Super-League-Insides
Constantin sauer – Tramezzani büffelt im Auto französisch

Sion-Boss Constantin stärkt Tholot den Rücken, macht aber gleichzeitig eine Ansage. Der FCSG muss auf seinen Star-Transfer verzichten und Lausanne weiss nicht, wie es den Unersetzbaren ersetzen soll. Hier kommen die letzten News zur 31. Super-League-Runde.
Publiziert: 05.04.2025 um 14:23 Uhr
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Aktualisiert: 05.04.2025 um 15:47 Uhr
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Nsame (l.) muss gegen den FCL kurz nach seiner Einwechslung wieder vom Platz.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Nsame verletzt, Tramezzani verbessert Französisch, Constantin kritisiert Sion-Leistung
  • Yverdon-Trainer Tramezzani nimmt Französischunterricht während der Autofahrt zur Arbeit
  • Jean-Pierre Nsame fehlt ein Tor zum Super-League-Rekord von 111 Treffern
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
Fussballredaktion

Nsame vier bis sechs Wochen out

Hätte Bastien Toma in den letzten Wochen so gespielt, wie am Freitag im Training, der FCSG hätte noch beste Chancen auf die Championship-Group. Gleich zwei Traumtore erzielt der wirblige Romand im Abschlussspiel, auch Felix Mambimbi macht einen spritzigen Eindruck. Ob einer der beiden am Sonntag gegen Servette in der Startelf stehen wird? Sicher nicht mit dabei, ist Jean-Pierre Nsame. Der hat sich beim 1:1 gegen Luzern am Oberschenkel verletzt, wie lange der Kameruner ausfallen wird, ist nicht bekannt. Von vier bis sechs Wochen ist die Rede. Nicht ausgeschlossen, dass der 31-Jährige seinen Super-League-Rekord nicht mehr knacken wird. Noch ein Treffer fehlt Nsame zur 112-Tore-Marke, zuletzt aber blieb er in sieben Spielen in Folge ohne Erfolgserlebnis. Für Nsame wird Willem Geubbels, der Mann mit der Nummer 9 auf dem Rücken, wieder dort spielen, wo er am liebsten spielt: im Sturmzentrum.

Tramezzani büffelt im Auto französisch

Als Paolo Tramezzani noch Sion-Trainer war, wurde er wegen seiner mangelnden Französischkenntnisse kritisiert. Bei Yverdon dasselbe. Der Italiener nahm sichs zu Herzen und versprach, sich zu verbessern. Und er hat sein Wort gehalten! Jeden Morgen, wenn er von seinem Zuhause in Montreux nach Yverdon fährt, nutzt er die 45 Minuten Ruhe, um während der Fahrt im Auto Unterricht zu nehmen. Genug, um ihm in diesen Tagen die Teilnahme an zwei Fernsehsendungen zu ermöglichen. Auf «Canal Alpha» und auf «Blue Sport», aber auch, um auf Französisch vor Clubpartnern zu sprechen. Auf Pressekonferenzen nach dem Spiel antwortet er ebenfalls auf Französisch.

Wer ersetzt bei Lausanne den Unersetzbaren?

Die Frage, wer den am Kreuzband verletzten Nati-Spieler Alvyn Sanches (22) bei Lausanne-Sport kurzfristig ersetzen soll, ist offen. Eines ist sicher: Der sehr junge Beyatt Lekoueiry (19), der diesen Winter aus Istrien in Kroatien gekommen ist, ist noch nicht bereit. Zwar hat der mauretanische offensive Mittelfeldspieler Qualitäten, aber für eine Mannschaft einsatzbereit, die um die Top 6 kämpft und den Schweizer Pokal gewinnen will, ists noch zu früh. Sein Startelf-Debüt gegen Luzern war ein voller Flop. Muss nun also Olivier Custodio eine Schippe drauflegen, wie in Zürich? Oder wird gar das System geändert?

Constantin: «Katastrophal»

Trotz letztem Platz in der Jahrestabelle 2025 denkt Sion-Präsident Christian Constantin nicht daran, seinen Coach Didier Tholot zu entlassen. Gleichwohl wäre CC nicht CC, wenn er auch nicht gleich eine öffentliche Ansage machen würde: «Hätte ich seine Entlassung gewollt, hätte ich ihn schon in der Vorrunde nach den neun sieglosen Spielen gefeuert. Nein, ich taste ihn nicht an. Aber er muss sich nun schütteln, wie auch die gesamte Mannschaft. Den wir sind in grosser Gefahr! Das Spiel gegen Winterthur war nicht der Boden des Schwimmbeckens. Das war darunter, tief im Erdreich. Katastrophal!»

Mall umdribbelt Meisterfrage

Servette war zu Beginn der Woche Spitzenreiter und liegt nun auf dem zweiten Platz. «Die Auswirkungen einer Niederlage auf die Rangliste, wer vorne liegt, wer beim nächsten Mal Spitzenreiter sein kann, das ist mir eigentlich egal», sagte Joël Mall nach der Niederlage gegen YB am Dienstag sichtlich schlecht gelaunt. «Jedes Mal, wenn wir verlieren, fragen mich die Leute, ob mir der Titel entgleitet. Und wenn wir gewinnen, ob der Titel näher rückt. Und was auch immer wir im Interview antworten, es wird eine grosse Schlagzeile draus. Was wir im Team zueinander sagen, bleibt im Team. Der Rest, alles, was geschrieben steht, ist egal!»

Credit Suisse Super League 24/25
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Basel
FC Basel
30
29
52
2
Servette FC
Servette FC
30
9
51
3
BSC Young Boys
BSC Young Boys
31
11
50
4
FC Luzern
FC Luzern
30
8
48
5
FC Lugano
FC Lugano
30
5
48
6
FC Zürich
FC Zürich
31
1
47
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
31
7
44
8
FC St. Gallen
FC St. Gallen
30
1
40
9
FC Sion
FC Sion
31
-9
35
10
Yverdon Sport FC
Yverdon Sport FC
31
-18
33
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
30
-13
27
12
FC Winterthur
FC Winterthur
31
-31
24
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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