Verzweifelte Schweizer Hoteliers
Auf die Gäste dieser Länder kommt es im Winter an

Für einmal ist nicht die Frankenstärke die grösste Sorge: Der Tourismus fürchtet sich vor Reisebeschränkungen. Auf wenige Länder kommt es an.
Publiziert: 19.09.2020 um 21:02 Uhr
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Aktualisiert: 03.10.2020 um 23:28 Uhr
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Ob unsere Bergrestaurants in diesem Winter so gefüllt sind wie in der letzten Saison, ist fraglich. Umso mehr setzen Tourismusverantwortliche auf die Schweizer Wintergäste.
Foto: Getty Images/LOOK
Marc Bürgi («Handelszeitung»)

Draussen herrschen sommerliche Temperaturen, doch die Tourismusbranche denkt schon an den Winter.

Sie fürchtet um das Geschäft mit ausländischen Gästen: Denn sollte sich das Virus in den kalten Monaten wieder stärker ausbreiten, drohen Reisebeschränkungen. Touristen aus gewissen Ländern wird womöglich die Einreise erschwert.

Schweiz Tourismus stellt Forderungen

Die Tourismusverbände wollen Reisebeschränkungen aber möglichst verhindern. Der Direktor von Schweiz Tourismus, Martin Nydegger, forderte in der «NZZ am Sonntag» bereits die freie Einreise für Gäste aus Risikogebieten mit aktuellem, negativen Corona-Test. «Wenn die französischen Gäste in der Herbst- und Wintersaison wegfallen, trifft uns das hart», sagte Nydegger.

Nicht nur Franzosen sind für den Wintertourismus wichtig: Unsere Grafik der Woche zeigt die wichtigsten Gästegruppen in der vergangenen Wintersaison von November 2019 bis April 2020. Besonders deutsche Gäste besuchen in grosser Zahl die Schweiz.

Der Blick auf die Zahlen zur letzten Wintersaison: Deutsche Gäste buchten nach den Schweizern am meisten Übernachtungen.
Foto: Handelszeitung

Als ob die Sorgen wegen der Reisebeschränkungen nicht genug wären: Auch der Franken hat sich gegenüber dem Euro seit dem Sommer aufgewertet. Dies ist ein weiteres schlechtes Vorzeichen für das Geschäft mit ausländischen Gästen.

Doch auch wenn heuer weniger Ausländer anreisen werden: Die mit Abstand wichtigsten Touristen kommen aus dem eigenen Land, und sie dürften in diesen unsicheren Zeiten in die heimischen Berge strömen: Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich rechnet dank der vielen einheimischen Touristen gar mit 2,1 Prozent mehr Übernachtungen als während der letzten Saison.

Artikel aus der «Handelszeitung»

Dieser Artikel wurde in der «Handelszeitung» veröffentlicht. Weitere spannende Artikel finden Sie unter www.handelszeitung.ch.

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