So innig umarmen sich Anna Veith und Lara Gut-Behrami
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Bei Leonidas-Sportgala:So innig umarmen sich Anna Veith und Lara Gut-Behrami

Lobrede für Ski-Freundin mit zittriger Stimme
So emotional hat man Lara Gut-Behrami selten gesehen

Lara Gut-Behrami hält eine Laudatio für Ex-Ski-Ass Anna Veith an einer Salzburger Sportgala. Dabei kann die Tessinerin ihre Emotionen nicht zurückhalten.
Publiziert: 04.04.2025 um 17:56 Uhr
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Aktualisiert: 04.04.2025 um 18:00 Uhr
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Lara Gut-Behrami (r.) und Anna Veith an der Leonidas-Sportgala.
Foto: Kolarik Andreas

Darum gehts

  • Lara Gut-Behrami hält emotionale Laudatio für Anna Veith bei Sportgala
  • Veith war Ausnahmeathletin mit Ecken und Kanten, prägte Gut-Behramis Einstellung
  • Veith gewann 2014 Olympiagold im Super-G und den Gesamtweltcup
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Pascal KeuschRedaktor Sport

So viele Gefühle zeigt Lara Gut-Behrami (33) selten: Bei einer Sportlerehrung in Österreich hält die Schweizer Ski-Königin eine Laudatio auf die einstige Konkurrentin und jetzt Freundin Anna Veith (35). Dabei kommt die Tessinerin aus dem Strahlen kaum mehr heraus – während Veith den Tränen nah ist. Am Ende umarmen sich die beiden innig.

Zu den gefühlvollen Szenen kommt es am Donnerstagabend im Rahmen der Leonidas-Sportgala, an der die besten Sportlerinnen und Sportler Österreichs geehrt wurden. Von den «Salzburger Nachrichten» wurde Veith dort für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die Trophäe überreichte ihr Gut-Behrami.

Veith sah sich selber immer als Mensch mit Ecken und Kanten. «Du musst der Typ sein, anecken zu wollen», sagte sie einst. Genau diese Eigenschaft schätzte Lara Gut-Behrami stets an ihr. «Als Athlet traut man sich nicht immer, über die Kehrseite der Medaille zu sprechen», sagt die Schweizerin in ihrer Lobesrede. «Ich hatte das Glück während meiner ganzen Karriere, jemanden an meiner Seite zu haben, mit dem ich mich austauschen konnte.»

Plötzlich wird Gut-Behramis Stimme zittrig

Veith habe auch Gut-Behramis Einstellung zum Leistungssport geprägt. Mit etwas zittriger Stimme sagt die Tessinerin in ihrer Rede: «Sie öffnete mir die Augen. Ich dachte immer: ‹Ich bin Sportlerin und erst dann Mensch›.»

Die Österreicherin galt als Teenager schon als Jahrhunderttalent und gab bereits mit 17 Jahren ihr Weltcup-Debüt. 2014 feierte Veith ihre grössten Erfolge: Olympiasieg im Super-G von Sotschi und Gesamtweltcupsieg. Ein Jahr später wiederholte sie den Gesamtweltcupsieg, doch zu diesem Zeitpunkt standen andere Themen im Vordergrund. Sie zerstritt sich mit dem ÖSV wegen eines neuen Sponsors.

Dieser Streit hatte jedoch eine viel tiefergehende Ursache: Es ging um die Frage, wie viel Selbstbestimmung einer Athletin eingeräumt wird. Im Herbst 2015 zertrümmerte sie sich dann ihr Knie im Training. Ihr gelang ein mühsames Comeback, welches sie 2018 mit Olympiasilber in Pyeongchang veredelte.

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