Darum gehts
- Explosionen in Feuerwerkslager in Uitikon
- Druckwelle war kilometerweit zu spüren
- Polizei: Feuerwehr verhinderte Übergreifen auf den Wald
Atemlose Nacht für die Einsatzkräfte in Zürich. Nach dem heftigen Unwetter am Abend brannte kurz vor Mitternacht ein Feuerwerkslager im Wald in der Gemeinde Uitikon ZH. Zahlreiche Anwohner wurden von heftigen Explosionen aus dem Schlaf gerissen. Auf Leserbildern sind ein Feuer und eine gewaltige Rauchsäule zu sehen.
Ein Leser erzählte gegenüber Blick: «Die erste Explosion um 23.23 Uhr war die stärkste. Auch danach knallte es immer wieder». Nutzer auf der Plattform Reddit schrieben von einer Druckwelle, die man bis nach Regensdorf, Albisrieden und Altstetten gespürt habe.
Auch eine andere Leserin aus Altstetten Zürich bestätigt, dass es nach der ersten Explosion immer wieder geknallt hat. «Aus dem Feuer wurde ein Feuerwerk», sagt sie. Auf einem Video, das sie mitschickt, sind die Feuerwerksraketen deutlich zu sehen.
Gebäude eingestürzt
Bei dem Vorfall in Uitikon-Waldegg sei grosser Sachschaden entstanden, schreibt die Kantonspolizei Zürich am Samstagmorgen. Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand das Gebäude bereits in Brand und ein grosser Teil davon war eingestürzt. Mediensprecher Kenneth Jones sagte gegenüber BRK News, dass die ersten Meldungen über die Explosion kurz nach 23 Uhr bei Schutz und Rettung sowie der Polizei eingegangen seien.
«Bei dem Feuerwerksdepot handelt es sich um ein bewilligtes Lager einer professionellen Firma», sagt Jones. Im Hinblick auf die Sicherheit der Einsatzkräfte wegen der Feuerwerkskörper in besagtem Lager dauerten die Löscharbeiten länger. Der Brand konnte aber unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden.
Neu genutztes Munitionslager
Bei dem Gebäude handelt es sich gemäss Jones um ein altes Munitionsdepot, das für ein Feuerwerksdepot umgenutzt wurde. «Die Räumungsarbeiten werden auch den Samstag noch in Anspruch nehmen», so der Mediensprecher.
Glücklicherweise konnte die Feuerwehr ein Übergreifen des Feuers auf den Wald verhindern. Verletzt wurde nach aktuellen Informationen niemand. Ob es einen Zusammenhang mit dem Gewitter gibt, ist unklar. Noch in der Nacht begannen Spezialisten mit der Spurensicherung, die auch am Samstag noch im Gange ist.