Darum gehts
- Die Zürcher Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Brian Keller seit April 2026
- Opfer zog Strafantrag nach Vergleich zurück, Keller wurde freigelassen
- Keller war seit 25. April 2026 in Untersuchungshaft
Nach drei Wochen ist er wieder draussen: Brian Keller wurde am Montag aus dem Gefängnis entlassen, wie die Zürcher Staatsanwaltschaft in einer Medienmitteilung verkündete.
«Die anwaltlich vertretenen Parteien haben inzwischen einen Vergleich geschlossen, der auch einen Rückzug des Strafantrags der Geschädigten beinhaltet», heisst es in der Medienmitteilung der Zürcher Staatsanwaltschaft. «Der Beschuldigte wurde heute Nachmittag aus der Haft entlassen. Die Staatsanwaltschaft beabsichtigt, dieses Strafverfahren gegen den Beschuldigten einzustellen.
Gegen Keller lief seit dem 22. April 2026 ein Strafverfahren wegen Verdachts auf Drohung und weitere Delikte. Zuvor war eine entsprechende Anzeige eingegangen.
«Ich bin nicht der Schuldige»
Im Zuge dieses Verfahrens versetzte das Zwangsmassnahmengericht den 30-Jährigen am 25. April 2026 in Untersuchungshaft. Nun kommt Brian Keller wieder frei.
Nach seiner Freilassung hat sich auch Keller selbst geäussert. Er veröffentlichte eine entsprechende Stellungnahme auf seinem Tiktok-Account. «Ich sass wieder einmal unschuldig im Gefängnis wegen einer angeblichen Bedrohung, die nie stattgefunden hat», so Brian.
Sein Anwalt habe nach Eingang der Anzeige die Anwältin der Gegenpartei kontaktiert Schliesslich habe man sich auf einen Vergleich geeinigt. «Jeder andere wäre für das nicht ins Gefängnis gekommen», so Keller. «Es ist ganz klar, dass ich hier nicht der Schuldige bin.»
So wurde Keller bekannt
Brian wurde bereits in jungen Jahren bekannt, als über seine Biografie, verschiedene Heim- und Betreuungssituationen sowie über sein sehr teures Resozialisierungsprogramm berichtet wurde. In dem SRF-Dokfilm aus dem Jahr 2013 wurde er als «Carlos» schweizweit bekannt.
In den folgenden Jahren kam es mehrfach zu weiteren strafrechtlichen Verfahren gegen ihn, unter anderem wegen Gewaltvorwürfen. Dadurch verbrachte er wiederholt Zeit in Haft oder in gerichtlichen Massnahmen. Im November 2023 wurde er zuletzt entlassen.
Bis zu einem rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens gilt die Unschuldsvermutung.