Darum gehts
- St. Gallen spielt unentschieden gegen Luzern. Trainer Maassen bleibt optimistisch
- Jean-Pierre Nsame verletzt sich und fällt mehrere Wochen aus
- FCSG hat sechs Punkte Rückstand auf Platz 6 bei neun möglichen Punkten
Es ist ein gebrauchter Abend für St. Gallen. Mal wieder in diesem verflixten Frühjahr, in dem es bislang nur sehr wenig Gründe zum Jubeln gegeben hat und die Championship Group in immer weitere Ferne gerückt ist. Seit Mitte Februar haben die Espen nur einmal gewonnen. Gegen den Abstiegskandidaten GC. Nicht gerade ein angsteinflössender Gegner.
Mühe hat der FCSG auch in Luzern am Donnerstagabend (1:1). Kaum hat die Partie begonnen, liegt er bereits in Rückstand. Immerhin reagiert er sogleich. Doch nach dem Ausgleichstreffer? Es ist ein laues Lüftchen, das die Mannschaft von Enrico Maassen bietet. Das sieht der Deutsche anders: «Die Mannschaft hat viel investiert. Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen.»
«Solange rechnerisch möglich …»
Diesen unbändigen Willen hat man auf der Tribüne aber wahrlich nicht gespürt. Maassen entgegnet wiederum: «Ja, wir hatten drei, vier Situationen am Strafraum, wo wir zu unsauber waren. Wo wir es nicht geschafft haben, aus diesen aussichtsreichen Situationen auch Chancen zu erarbeiten. Und am Ende müssen wir den Punkt nehmen.»
Ein Punkt, der allerdings nur wenig bringt. Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf Platz 6 – bei noch neun möglichen Punkten. Maassen glaubt trotzdem daran. «Solange es rechnerisch möglich ist, glaube ich daran. Im Fussball ist alles möglich, und solange alles möglich ist, werden wir alles dafür tun.»
Drei Wunder sind Pflicht
In diesem fast aussichtslosen Unterfangen wird Maassen nicht mehr auf Jean-Pierre Nsame (31) zählen können. Der im Winter eigentlich als Heilsbringer geholte Stürmer kam in der 67. Minute für Geubbels rein, musste aber nur sieben Minuten später wieder vom Platz. Wegen einer Muskelverletzung. «Wir denken, dass er schon ein paar Tage oder Wochen ausfallen wird. Er hat richtig Schmerzen im Oberschenkel», erklärt Maassen.
Der Nsame-Frust in der Ostschweiz wird somit immer grösser. Bis auf die zwei Tore gegen den FCZ Anfang Februar leidet der Stürmer bei den Espen unter akuter Ladehemmung.
Die Nsame-Lage passt zur Gesamtsituation beim FCSG. Nun braucht es schon fast drei Wunder, um doch noch über den Strich zu kommen: das erste schon am Sonntag zu Hause im Kybunpark gegen Servette.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
---|---|---|---|---|---|
1 | FC Basel | 30 | 29 | 52 | |
2 | Servette FC | 30 | 9 | 51 | |
3 | BSC Young Boys | 30 | 11 | 49 | |
4 | FC Luzern | 30 | 8 | 48 | |
5 | FC Lugano | 30 | 5 | 48 | |
6 | FC Zürich | 30 | 1 | 46 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 30 | 5 | 41 | |
8 | FC St. Gallen | 30 | 1 | 40 | |
9 | FC Sion | 30 | -7 | 35 | |
10 | Yverdon Sport FC | 30 | -18 | 32 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 30 | -13 | 27 | |
12 | FC Winterthur | 30 | -31 | 23 |