Demonstranten bewerfen Polizei mit Gegenständen
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Ausschreitungen in Genf:Demonstranten bewerfen Polizei mit Gegenständen

Genf vor G7-Gipfel im Ausnahmezustand
Festnahmen und Sachbeschädigungen – Polizei zieht Bilanz

Der G7-Gipfel im französischen Évian sorgt für Unruhe in Genf. 50'000 Demonstrantinnen und Demonstranten werden erwartet, während 7000 Polizisten Ausschreitungen verhindern sollen. Läden versuchen sich vor Schäden zu schützen.
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Am Sonntag brannte in Genf ein Tesla.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Genf erwartet grosse Anti-G7-Proteste; Gipfel startet Montag in Évian, Frankreich
  • Über 7000 Sicherheitskräfte für 50'000 erwartete Demonstrierende im Einsatz
  • Genf richtet Sechs-Millionen-Hilfsfonds für mögliche Schäden ein
14.06.2026, 22:32 Uhr

Sachbeschädigungen und Festnahmen: Genfer Polizei zieht erste Bilanz

Am späten Sonntagabend zieht die Genfer Polizei eine erste Bilan: An der Demonstration vom 14. Juni nahmen nach ersten Schätzungen rund 20'000 Personen teil. «Die Kundgebung wurde gegen 18 Uhr auf der Avenue Giuseppe Motta aufgelöst, nachdem es zu Sachbeschädigungen, Angriffen auf Polizeikräfte sowie zur Zerstörung mehrerer Fensterscheiben internationaler Organisationen gekommen war», schreibt die Polizei in einer Mitteilung. 

Mehrere Personen wurden zudem festgenommen. Nach Angaben der Behörden gab es keine Verletzten. Die Sachschäden seien angesichts der Zahl der identifizierten Störer begrenzt geblieben. Die Lage werde weiterhin beobachtet und könne Gegenstand weiterer Mitteilungen sein, heisst es. An dieser Stelle beenden wir unseren Ticker zur Anti-G7-Demo in Genf. 

14.06.2026, 21:32 Uhr

Lage beruhigt sich

Nach den Protesten gegen den G7-Gipfel am Sonntag ist in Genf langsam wieder Ruhe eingekehrt. Laut Laurent Paoliello, Sprecher des Departements für Institutionen und Digitales (DIN), gibt es derzeit «keine weiteren Zusammenstösse». Die Lage habe sich inzwischen beruhigt.

Während des Nachmittags seien jedoch mehrere Personen angehalten worden. Sie wurden hinsichtlich einer möglichen Festnahme oder der Einleitung eines Strafverfahrens identifiziert. 

Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur
14.06.2026, 20:59 Uhr

Feuerwehr muss Brände löschen

Viele Demonstranten scheinen mittlerweile nach Hause gegangen zu sein. Auf den Strassen geht die Arbeit der Feuerwehr jedoch weiter. Sie löschen brennende Container und begutachten die Schäden. Die verbliebenen Demonstranten werden von der Polizei aufgefordert, sich zurückzuziehen.

Foto: keystone-sda.ch
14.06.2026, 20:55 Uhr

Nach weiteren Scharmützeln ziehen sich Demonstranten zurück

Auf der Avenue de France wurden Polizisten am Sonntagabend erneut mit Feuerwerkskörpern beschossen. Die Polizei reagierte wiederum mit Tränengas. Die Vandalen bewaffneten sich mit Steinen, die sie mit Werkzeug aus dem Boden hackten. Ordnungskräfte gaben durch, dass die Demo zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bewilligt sei. 

Foto: AFP

Um 20.30 Uhr beruhigte sich die Lage schliesslich. Die Demonstranten zerstreuen sich. 

14.06.2026, 19:07 Uhr

Zusammenstösse vor Uno-Gebäude

Foto: keystone-sda.ch

Mittlerweile ist der Demo-Zug vor dem Uno-Gebäude angekommen. Auf dem Weg dorthin demolierten die Vandalen eine Bushaltestelle. Erneut kommt es zu Zusammenstössen mit der Polizei. 

