Falsche Reichweiten-Angaben
Tesla soll geschummelt haben

Gemäss der Nachrichtenagentur Reuters soll Tesla falsche Angaben zur Reichweite seiner Elektroautos gemacht haben. Um Kunden von Beschwerden abzuhalten, habe der US-Hersteller gar ein eigenes sogenanntes Diversion-Team aufgestellt.
Publiziert: 05.08.2023 um 11:07 Uhr
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Bekanntlich gehört die Reichweite zu den wichtigsten Kaufkriterien bei Elektroautos.
Foto: zvg.
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Raoul SchwinnenRedaktor Auto & Mobilität

Die Geschichte liegt schon etwas zurück, ist deshalb aber nicht weniger brisant. Laut der Nachrichtenagentur Reuters soll der US-Elektroauto-Pionier Tesla die Reichweiten-Angaben seiner Fahrzeuge bewusst manipuliert haben.

Bekanntlich gehört die Reichweite zu den wichtigsten Kaufkriterien bei Elektroautos. Um diesbezüglich zu brillieren, soll Tesla bei den Angaben der Reichweiten geschummelt haben. Und zwar bei den Werbeanzeigen als auch im Fahrzeug selbst.

Eingriff per Software

Per Software-Eingriff sei bestimmt worden, dass die Tesla-Fahrzeuge bei vollem Akku eine höhere Reichweite anzeigen, als sie tatsächlich hätten. Erst bei einem Akkustand von weniger als 50 Prozent hätten die Tesla dann realistischere Angaben gemacht, schreibt Reuters. Der Befehl zur Schummelei soll gemäss Insidern vor zehn Jahren von Tesla-Boss Elon Musk (52) persönlich gekommen sein.

Weil Tesla auch in der Werbung bei den Angaben zur Reichweite übertrieb, weckte dies bei den Kundinnen und Kunden falsche Erwartungen. In der Folge beklagten sich bei Tesla viele über die zu geringe Reichweite ihres Fahrzeugs. Um die Beschwerden abzuwiegeln, soll Tesla eine eigene Abteilung, das sogenannte «Diversion Team» gegründet haben. Dieses sollte die enttäuschte Kundschaft davon abhalten, in die Servicecenter zu rennen, die aufgrund der vielen Anfragen bereits überlastet waren.

Schummelei nur in Amerika?

Die renommierte Nachrichtenagentur Reuters bezieht sich bei ihrem Schummel-Bericht nur auf Vorfälle in Amerika. Nicht bekannt ist, ob auch andere Märkte betroffen sind und ob die Manipulations-Software auch in aktuellen und populären Tesla-Modellen wie dem Model 3 oder Model Y aktiv ist. Bekannt ist allerdings, dass südkoreanische Behörden Tesla Anfang dieses Jahres wegen falscher Reichweiten-Angaben auf der Website zu einer Geldstrafe verurteilt haben.

Wie auch immer: der Dieselskandal aus Deutschland lässt grüssen – und die jüngsten Vorwürfe gegen Tesla werfen erneut ein schlechtes Licht auf die Autobranche, die ihre Kundinnen und Kunden offenbar gerne mal an der Nase herumführt.

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