Darum gehts
- Wetter in der Schweiz: Temperaturen bis 36 Grad und Gewitter
- Heftige Regenschauer am Freitag, vor allem in der Region Zürich
- Leservideos zeigen Wassermassen und umgestürzte Bäume
Zustand von 16-Jähriger noch immer kritisch
Wie die Stadtpolizei Zürich am Samstagvormittag mitteilt, liegt die 16-jährige Jugendliche noch immer im Spital. Ihr Zustand ist noch immer kritisch. «Die Jugendliche wurde im Bereich von Kopf und Schultern getroffen und schwer verletzt», so die Stadtpolizei Zürich.
Die weiteren sechs Verletzten, die am Mythenquai von umstürzenden Bäumen getroffen wurden, erlitten Prellungen. Zwei von ihnen wurden ebenfalls im Spital behandelt, so der Mediendienst. Die anderen vier konnten noch vor Ort behandelt werden.
Die Höhe der Schäden, die das Unwetter vom Freitag angerichtet hat, kann noch nicht beziffert werden. «Bei der Polizei gehen noch immer laufend Schadensmeldungen ein», heisst es auf Anfrage.
Ticker beendet
Besten Dank für das Interesse liebe Leserinnen und Leser. Die gestrigen Unwetter und die dadurch verursachten Schäden beschäftigen die Einsatzkräfte natürlich auch am Samstag. Die Aufräumarbeiten sind vielerorts noch in vollem Gang.
Wir beenden den Ticker an dieser Stelle und bedanken uns fürs Mitlesen. Wir melden uns wieder, sobald eine Bilanz der verursachten Schäden vorliegt oder es sonstige Neuigkeiten gibt.
Spektakuläre Blitze im Kanton Thurgau
Im Nordosten der Schweiz gewitterte es am Freitag besonders heftig. Aufnahmen der Agentur BRK News im Kanton Thurgau zeigen gewaltige Blitze.
16-Jährige in Zürich in kritischem Zustand
Mehrere Menschen wurden beim Unwetter durch umstürzende Bäume verletzt. Im Zürcher Kreis 8 wurde ein 16-jähriges Mädchen durch einen herabstürzenden Ast schwer verletzt. Sie wurde in kritischem Zustand ins Spital transportiert.
Am Mythenquai im Kreis 2 wurden sechs weitere Personen durch umstürzende Bäume leicht verletzt.
Auto landet nach Kollision in Oerlingen ZH auf dem Dach
Das Wetterchaos sorgte auch für gefährliche Strassenverhältnisse. So krachte es am Freitagabend auf der A4 bei Oerlingen. Die Autobahn in Richtung Winterthur musste gesperrt werden.
Laut der Kapo Zürich dürfte der Unfall im Zusammenhang mit dem starken Regenfall stehen. Eine Frau (27) geriet mit ihrem Fahrzeug auf die Überholspur, wo sie mit einem anderen Auto kollidierte. Dieses überschlug sich und kam auf dem Dach zum Stillstand. Alle drei Insassen blieben unverletzt. Die Frau musste mit leichten Verletzungen ins Spital.
So sah Zürich nach dem Sturm aus
Umgestürzte Bäume und überall Wasser. Nach dem Unwetter in Zürich zeigt sich mancherorts ein Bild der Zerstörung.
Zahlreiche Autos wurden in Mitleidenschaft gezogen.
Die Einsatzkräfte mussten teilweise mit schwerem Gerät anrücken.
Eine tiefe Wasserpfütze durchzog den Bahnhof Zürich.
Doch manche Leute setzten sich bereits am Abend wieder aufs Velo.
Unwetter hinterlässt Zerstörung, aber auch schöne Bilder
Die Unwetter sind zumindest in der Mitte des Landes durch. Nach und nach erreichen uns Bilder und Videos, die das Chaos und die Zerstörung zeigen, wie hier in Zürich am Zugang zum Bahnhof Enge:
Doch auch schöne Bilder erreichen uns, nachdem das Gewitter mit viel Regen und Sturmböen übers Land gezogen ist. Hier ein Bild eines Regenbogens im Abendrot von Thun:
Die Ruhe nach dem Sturm: Auch in Basel zeigt sich der Abend gerade von einer ganz besonderen Seite:
Tramverkehr am Zürcher Bellevue steht still
Die Auswirkungen des Unwetters sind am späten Freitagabend immer noch deutlich spürbar. Ein Blick-Reporter berichtet vom Bellevue-Platz in Zürich, dass sämtliche Trams derzeit stillstehen. Die Fahrzeuge sind komplett leer, ein regulärer Betrieb findet aktuell nicht statt. Bilder zeigen einen abgebrochenen Ast und eine Menge Grünzeug auf den Strassen.
Heftige Unwetter in Luzern – Baum kracht auf Auto
Am Strandbad Lido in Luzern sind mehrere Bäume infolge des heftigen Sturms umgestürzt. Einer ist auf ein parkiertes Auto gekracht. Ein Bild eines Leserreporters lässt erahnen, welche Kräfte dabei gewirkt haben.