Gepanzerte Fahrzeuge und Wasserwerfer stehen im Einsatz. Offenbar geht es um eine Gruppe von 150 bis 200 Demonstranten, die sich besonders aggressiv verhalten. 

14.06.2026, 18:34 Uhr

«Hier spricht die Polizei! Verlassen Sie den Ort!»

Die Situation in Genf bleibt weiterhin angespannt. Nachdem bereits die «Banque du Léman» und eine Raiffeisen-Filiale ins Visier geraten waren, rissen Demonstranten an der Avenue Giuseppe Motta die Schutztafeln von zwei weiteren Gebäuden ab – jene des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PwC und der UBS.

Foto: keystone-sda.ch

«Demonstranten beschädigen die Eingangstür des PwC-Gebäudes mit Steinen und Bauwerkzeugen. Es sieht so aus, als wollten sie in das Gebäude eindringen», berichtet die Blick-Reporterin vor Ort.

Als die Polizei erkennt, dass tatsächlich versucht wird, in das Gebäude einzubrechen, schreitet sie ein. Die Einsatzkräfte fordern die Demonstranten auf, den Ort zu verlassen, und setzen erneut Tränengas ein.

Über ein Megafon ertönt die Durchsage: «Hier spricht die Polizei! Verlassen Sie den Ort!» Vom Tränengaseinsatz werden auch mehrere Unbeteiligte betroffen – darunter eine Blick-Journalistin.

14.06.2026, 17:57 Uhr

Chaoten dringen auf Baustelle ein

Die Lage ist weiterhin unübersichtlich: Wie «Tribune de Génève» berichtet, drangen Protestierende gewaltsam in eine Baustelle ein, um verschiedene Materialien zu beschlagnahmen. Diese Gegenstände seien anschliessend von den Teilnehmern als Wurfgeschosse eingesetzt worden. 

Der Vorfall ereignete sich parallel zu den Konfrontationen mit der Polizei. Diese setzte Tränengas ein, nachdem Feuerwerkskörper gezündet wurden. An dieser gewaltsamen Eskalation waren Schätzungen zufolge rund 200 Personen beteiligt. 

Foto: AFP
14.06.2026, 17:54 Uhr

Demo nimmt neue Wendung

Obwohl die Anti-G7-Demonstration friedlich startete, entwickelt sich die Lage immer mehr in Richtung Eskalation. Offenbar gibt es auch innerhalb des Demonstrationszugs gegensätzliche Stimmungen. Hinzu kommen die Auseinandersetzungen mit der Polizei. 

Erste Bilder zeigen zudem die Überbleibsel des angezündeten Teslas. Der Wagen ist komplett ausgebrannt. Die Feuerwehr musste die Flammen unter Polizeischutz löschen. Mehrere Bankfilialen wurden beschädigt. 

Das ausgebrannte Tesla-Wrack.
Foto: keystone-sda.ch
Chaoten schlugen Fenster mehrerer Banken ein.
Auch eine Filiale der Raiffeisen-Bank ist betroffen.
14.06.2026, 17:39 Uhr

Zusammenstösse zwischen Polizei und Demonstranten

Die Lage in Genf scheint sich zuzuspitzen: Die Polizei positioniert Wasserwerfer sowie Fahrzeuge der Bereitschaftspolizei auf der Mont-Blanc-Brücke. 

Demonstranten und Polizei treffen derweil aufeinander – es kam zu ersten Zusammenstössen. Wie Videos zeigen, bewarfen Protestierende die Beamten mit Eisenstangen, Velos und Stöcken.

Die Polizei reagiert mit Tränengas. Wie unsere Blick-Reporter vor Ort berichten, liegen einige Demonstranten am Boden und wischen sich die Augen. 

Demonstranten bewerfen Polizei mit Gegenständen
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Ausschreitungen in Genf:Demonstranten bewerfen Polizei mit Gegenständen
14.06.2026, 17:06 Uhr

G7-Demo in Genf: Tesla brennt

Um 15.15 Uhr ging es los: Zehntausende Demonstranten ziehen durch Genf, um gegen den anstehenden G7-Gipfel in Évian, Frankreich zu protestieren. Lange blieb es friedlich, doch gegen 17 Uhr heizt sich die Stimmung spürbar auf. Wie mehrere Videos in den sozialen Medien zeigen, wurde ein Tesla angezündet. Flammen schiessen aus dem Wagen. 

