Es gibt zwei Dinge in meiner Wohnung, die ich niemals putze: Fenster und die Grümpelschublade. Bei den Fenstern bin ich pragmatisch. Solange ich raussehe, ist alles gut. Bei der Schublade ist die Sache komplizierter. Über die Jahre ist sie zum Sammelbecken für «Gnuusch» geworden, das a) keine Bleibe fand, b) untertauchen musste, als spontan Besuch kam, c) griffbereit bleiben sollte. Sprich: Zündhölzli, Schleckzeug, USB-Sticks, Haargummis, Panadol und Papierkram.
Weihnachten war dann zu viel des Guten: Neuer Grümpel wollte einziehen, die Schublade liess sich kaum noch ausziehen. Am Entrümpeln führte kein Weg vorbei. Zu meiner Schande fand ich dabei zwei Nicht-mehr-Gutscheine: 10 Franken für Cupcakes (2013 ausgestellt), 100 Franken für ein Kosmetikstudio (2017 ausgestellt). Beide Betriebe wurden inzwischen aufgelöst.
Das ist ein Beitrag aus dem «Beobachter». Das Magazin berichtet ohne Scheuklappen – und hilft Ihnen, Zeit, Geld und Nerven zu sparen.
Probieren Sie die Mobile-App aus!
Das ist ein Beitrag aus dem «Beobachter». Das Magazin berichtet ohne Scheuklappen – und hilft Ihnen, Zeit, Geld und Nerven zu sparen.
Probieren Sie die Mobile-App aus!
Als ich im Büro das selbstverschuldete Leid klagte, stellte sich heraus: Wir alle haben unübersichtliche Schubladen oder Schränke. Wir horten so viel Gerümpel, dass Geschenke schon einmal vergessen gehen. Ein paar Tage später liegt ein trauriger Haufen abgelaufener Gutscheine vor uns. Auf einigen kleben noch Schleifen, auf anderen prangen Wünsche. «Für Iwan zum Dreissigsten!» etwa – Iwan ist inzwischen 42.