Ausschreitungen in Frankreich nach verlorenem Final
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Feuerwerk gegen die Polizei:Ausschreitungen in Frankreich nach verlorenem Final

Trotz Final der Superlative
Mbappé reist als tragischer Held aus Katar ab

Der französische Ausnahmekönner sichert sich an der Wüsten-WM gleich mehrere Einträge in die Geschichtsbücher. Dennoch verlässt Kylian Mbappé die Bühne als Verlierer. Mit besten Aussichten, dereinst Messi vom Thron zu stossen.
Publiziert: 19.12.2022 um 09:59 Uhr
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Mit gesenktem Kopf verlässt Kylian Mbappé das Siegerpodest nach dem WM-Final. In der Hand die Trophäe für den besten Torschützen des Turniers.
Foto: AFP
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Sebastian WendelReporter Fussball

Der erste Spieler seit Geoff Hurst 1966, der in einem WM-Final einen Hattrick erzielt. Mit acht Treffern bester Torschütze des Turniers, mit der besten Quote seit Ronaldo 2002. Vier Treffer in WM-Finals insgesamt – mehr als Pelé und so viele wie keiner vor ihm. Und doch verlässt Kylian Mbappé (23) die Wüsten-WM als Verlierer. Wahnsinn!

Mbappé sichert sich in Katar im zarten Alter von 23 Jahren gleich mehrere Einträge in den Geschichtsbüchern. Doch wie egal ihm in diesem Moment seine Rekordmarken gerade sind, verrät Mbappés Gesichtsausdruck, als er das Siegerpodest betritt. Noch vor Messi – aber halt nur, um sich die Trophäe für den Torschützenkönig abzuholen. Mit stoischer Miene schüttelt er die Hände, posiert mit leerem Blick für die Fotografen und trottet dann mit gesenktem Kopf davon.

Lionel Messi stemmt den WM-Pokal in die Höhe
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Feiernde Argentinier:Messi stemmt den WM-Pokal im schwarzen Umhang

Im Final 80 Minuten lang abgemeldet

Im Spiel ist Mbappé 80 Minuten lang nicht zu sehen. In der ersten Halbzeit hat nur Argentinien-Goalie Emiliano Martinez weniger Ballkontakte als er, Frankreich hat vor der Pause nicht einen Ballkontakt im gegnerischen Strafraum. Doch was dann passiert, ist so typisch für den französischen Ausnahmekönner. Und beweist, warum es ein Unterschied ist, ob man als unterlegene Mannschaft einen Mbappé in den Reihen hat oder nicht.

Mit einer Aktion kann er ein Spiel an sich reissen und dieses dann entscheiden. Zuerst trifft Mbappé vom Punkt zum 1:2 – sein erster Schuss aufs Tor im WM-Final. 95 Sekunden später: Mbappé spielt Doppelpass mit Thuram und nagelt den Ball vom Sechzehner unwiderstehlich ins lange Eck. Frankreich lebt wieder – dank Mbappé!

Mbappé gleicht zum 3:3 aus
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Penalty kurz vor Schluss:Mbappé gleicht zum 3:3 aus

In der Verlängerung ist es wieder die Nummer 10, die dem Spiel die nächste nicht mehr für möglich gehaltene Wendung gibt und Messi zwischenzeitlich die Show stiehlt: Nach Argentiniens 3:2 erstickt Mbappé mit seinem dritten Tor (vorerst) den Jubel der Gauchos. Auch im Penaltyschiessen verwandelt er sicher und muss dann mit ansehen, wie seine Teamkollegen Coman und Tchouaméni scheitern.

Wird er Messi dereinst verdrängen?

Lionel Messi musste 35 Jahre alt werden, um sich Weltmeister nennen zu dürfen. Mbappé trägt diesen Titel bereits seit 2018. Dass er früher dran ist als seine Mitstreiter im fussballerischen Elitezirkel, ist sich der Sohn einer Algerierin und eines Kameruners gewohnt. Aufgewachsen im Pariser Banlieue Bondy, wechselt er als Teenie zur AS Monaco und debütiert mit 16 in der Ligue 1. Messi ist bei seinem Barca-Debüt ein Jahr älter.

In diesen Tagen gehören die Schlagzeilen seinem Teamkollegen bei Paris Saint-Germain. Doch Mbappé hat alle Chancen und Fähigkeiten, Messi dereinst vom Thron für den besten Fussballer aller Zeiten zu stupsen.

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WM-Quali Gruppe A
Mannschaft
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1
Deutschland
Deutschland
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0
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1
Luxemburg
Luxemburg
0
0
0
1
Nordirland
Nordirland
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Slowakei
Slowakei
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Qualifiziert
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Gruppe B
Mannschaft
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Kosovo
Kosovo
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Slowenien
Slowenien
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Schweden
Schweden
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Schweiz
Schweiz
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Qualifiziert
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
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Belarus
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Dänemark
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Griechenland
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Schottland
Schottland
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Qualifiziert
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
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Aserbaidschan
Aserbaidschan
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0
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1
Frankreich
Frankreich
0
0
0
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Island
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1
Ukraine
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Qualifiziert
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
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Bulgarien
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Georgien
Georgien
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Spanien
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Türkei
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Qualifiziert
Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
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Armenien
Armenien
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Ungarn
Ungarn
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0
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Irland
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Portugal
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Qualifiziert
Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
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Polen
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3
6
2
Finnland
Finnland
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1
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3
Litauen
Litauen
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1
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Niederlande
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Malta
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0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
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Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
2
2
6
2
Rumänien
Rumänien
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3
3
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Zypern
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2
1
3
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Österreich
Österreich
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0
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San Marino
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2
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0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
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1
Norwegen
Norwegen
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7
6
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Estland
Estland
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0
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Israel
Israel
2
-1
3
4
Italien
Italien
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0
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Moldawien
Moldawien
2
-6
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
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1
Nordmazedonien
Nordmazedonien
2
3
4
2
Wales
Wales
2
2
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3
Kasachstan
Kasachstan
2
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Belgien
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Liechtenstein
Liechtenstein
2
-5
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
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1
England
England
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5
6
2
Albanien
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2
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3
3
Lettland
Lettland
2
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3
4
Serbien
Serbien
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0
0
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Andorra
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-4
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
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1
Tschechien
Tschechien
2
5
6
2
Montenegro
Montenegro
2
3
6
3
Kroatien
Kroatien
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Färöer
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-2
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Gibraltar
Gibraltar
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Qualifiziert
Playoffs
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