Tesla steht in Flammen
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Bei G7-Protesten in Genf:Tesla steht in Flammen

Entlang der Demonstrationsroute kam es auch zu Schäden an einer Bankfiliale. Wie mehrere Medien berichten, schlugen die Chaoten mit Hammern und Stöcken gegen die Fenster der Banque du Léman in der Rue des Alpes. 

Vom Busbahnhof steigt zudem dichter Rauch auf, berichten unsere Blick-Reporter vor Ort. Die Lage ist chaotisch. Inmitten der Flammen und dem Eintreffen von Feuerwehr und Polizei rasten offenbar noch die Busse aus dem Busbahnhof.

Foto: keystone-sda.ch
Ende des Livetickers

Der Geist der Anti-G8-Proteste 2003 spukt erneut in Genf. Wie schon vor 23 Jahren rüstet sich die grösste Stadt der Westschweiz gegen die bevorstehenden Demonstrationen. Der französische Präsident Emmanuel Macron (48) hat zum G7-Gipfel nach Évian am Genfersee geladen. Nächsten Montag beginnt das Treffen der sieben grössten Länder der Welt, wobei Russland seit dem Einmarsch in die Ukraine ausgeschlossen ist.

Genf ist rund 50 Kilometer vom Gipfelort Évian entfernt. Weil Frankreich allerdings keine Anti-G7-Proteste duldet, wird in der Westschweizer Metropole bewilligt gegen den Anlass demonstriert. Die Polizei rechnet mit rund 50'000 Teilnehmenden aus aller Welt.

In einem Update am Sonntagnachmittag erklärte die Polizei, eine grosse Anzahl an gefährlichen Gegenständen beschlagnahmt zu haben. Die von der Polizei aufgeführten «Gegenstände, die als Waffen oder Angriffsmittel verwendet werden können», sind folgende: Messer, Äxte, Teleskopschlagstöcke, Gaskanister, Boulekugeln, Feuerwerkskörper und «pyrotechnische Geräte (Rauchbomben, Handfackeln, Bodensprengsätze, usw.». 

Keine Unterstützung aus Frankreich

Die Entscheidung Frankreichs, keine Proteste zuzulassen, sorgt in Genf für rote Köpfe. Das Nachbarland ist auch auf Bitten um finanzielle Beteiligung an den Sicherheitskosten nicht eingegangen, wie Watson berichtet.

Diese Kosten dürften erheblich sein. Mehr als 7000 Sicherheitskräfte sind am Sonntag in Genf im Einsatz, um Proteste gegen den G7-Gipfel zu begleiten. Dieses grosse Aufgebot kommt nicht von ungefähr. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Demonstration gegen den Wirtschaftsgipfel in Genf eskaliert.

Geschäfte mit Holzbrettern verbarrikadiert

Bereits 2003 fand das Treffen, damals noch der G8-Gipfel, in Évian statt. Die damaligen Proteste in Genf waren zunächst friedlich verlaufen. Doch dann steckten Aktivisten auf dem Weg zurück ins Stadtzentrum eine Tankstelle in Brand. Polizisten hätten dann versucht, die Menge abzudrängen. Daraufhin begannen Aktivisten laut SRF, die Polizei mit Steinen zu attackieren und Geschäfte zu verwüsten.

Die Demonstration gipfelte schliesslich in Strassenschlachten und Plünderungen. Die Schäden kosteten die Stadt, den Kanton und alle privaten Betroffenen Millionen von Franken. Dementsprechend gross ist in Genf die Angst vor einer Wiederholung des G8-Debakels.

Zahlreiche Läden verbarrikadieren ihre Fensterfronten seit Tagen mit Holzbrettern. Die Nachfrage nach Brettern ist so gross, dass einzelne Läden leer ausgehen. Die Geschäfte gehen wegen des G7-Gipfels von empfindlichen Einbussen bei den Einnahmen aus. Der Kanton Genf hat einen Hilfsfonds von 6 Millionen Franken eingerichtet, um Läden für allfällige Schäden durch Ausschreitungen zu entschädigen.

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