Auch in Luzern hat es am Freitagabend heftig geregnet. Ein Video zeigt, wie Autofahrer sich mit ihren Fahrzeugen durch überschwemmte Strassen kämpfen.
Sturmböen knicken in Zürich sogar ausgewachsene Bäume um
Nicht nur die enormen Regenmengen sorgen in Zürich für Probleme – auch die heftigen Sturmböen richten Schäden an. Ein Leservideo zeigt, wie ausgewachsene Bäume den Kräften des Unwetters nicht mehr standhalten und umstürzen.
Fast 15'000 Blitze in der Schweiz
Gemäss SRF Meteo hat es bis 19 Uhr schweizweit fast 15'000 Blitze gegeben. In Luzern hat es eine Sturmböe mit einer Geschwindigkeit von 91 Kilometern pro Stunde gegeben.
Besonders heftig geregnet hat es in Zürich. Gemäss SRF Meteo fielen allein in Zürich-Sihlbrugg 50 Millimeter Regen.
Die Schweiz wird von einer Hitzewelle erfasst. Ihren Höhepunkt dürfte sie zunächst am kommenden Montag erreichen. Schon am Freitag gibts aber die ersten Unwetter in der Schweiz. Bei Temperaturen bis 35 Grad auf beiden Seiten der Alpen ziehen im Verlauf des Tages immer mehr Wolken auf, die mitunter auch Hagel im Gepäck haben.
Ein Gewitterband zieht von Südwesten in Richtung Nordosten. Der Blick auf die Niederschlagsprognose verrät: Es dürfte am frühen Abend vor allem in Teilen des Kantons Bern, in den Kantonen Aargau und Solothurn sowie im Kanton Zürich knallen.
Unwetter ziehen in Richtung Zürich
Der Bund rief in einzelnen Regionen in der Westschweiz, in der Zentralschweiz und in der Region Zürich eine Gewitterwarnung aus. Für diese Regionen gilt nun die Gefahrenstufe 4. Menschen müssen mit dem Abbrechen von Ästen und Umstürzen einzelner Bäume rechnen. Hagelschäden, Rutschungen in steilen Hängen, plötzliches Auftreten von Flutwellen in Bächen und Überflutungen und Blitzeinschläge sind möglich.
Wie das Niederschlagsradar von «Meteo News» zeigt, kommt es derzeit in mehreren Regionen zu heftigem Niederschlag mit möglichen Hagelschauern. Betroffen sind: die Region um das Emmental, Toggenburg, Appenzell in Richtung St. Gallen. Auch in Graubünden zeigt die Karte Niederschlag.
36 Grad am Sonntag
Auch am Samstag sind Hitzegewitter lokal möglich, in Gewitternähe wird es erneut stürmisch. Es bleibt heiss, wieder bis zu 35 Grad.
Am Sonntag kommt es am Nachmittag und frühen Abend zu Gewittern, die ein weiteres Mal von Sturmböen begleitet werden. Und das Thermometer kann mancherorts sogar 36 Grad anzeigen. Die Nullgradgrenze liegt an beiden Tagen auf über 4000 Metern.
Wo aktuell welche Hitzewarnstufe gilt
Die grösste Hitzegefahr herrscht laut Warnkarte von Meteo Schweiz noch bis Dienstag, 20 Uhr, in der Region Basel. Es gilt die Warnstufe 4. Für Basler und Baselbieter besteht ein grosses Risiko für Kreislaufbeschwerden und körperliches Unwohlsein.
Meteo Schweiz empfiehlt, mindestens 1,5 Liter Wasser zu trinken, am besten ungesüsste und alkoholfreie Getränke. Ebenfalls wichtig: In parkierten Autos sollten keine Personen oder Tiere zurückgelassen werden.
In vielen weiteren Regionen gilt zudem die Warnstufe 3 (erhebliche Gefahr):
- Kanton Waadt
- Kanton Genf
- Kanton Jura
- Teile des Kantons Wallis (unter anderem Sitten)
- Kanton Aargau
- Kanton Schaffhausen
- Kanton Thurgau
- Kanton St. Gallen
- Teile der Zentralschweiz (unter anderem Luzern)
- Kanton Tessin
- einige Regionen im Kanton Graubünden
Gewitterperiode endet im Lauf der Woche
Auch die neue Woche beginnt sonnig und heiss. Der Wettergott gönnt uns dann aber noch immer keine Pause von den Hitzegewittern.
Ein Ende der Hitzeperiode in der Schweiz ist ohnehin nicht in Sicht. Insgesamt könnte die Schweiz im Juni auf einen Rekordmonat zusteuern – mit so vielen Hitzetagen wie noch nie. «Gut möglich, dass wir uns an das heisse und meist trockene Wetter bis Ende Monat gewöhnen müssen», schrieb der Wetterdienst Meteo News am Freitag auf der Plattform X.
Immerhin: Die Schauerneigung nimmt laut SRF Meteo im Verlauf der kommenden Woche wieder ab.