Basel – GC 2:1
Die Grasshoppers bringen gegen den FCB das Kunststück fertig, den besten und den schlechtesten Spieler auf dem Platz zu stellen. Zum einen ist da Goalie Justin Hammel, der mit drei ganz starken Paraden eine Zürcher Klatsche im Alleingang verhindert. Und zum anderen Stürmer Young-Jun Lee, der nach einem ganz schwachen Auftritt schon zur Pause in der Kabine bleibt. Im Gegensatz zu Hammel hat der Südkoreaner bei seiner Auszeichnung aber durchaus auch Konkurrenz. Zum Beispiel durch den ganz blassen Sonny Kittel. Oder Maksim Paskotsi, der sich eine komplett unnötige Gelbe Karte abholt und darum am Wochenende gegen Luzern gesperrt fehlen wird.
Obwohl es alles andere als eine Basler Gala ist, muss beim FCB einzig Bénie Traoré eine ungenügende Note einstecken. Nach seinem tollen Auftritt gegen Winterthur zieht der Ivorer wieder einen schwachen Tag ein. Das Umgekehrte gilt für Philip Otele, der mit einem herrlichen Seitfallzieher zum 2:0 trifft. Ebenfalls stark: Xherdan Shaqiri, der mit seinen Freistössen an beiden Toren beteiligt ist.
6 super
5 gut
4 genügend
3 schwach
2 sehr schwach
1 unbrauchbar
6 super
5 gut
4 genügend
3 schwach
2 sehr schwach
1 unbrauchbar
Luzern – St. Gallen 1:1
Im Rivalenduell ist diesmal nicht viel Feuer drin. Vor allem auf St. Galler Seite unverständlich. Zwar ist der Auftritt in der ersten Halbzeit ganz ordentlich. In der zweiten hat man aber nicht den Anschein, dass die Mannschaft hier unbedingt drei Punkte braucht. Einen schwachen Abend zieht Willem Geubbels ein. Der zu keinem einzigen Abschluss kommt und auch sonst nichts zu Stande kriegt.
Auf Luzerner Seite ist Lars Villiger herauszustreichen, der seinen siebten Saisontreffer erzielt. Noch nie hat er in einer Saison mehr Tore geschossen. Ansonsten ist wie bei Ostschweizern auch bei den Zentralschweizern viel Durchschnitt und nur wenig Gutes dabei.
Zürich – Lausanne 2:2
Was für ein wildes, über weite Strecken auch wirres Spiel am Strich zwischen dem FCZ und Lausanne. Benjamin Mendy meldet sich wieder einmal freiwillig für die Flop-Elf. Zwei kapitale Fehler in den ersten 5 Minuten, der zweite mit Gegentorfolge, das ist aller Ehren wert. Immerhin schlägt der Franzose zwei, drei gute Flanken, darum kommt er noch auf eine knapp erreichte Note 2. Die bekommt auch Mariano Gomez, der es Mendy nachmacht und Lausanne das zweite Tor schenkt.
Insgesamt ist es ein schwacher Auftritt des FCZ, der aber mit einem 2:2 belohnt wird, weil auch Lausanne kaum ein Bein vors andere kriegt. Vogelwild, wie der zuvor auf der Linie starke Karlo Letica in der 89. Minute aus seinem Tor eilt, um Steven Zuber den Anschlusstreffer zu schenken. Die Abwehrarbeit beim 2:2 spottet jeder Beschreibung. Offensiv wissen Aliou Baldé, Teddy Okou und Alban Ajdini rein gar nichts mit den Räumen anzufangen, die Zürich anbietet. Und als Trainer Ludovic Magnin gegen Ende wechseln muss, weil sein halbes Team von Krämpfen geplagt ist, geht jede Ordnung verloren.
Sion – Winterthur 1:2
Statt mit drei Punkten gehen die Sittener mit hängenden Köpfen in die Kabine. In der ersten Halbzeit sind die Spieler von Didier Tholot klar besser und führen völlig verdient, nachdem Anton Mirantschuk zu einem wunderbaren Pass ansetzt. Er kriegt die Note 5. Auch Offensivkollege Chouaref wirbelt – auch er kriegt die 5.
Doch dann gibts den Genickschlag: Der dumme Platzverweis von Kololli zu Beginn der zweiten Halbzeit bringt Winterthur zurück ins Spiel. Der FCW nutzt die numerische Überlegenheit aus – ohne dabei zu glänzen. Deshalb kriegt auch kein Offensivspieler die Note 5. Mehr als Durchschnitt war das trotz Sieg nicht.
Servette – YB 0:1
Mann des Spiels ist natürlich Siegesschütze Christian Fassnacht. Er kriegt eine Fünf. Aber auch der unerbittliche Ali Camara, der initiative Athekame sowie der energetische Ugrinic auf YB-Seite. Bei Servette überzeugen Pechvogel Stevanovic (zwei Alu-Treffer, Tor wegen eines Millimeter-Offsides annulliert) und der emsige Cognat. Unter dem Strich: Servette ist eigentlich die bessere Mannschaft an diesem Abend, weshalb die Noten des Heimteams nicht viel tiefer sind als jene der siegreichen Berner.
Yverdon – Lugano 0:2
Ein trostloser Abend im Municipal, bei dem die Show ausbleibt. Schuld daran ist vor allem der Wind, der beide Mannschaften daran hindert, ihr Spiel aufzuziehen. In der ersten Halbzeit läuft es für Yverdon mit Rückenwind besser, gefährlich wirds trotzdem nicht.
Lugano macht den Unterschied dank eines fragwürdigen Elfmeters, vor dem Tijani bei einem Block-Versuch unglücklich Papadopoulos trifft. Die schlechte Note kriegt der Mann aus dem Benin aber, weil er beim 0:2 in der Schlussphase von Vladi komplett im Schilf steht.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
---|---|---|---|---|---|
1 | FC Basel | 31 | 31 | 55 | |
2 | Servette FC | 31 | 8 | 51 | |
3 | BSC Young Boys | 31 | 11 | 50 | |
4 | FC Luzern | 31 | 6 | 48 | |
5 | FC Lugano | 31 | 3 | 48 | |
6 | FC Zürich | 31 | 1 | 47 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 31 | 7 | 44 | |
8 | FC St. Gallen | 31 | 2 | 43 | |
9 | FC Sion | 31 | -9 | 35 | |
10 | Yverdon Sport FC | 31 | -18 | 33 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 31 | -11 | 30 | |
12 | FC Winterthur | 31 | -31 | 24 |