Nur Adrenalin-Spritze hätte sofort geholfen
US-Studentin (†21) stirbt nach Panino-Zmittag

Tragischer Vorfall in Rom: Eine junge Amerikanerin erlag nach dem Essen eines Sandwiches einem anaphylaktischen Schock. Bettina Ravazzolo vom «aha! Allergiezentrum Schweiz» erklärt, warum das Kortisonpräparat, das ihr Freunde verabreichten, sie nicht rettete.
Publiziert: 04.04.2025 um 11:20 Uhr
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Aktualisiert: 04.04.2025 um 14:34 Uhr
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Pollenallergie: Niesen und tränende Augen gehören zu den harmlosesten Symptomen einer Allergie.
Foto: Imago

Darum gehts

  • US-Studentin stirbt in Rom nach Verzehr eines Panino durch anaphylaktischen Schock
  • Anaphylaktischer Schock ist eine lebensbedrohliche allergische Reaktion auf bestimmte Allergene
  • Notfallsets sind individuell und werden von einem Arzt verschrieben
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Natascha RuggliRedaktorin News Desk

Ei, Pollen, Staub, Insekten: Die Liste von Dingen, auf die Menschen allergisch reagieren können, ist lang. Juckende Haut, Bauchweh, Niesen, geschwollenes Gesicht: Die Liste von Reaktionen ist meist noch länger. Im schlimmsten Fall kommt es zum anaphylaktischen Schock, der tödlich enden kann.

Wie fatal ein anaphylaktischer Schock sein kann, zeigt nun ein Fall aus der italienischen Hauptstadt Rom. Eine US-Amerikanerin (†21), die in Rom studierte, verstarb am Dienstagnachmittag. Schuld war offenbar ein Panino. Kurz nach dem Verzehr brach sie zusammen. 

Als die Ambulanz eintraf, versuchte man, sie wiederzubeleben. Erfolglos: Sie verstarb noch vor Ort. Wie man später herausfand, litt das Mädchen an einer Lebensmittelallergie. Sie sprach kein Italienisch und der Sandwichverkäufer wusste nichts von ihrer Allergie, schreibt «La Stampa». Die Ermittler vermuten hinter dem plötzlichen Tod der jungen Studentin einen anaphylaktischen Schock. An welcher Allergie sie genau litt, ist unklar.

Symptome bei einer Allergie

Die Beschwerden, die bei einer Allergie auftreten, können sich auf verschiedene Regionen des Körpers aufteilen.

Atemwege: Niesen, laufende Nase, Juckreiz in Mund und Rachen

Augen: Jucken, Tränen, angeschwollene Lider

Haut: Pusteln, Quaddeln, Rötungen, Schwellungen und Ausschläge

Verdauung: Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe und Durchfall; könnte auf eine Lebensmittelallergie hindeuten

Herz-Kreislauf-System: Wenn der Kreislauf abstürzt und kalter Schweiss austritt, kann es sich um einen allergischen Schock (anaphylaktischer Schock) handeln. Dieser kann bei Insektenstichen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Medikamentenallergien auftreten und im schlimmsten Fall tödlich enden. In einem solchen Fall muss unbedingt der Notarzt gerufen werden.

Die Beschwerden, die bei einer Allergie auftreten, können sich auf verschiedene Regionen des Körpers aufteilen.

Atemwege: Niesen, laufende Nase, Juckreiz in Mund und Rachen

Augen: Jucken, Tränen, angeschwollene Lider

Haut: Pusteln, Quaddeln, Rötungen, Schwellungen und Ausschläge

Verdauung: Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe und Durchfall; könnte auf eine Lebensmittelallergie hindeuten

Herz-Kreislauf-System: Wenn der Kreislauf abstürzt und kalter Schweiss austritt, kann es sich um einen allergischen Schock (anaphylaktischer Schock) handeln. Dieser kann bei Insektenstichen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Medikamentenallergien auftreten und im schlimmsten Fall tödlich enden. In einem solchen Fall muss unbedingt der Notarzt gerufen werden.

Lebensbedrohliche allergische Reaktion

Doch was passiert im Körper, wenn man einen anaphylaktischen Schock hat? Expertin Bettina Ravazzolo vom «aha! Allergiezentrum Schweiz» kennt sich aus. «Ein anaphylaktischer Schock ist eine lebensbedrohliche allergische Reaktion.» Der Körper zeigt beim Kontakt mit Allergenen wie bestimmten Lebensmitteln, Insektenstichen oder Medikamenten eine heftige Reaktion. Ravazzolo erklärt: «Er schüttet grosse Mengen an Botenstoffen wie Histamin aus.» Als Beispiele häufiger Reaktionen nennt sie Juckreiz, Atemnot, Herzrasen oder Erbrechen.

Behandlung ist hochindividuell

«Ohne Behandlung kann ein anaphylaktischer Schock zum Tod führen», weiss die Expertin. Es sei daher dringend notwendig, bei einem Verdacht auf eine Allergie eine allergologische Abklärung durchzuführen. So könne der behandelnde Arzt Medikamente für ein Notfallset verschreiben und dem Allergiker genau erklären, wie er vorgehen muss. «Bei einer anaphylaktischen Reaktion ist die Adrenalin-Fertigspritze das einzige Medikament, das sofort wirkt», so Ravazzolo. Allerdings sei das Notfallset hochindividuell. Andere Gegenmittel, die sie erwähnt, sind Antihistaminika in Tabletten- oder Tropfenform oder Asthma-Sprays für die Atemwege.

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Gemäss «La Stampa» verabreichten ihre Freunde der Studentin in Rom vor ihrem Tod noch das Medikament Bentelan, um die allergische Reaktion zu stoppen. Bei Bentelan handelt es sich um den italienischen Markennamen des Wirkstoffs Betmethason, erläutert Ravazzolo. Das sei ein Kortisonpräparat, das bei Notfallsets für schwere allergische Reaktionen manchmal zum Inhalt gehöre. Und fügt hinzu: «Kortisonpräparate allein können jedoch keine anaphylaktische Reaktion stoppen.»

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