Technische Revolution
An dieser WM meldet die Maschine, ob es Abseits ist

Die Fifa hat an ihrer halbautomatischen Abseitslinie geschraubt. Steht ein Spieler mindestens zehn Zentimeter im Abseits, meldet sich die Maschine bei den Schiedsrichtern. Dazu werden alle Spieler gescannt und als 3D-Modelle berechnet.
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Das halbautomatische Abseits-System ist neu auf die exakten Körpermasse der Spieler eingestellt.
Foto: FIFA

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Fifa führt 2026 verbessertes System für Abseitsentscheidungen bei WM ein
  • Maschine sendet Signal ab 10 cm Abseits direkt an Schiedsrichter
  • Ball misst 500 Bewegungen pro Sekunde, 16 Kameras analysieren Spielszenen
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Florian RazReporter Fussball

Es ist ein Moment, den Fussballfans hassen. Der Ball liegt im Tor, man liegt sich in den Armen. Dann kommt der Video-Assistent und entdeckt irgendwo im Spielaufbau ein Abseits. Zu früh gejubelt, das Tor wird zurückgenommen.

Solche Szenen soll es an der WM 2026 möglichst selten geben. Dazu führt der Weltfussballverband Fifa ein verbessertes, halbautomatisches System für Offside ein.

Ein Tonsignal an die Schiedsrichter

Die Technologie wurde schon 2022 in Katar eingesetzt – konnte damals aber nur vom VAR verwendet werden. Neu meldet sich die Maschine selbständig auf den Kopfhörern der Unparteiischen. Entdeckt sie ein klares Abseits, schickt sie ein Tonsignal an die Schiedsrichter im Stadion.

Das System wurde unter anderem an Fifa-Jugendturnieren und an der Klub-WM getestet und verfeinert. Zu Beginn griff die Maschine nur ein, wenn ein Spieler mindestens 50 Zentimeter im Abseits stand. An der WM meldet sie sich nun bereits ab 10 Zentimetern.

Dazu werden 16 Kameras eingesetzt. Der Ball misst 500-mal pro Sekunde seine Bewegungen. Und jeder Spieler wird vor der WM gescannt, um ein 3D-Modell von ihm zu erstellen. Damit sollen die Abseits-Entscheidungen noch besser berechnet werden können. Als Nebeneffekt werden die Spieler nun auf den Computer-Bildern zu erkennen sein, die nach knappen Abseits-Entscheidungen eingeblendet werden.

Die Fifa will mit dem halbautomatischen System nicht nur verfrühten Torjubel verhindern. Ihr geht es darum, dass sich nicht Spieler in Szenen verletzen, die eigentlich abgepfiffen gehört hätten.

Die Entscheidung liegt bei den Schiedsrichtern

Auch wenn die Linienrichter nun den Computer im Ohr haben: Die Entscheidung, ob sie die Fahne heben oder nicht, liegt weiter bei ihnen. Sie müssen entscheiden, ob sie dem Signal vertrauen.

Wobei die Fifa glaubt, dass die Maschine keine Fehler machen wird. «Es ist fast unmöglich, dass ein falsches Signal an die Schiedsrichter geht», sagt Johannes Holzmüller, Director of Innovation bei der Fifa: «Das System meldet sich nur, wenn es sehr zuversichtlich ist, dass es richtig liegt.»

Das halbautomatische System soll auch die Wartezeiten bei Abseitsentscheidungen verkürzen. Trotzdem werden die Fans auch 2026 in einigen Situationen auf die Folter gespannt werden. Der VAR muss selbst tätig werden, wenn die Abseitsstellung weniger als zehn Zentimeter beträgt, wenn ein Spieler am Boden liegt und wenn er verdeckt ist.

Oder auch, wenn es darum geht, ob ein Spieler bei einem Tor dem Goalie die Sicht nimmt. Hier kommen wieder die 3D-Modelle ins Spiel. Mit ihnen kann der Video-Assistent die Szene in einer Computergrafik aus der Sicht des Goalies betrachten. Und so entscheiden, ob er durch einen im Abseits stehenden Spieler irritiert wurde – oder eben nicht.

Auch bei Eckbällen könnten 3D-Modelle genutzt werden

Und noch ein Problem lösen die 3D-Modelle: Beim Sieg der Japaner gegen Spanien 2022 war unklar, ob der Ball beim 2:1-Siegtor im Out gewesen sei. Erst lange nach Spielschluss erklärte die Fifa, der Ball habe mit 1,88 Millimetern noch die Linie berührt.

Solche Diskussionen soll es 2026 nicht mehr geben. Dank der 3D-Bilder und dem Sensor im Ball kann in kürzester Zeit festgestellt werden, ob das Spielgerät die Linie voll überquert hat. Und auch, welcher Spieler zuletzt am Ball war. Etwas, das der VAR an dieser WM auch nutzen dürfte, um bei falschen Eckball-Entscheidungen einzugreifen.

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
1
2
3
2
Südkorea
Südkorea
1
1
3
3
Tschechien
Tschechien
1
-1
0
4
Südafrika
Südafrika
1
-2
0
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
1
0
1
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
1
0
1
3
Schweiz
Schweiz
0
0
0
4
Katar
Katar
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
0
0
0
2
Marokko
Marokko
0
0
0
3
Haiti
Haiti
0
0
0
4
Schottland
Schottland
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
1:0
1
1
3
2
Türkei
Türkei
0
0
0
3
Australien
Australien
0
0
0
4
Paraguay
Paraguay
0:1
1
-1
0
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
0
0
0
2
Curacao
Curacao
0
0
0
3
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
0
0
0
4
Ecuador
Ecuador
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
0
0
0
2
Japan
Japan
0
0
0
3
Schweden
Schweden
0
0
0
4
Tunesien
Tunesien
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
0
0
0
2
Ägypten
Ägypten
0
0
0
3
Iran
Iran
0
0
0
4
Neuseeland
Neuseeland
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
0
0
0
2
Kap Verde
Kap Verde
0
0
0
3
Saudi Arabien
Saudi Arabien
0
0
0
4
Uruguay
Uruguay
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
0
0
0
2
Senegal
Senegal
0
0
0
3
Irak
Irak
0
0
0
4
Norwegen
Norwegen
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
0
0
0
2
Algerien
Algerien
0
0
0
3
Österreich
Österreich
0
0
0
4
Jordanien
Jordanien
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
0
0
0
2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
0
0
0
3
Usbekistan
Usbekistan
0
0
0
4
Kolumbien
Kolumbien
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
0
0
0
2
Kroatien
Kroatien
0
0
0
3
Ghana
Ghana
0
0
0
4
Panama
Panama
0
0
0
K.o.-Phase
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