Darum gehts
- US-Iran-Treffen in der Schweiz vorerst abgesagt, teilt das EDA am Freitag mit
- US-Vizepräsident Vance und Irans Vertreter kommen nicht
- 14-Punkte-Plan unterzeichnet, Iran erhält hohe finanzielle Zuwendungen
Erst verzichtete US-Vizepräsident J. D. Vance (41) auf eine Teilnahme, jetzt ist das Treffen zwischen Unterhändlern des Iran und den USA komplett abgesagt. Das teilt das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Freitagmorgen mit. «Die Gespräche auf dem Bürgenstock werden heute nicht wie vorgesehen stattfinden», erklärt Mediensprecher Pierre Gobet.
Die Schweiz stehe aber weiterhin bereit, die Gespräche zwischen den USA, dem Iran, Katar und Pakistan zu unterstützen. Die Vorbereitungsarbeiten auf dem Bürgenstock werden darum fortgeführt.
Iran stellt plötzlich Forderung
Dass US-Präsident Donald Trump (80) absagt, war bereits nach der überraschenden Unterzeichnung des Deals am Mittwoch klar. Wie CNN-Korrespondentin Kaitlan Collins (34) auf der Plattform X schrieb, reist auch Vance am Freitag nicht in die Schweiz. «Diese Verhandlungen waren nie einfach oder vorhersehbar», sagte ein Sprecher des Vizepräsidenten.
Am Freitagvormittag kommt heraus: Der Iran soll fordern, dass die Kampfhandlungen im Libanon beendet werden, bevor die Gespräche mit den USA in der Schweiz wieder aufgenommen werden. Das sagte ein mit der Angelegenheit vertrauter Diplomat CNN. «Die Vermittler arbeiten derzeit an einer Lösung des Problems», sagte der Diplomat. Wann mit einer Wiederaufnahme der Gespräche gerechnet wird, ist völlig unklar.
Wer kommt für den Iran?
Wer für den Iran in die Schweiz reisen sollte, war bis zur Absage unbekannt. Im Gespräch war der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf (64), ein politisches Schwergewicht im Mullah-Regime.
Mit der Unterzeichnung des 14-Punkte-Plans am Mittwoch ist der Krieg zwar vorerst zu Ende. Die Verhandlungen gehen trotzdem weiter. Zahlreiche Fragen bleiben offen, so etwa zum iranischen Atomprogramm. In den USA sorgten vor allem die hohen finanziellen Zuwendungen, die der Iran herausgeholt hat, für viel Kritik.
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