Darum gehts
- US-Firma will Drohnen gegen Schulschiessereien einsetzen
- Drohnen sollen als Vorhut dienen und Einsatzkräften wichtige Minuten verschaffen
- 2024 gab es an US-Schulen 322 Schiessereien mit 267 Opfern
Schulen sollten ein Ort sein, an dem Kinder und junge Erwachsene in einem geschützten Umfeld lernen können. Ein Ort, an dem man sich mit der besten Kollegin austauscht und auf das Leben vorbereitet wird. Doch aus den USA erreichen uns immer wieder Meldungen von Schiessereien an Bildungsinstitutionen.
Laut der «K-12 School Shooting Database» waren es im Jahr 2024 insgesamt 322. Dabei gab es 267 Opfer, die getötet oder verwundet wurden. In den vergangenen drei Jahren wurden knapp 1000 sogenannte School Shootings registriert.
Campus Guardian Angel, eine Firma mit Sitz in Austin im US-Bundesstaat Texas, will jetzt für mehr Sicherheit sorgen, wie das Branchenportal «Dronelife» berichtet. «Wir haben gesehen, wie effektiv Drohnen gegen bewaffnete Menschen sein können», so CEO Justin Marston.
Von Zentrale aus gesteuert
Ausgerüstet werden sollen die Drohen mit nicht tödlichen Waffen wie Pfefferspray und Blendgranaten. Wenn ein Schütze dann in einer Schule gesichtet wird, soll ausgebildetes Personal die Drohnen von einer Zentrale aus bedienen.
Den Einsatzkräften sollen so wichtige Minuten verschafft und Leben gerettet werden. «Bei diesen Schulschiessereien sterben die meisten Menschen in den ersten 120 Sekunden», so Marston von Campus Guardian Angel.
Eine Art Polizeihund
«Wir machen den Amokläufer ausfindig und wirken so lange auf ihn ein, bis er sich ergibt.» Laut der Firma sollen die Drohnen auch als eine Art Vorhut oder Polizeihund dienen und die Lage auskundschaften, bis die Polizei eintrifft.
Campus Guardian Angel habe derzeit zwar noch keine Verträge abgeschlossen, war aber an einem gemeinsamen Pilotprojekt zwischen Schulbehörden und der Polizei in Texas beteiligt. Zudem stehe man auch mit der Federal Aviation Administration und weiteren Behörden in Verbindung, um sich im geltenden rechtlichen Rahmen zu bewegen.
Gegründet wurde die Firma 2023 als Reaktion auf die tödliche Schiesserei in einer Grundschule in Uvalde, Texas. Im Mai 2022 verloren 19 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrer ihr Leben.