A
Preise: ab 45'980 Franken, Testwagen mit Optionen 47’280 Franken
Das war schlecht
Dass man an Bedienungshebeln und -knöpfen im Cockpit gespart hat, sorgt unter Kunden und im Netz für gemischte Meinungen. Auch bei uns stösst das Update nicht auf viel Gegenliebe. Für jede noch so kleine Änderung oder Anpassung, wie zum Beispiel die Aussenspiegel verstellen oder eine andere Fahrstufe einlegen, müssen wir uns am Bildschirm durchtippen. Andererseits ist es fasziniert, wie frei der Blick ohne Bedienelemente auf die Strasse fällt. Doch an den Blinker im Lenkrad werden wir uns wohl nie gewöhnen – unpraktisch vor allem in Innenstädten wie Zürich oder Berlin. Und auch der ständige Kontrollblick aufs Tempo auf dem Mitteldisplay nervt, weil so der Blick vom Strassengeschehen abgelenkt wird – ein Head-up-Display wäre in solchen Fällen sinnvoll.
Das bleibt
Abschliessend dürfen wir festhalten: Auch wenn Elon Musk aktuell für seine wirren Politaktionen stark unter Beschuss steht, seine Autos sind weiterhin gut. Das überarbeitete Model 3 ist ein äusserst effizientes und reichweitenstarkes Elektroauto, zu einem äusserst fairen Preis. Schon ab 45’980 Franken ist das Tesla Model 3 mit maximaler Reichweite und Heckantrieb zu haben. Zur Auswahl stehen zudem noch das gleiche Modell, aber mit 4x4 sowie die Standard- oder die Performance-Variante. Zwar sind in den Fahrzeugen einige Features verbaut, die so nicht unbedingt üblich sind, jedoch dürfte man sich als Teslafahrer mit der Zeit auch an diese gewöhnen.
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