Darum gehts
- Technische Störung am Flughafen Zürich am Sonntagmorgen
- Skyguide hat Krisenstab einberufen
- Zahlreiche Flüge konnten nicht starten
Der Flughafen Zürich hatte am Sonntagmorgen mit einer technischen Störung zu kämpfen. Landungen seien teils möglich, Abflüge dagegen nicht, bestätigte Flughafen-Sprecherin Livia Caluori gegenüber Blick.
Auch Skyguide bestätigte auf Anfrage ein technisches Problem. Ein Krisenstab sei einberufen worden, teilte eine Sprecherin mit. Genaue Angaben zur Ursache konnte sie zunächst nicht machen. «Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das Problem zu beheben», ergänzte sie.
Flugzeuge bleiben am Boden
In einer am Morgen veröffentlichten Medienmitteilung des Flugsicherungsunternehmens hiess es weiter, der Schweizer Luftraum östlich von Bern sei geschlossen worden. «Die vorsorglichen Massnahmen dienen dem Schutz von Passagieren, Besatzungen und dem gesamten Luftverkehr», erklärte Skyguide ebenfalls. Man bedauere die entstandenen Unannehmlichkeiten für die betroffenen Passagiere und Partner ausdrücklich.
Bis 7.30 Uhr hätten über ein Dutzend Flüge am Airport in Kloten abheben müssen. Nau berichtete schliesslich gegen 7.50 Uhr, dass erste Starts wieder stattgefunden hätten. Skyguide schrieb zu diesem Zeitpunkt in einer weiteren Medienmitteilung, die Kapazität im Ostschweizer Luftraum sei auf 40 Prozent reduziert. Die Ursache der Störung sei identifiziert worden.
«Clear the Sky»-Verfahren eingeleitet
Gegen 11 Uhr normalisierte sich die Situation vollends, wie Skyguide in einem weiteren Update erklärte. Von der technischen Störung betroffen war demnach das Radarbild im Kontrollzentrum in Dübendorf ZH und im Tower Zürich. Ausgelöst wurde die Störung durch die Einspeisung der Visualisierung der Sperrzone über dem Bürgenstock. Diese wurde kurzfristig eingespielt, weil der Entscheid, dass die Konferenz stattfinden würde, erst am Samstag feststand. Am Sonntag verhandeln in der Hotelanlage im Kanton Nidwalden Delegationen aus Teheran und Washington über den Krieg im Nahen Osten, unter anderem ist US-Vizepräsident J. D. Vance (41) vor Ort.
Als Vorsichtsmassnahme hat Skyguide am frühen Morgen ein «Clear the Sky»-Verfahren initiiert. Davon ausgenommen waren die Maschinen, die sich bereits im Anflug auf den Flughafen Zürich befanden. Auch alle Delegationen für die Friedenskonferenz konnten wie geplant landen. Die Sicherheit war demnach jederzeit gewährleistet.