Darum gehts
- Eine Frau testet sieben Tage lang Frühstück statt nur Kaffee am Morgen
- Bereits am ersten Tag blieb ihre Konzentration länger stabil
- Frühstück reduzierte Heisshungerattacken und verbesserte Energie trotz minimaler Ernährungsanpassung
Damit sie morgens etwas länger schlafen konnte, sprang sie erst beim letzten Weckerklingeln aus dem Bett. Nur mit einer Tasse Kaffee in der Hand verliess die serbische Journalistin Vladana Jokic ihre Wohnung und spurtete zur Arbeit. Sie war fest überzeugt: Das Heissgetränk liefert genügend Energie bis zum Mittagessen.
Mit der Zeit fiel ihr auf, dass ihre Konzentration bereits am Vormittag drastisch nachliess. Sie fragte sich, ob das möglicherweise an ihrem fehlenden Zmorge liegen könnte. Weil sie es genauer wissen wollte, startete sie eine Challenge: In den nächsten sieben Tagen würde sie jeden Morgen eine Mahlzeit zu sich nehmen.
Ihre Angewohnheiten standen ihr im Weg
Von Anfang an war ihr bewusst, dass sie innerhalb einer Woche nicht ihre komplette Ernährung umstellen kann. Also suchte sie nach unkomplizierten, aber feinen Rezepten, die sich auch nach dem Experiment noch in ihren Alltag integrieren liessen. Sie entschied sich für schnelle Lösungen wie Müesli mit Früchten und Mandelmilch.
Schnell zeigte sich: Das grösste Problem lag in ihren Angewohnheiten. Auch wenn sie ihr Frühstück schon vorbereitet hatte, wollte sie intuitiv zum Kaffee greifen. Während der Woche wurde ihr bewusst, dass Planung und Organisation die beste Garantie für eine erfolgreiche Veränderung sind.
Frühstücken wurde zu einem Ritual
Bereits am ersten Tag wurde sie vom Effekt ihres Müeslis positiv überrascht. Ihr alltägliches Verlangen nach einem Snack gegen 10 Uhr kam gar nicht erst auf. Auch ihre Konzentrationsfähigkeit, die normalerweise um 11 Uhr auf den Tiefstand sank, blieb stabil. Sogar ihr Bedürfnis nach einer zweiten Tasse Kaffee war nicht so stark wie sonst. Auch Mitte der Woche, während stressigen Arbeitstagen, spürte sie diese Veränderungen deutlich.
Als das Wochenende kam, zeigte sich eine unerwartete Herausforderung. Ohne die Routine des Alltags fiel es ihr schwer, sich für ihr Frühstück zu begeistern. Dennoch entschloss sie sich dazu, sich nach einem Spaziergang auf die Terrasse zu setzen und ihre Mahlzeit zu geniessen. Da wurde ihr bewusst: Ihr Essen war mittlerweile zu einem kleinen Ritual geworden, um gut in den Tag zu starten.
Natürlich wurde sie durch die Mahlzeiten nicht urplötzlich zu einer begeisterten Frühaufsteherin. Aber: Auf ihren Zmorge will sie trotzdem nicht mehr verzichten – vor allem die ausgebliebenen Heisshungerattacken seien eine grosse Veränderung.
Dieser Artikel erschien zuerst auf zena.blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.