Gedenkanlass bis Putin-Gruss
So gedenkt die Welt Auschwitz 80 Jahre nach der Befreiung

Jedes Jahr am 27. Januar gedenken die Menschen der Befreiung von Auschwitz-Birkenau und den Millionen Menschen, die unter dem Nazi-Regime verstorben sind.
Publiziert: 27.01.2025 um 19:29 Uhr
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Aktualisiert: 27.01.2025 um 21:24 Uhr
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Der Gedenktag steht dieses Jahr unter dem Motto «We Remember».
Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur

Auf einen Blick

  • Gedenken an Auschwitz-Befreiung vor 80 Jahren mit weltweiten Veranstaltungen
  • Wahrzeichen weltweit mit «We Remember» beleuchtet, Papst ruft zur Erinnerung auf
  • 40 Staats- und Regierungschefs nehmen an Gedenkzeremonie in Auschwitz teil
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Vor 80 Jahren – am 27. Januar 1945 – befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. In dem Lager ermordeten die Nazis mehr als eine Million Menschen – zum Zeitpunkt der Befreiung waren noch rund 7500 Häftlinge am Leben.

Im November 2005 erklärten die Vereinten Nationen den 27. Januar zum weltweiten Gedenktag an die Opfer des Völkermords. Auch dieses Jahr gedenken die Menschen weltweit den Verstorbenen.

Gedenkanlass im Lager

Der Gedenkanlass in Auschwitz wurde vom dortigen Museum und der internationalen Stiftung Auschwitz-Birkenau organisiert. Zusammen mit Holocaust-Überlebenden haben rund 40 Staats- und Regierungschefs sowie Führungspersönlichkeiten internationaler Organisationen an der Zeremonie zum 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz teilgenommen.

Neben Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter, König Charles, Selenski und Macron reisten auch Noch-Kanzler Olaf Scholz und der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Polen. Dieser forderte, die Erinnerung an das grauenvolle Ereignis hochzuhalten, um sicherzustellen, dass so etwas nie wieder passiere.

Der israelische Premierminister Netanyahu blieb der Zeremonie fern – stattdessen nahm der Bildungsminister Yoav Kisch teil. Auch US-Präsident Donald Trump war nicht anwesend. Ihn vertrat eine Delegation.

Wahrzeichen leuchten weltweit

In der gesamten Schweiz wurden am Montag Rathäuser und sonstige öffentliche Gebäude mit dem Schriftzug «We Remember» beleuchtet. Auch am Bundeshaus wird der Schriftzug prangen. Die «We Remember»-Kampagne solle die Welt daran erinnern, welche Konsequenzen es haben kann, wenn Hass ungehemmt wächst, schreibt der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) auf seiner Website.

Auch auf der restlichen Welt wurden Wahrzeichen beleuchtet. Bereits in den vergangenen Jahren leuchteten das London Eye in der britischen Hauptstadt, der Eiffelturm in Paris oder das Empire State Building in New York im Gedenken an die Verstorbenen.

Papst fordert in Rom zu Erinnerung an Holocaust auf

«Der Schrecken der Vernichtung von Millionen von Juden und Andersgläubigen in jenen Jahren kann weder vergessen noch geleugnet werden», so Papst Franziskus nach dem traditionellen Angelus-Gebet am Sonntag vor zahlreichen Gläubigen am Petersplatz. Er rief dazu auf, den Holocaust niemals zu vergessen.

Putin sendet Grusswort

Russland wurde nicht zu der Zeremonie in Polen eingeladen. Putin sandte trotzdem seine Grüsse und erinnerte an die Verdienste der Roten Armee: «Und wir werden uns immer daran erinnern, dass es der sowjetische Soldat war, der dieses schreckliche, totale Übel zerschlug und den Sieg errang, dessen Grösse für immer in der Weltgeschichte bleiben wird.»

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