Neue Regierung in Deutschland
Erste Sondierungen zwischen Union und SPD am Freitag

Man will keine Zeit verlieren: Die beiden deutschen Parteien CDU/CSU und SPD treffen sich laut einem Medienbericht bereits am Freitag zu einem ersten Sondierungsgespräch.
Publiziert: 18:43 Uhr
|
Aktualisiert: vor 58 Minuten
1/4
Werden ab Freitag verhandeln: CDU-Chef Friedrich Merz (unten) und SPD-Chef Lars Klingbeil.
Foto: IMAGO/Political-Moments

Auf einen Blick

  • Bericht: CDU/CSU und SPD beginnen Sondierungsgespräche für mögliche Regierungskoalition am Freitag
  • SPD entsendet acht Verhandlungsführer plus Generalsekretär zur Delegation
  • Union veröffentlichte Bild von sechs Männern für Verhandlungen mit Sozialdemokraten
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
RMS_Portrait_AUTOR_250.JPG
Marian NadlerRedaktor News

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, sollen die Sondierungen zwischen der CDU/CSU und der SPD über eine mögliche Regierungskoalition am Freitag beginnen. Zunächst hatte «Bild» vom Termin erfahren. Sowohl die Agentur als auch das Blatt bezieht sich bei ihrer Berichterstattung auf Informationen aus Parteikreisen.

Demnach entsendet die SPD acht Verhandlungsführer plus Generalsekretär Lars Klingbeil (47). Zur Delegation gehören demnach auch Verteidigungsminister Boris Pistorius (64) und Arbeitsminister Hubertus Heil (52). Auch Co-Parteichefin Saskia Esken soll am Verhandlungstisch Platz nehmen.

SPD und Union trennt vieles

Die Union veröffentlichte nach der Wahl ein Bild von sechs Männern, die die Verhandlungen mit den Sozialdemokraten in Angriff nehmen sollten: die Parteichefs Friedrich Merz (69, CDU) und Markus Söder (58, CSU), dazu die Generalsekretäre Carsten Linnemann (47, CDU) und Martin Huber (47, CSU). Hinzu kommen noch Fraktionsgeschäftsführer Thorsten Frei (51, CDU) und Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (54, CSU). Insgesamt sollen aber neun Personen für die Union verhandeln, darunter dürften auch Frauen sein. 

Eine schwarze-rote Koalition ist nach der Bundestagswahl die wahrscheinlichste Regierung. Es werden allerdings schwierige Verhandlungen erwartet – bei Themen wie Migration, Schuldenbremse und Ukraine-Politik gibt es deutliche Differenzen.

Klingbeil gibt keine Garantie

Ausserdem wurde im Wahlkampf viel Vertrauen zwischen den Parteien zerstört. Die SPD warf Merz Wort- und Tabubruch wegen einer gemeinsamen Abstimmung mit der AfD im Bundestag vor. Der CDU-Chef wetterte zuletzt scharf gegen «linke Spinner» und handelte sich dafür den Vorwurf der SPD ein, wie ein «Mini-Trump» aufzutreten.

Klingbeil hat wiederholt deutlich gemacht, dass es keinen Automatismus einer Regierungsbeteiligung gebe: «Ob es zu einer Regierungsbildung kommt, ob die SPD in eine Regierung eintritt, das steht nicht fest», sagte er.

Fehler gefunden? Jetzt melden
Was sagst du dazu?