St. Gallen pokert
Görtler-Transfer droht zu platzen

Rufe aus der fränkischen Heimat locken FCSG-Leitwolf Lukas Görtler nach Nürnberg. Können die Espen ihren Schlüsselspieler halten?
Publiziert: 23.06.2024 um 18:06 Uhr
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Aktualisiert: 23.06.2024 um 18:17 Uhr
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In St.Gallen als Fussballgott verehrt: Lukas Görtler.
Foto: freshfocus
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Stefan KreisReporter Fussball

Im Frankenland, so viel steht fest, ging man noch vor einer Woche fest von einem Wechsel von Lukas Görtler zum 1. FC Nürnberg aus. Die «Bild» zählte fünf Geheimnisse über den zukünftigen Königstransfer auf. Dass Görtler einem Putzmann ein Auto schenkte. Dass er öffentlich klare Kante gegen Nazis zeigt. Dass man seine Frau als Fotografin buchen kann. Dass er schon als Kind Fan des 1. FC Nürnberg war. 

Dass Görtler, der aus Bamberg stammt, einem Wechsel in die Heimat nicht abgeneigt wäre, ist kein Geheimnis. Dass der FCSG seinen Leitwolf nicht gratis ziehen lassen wird, ebenfalls nicht. Auf die Frage, ob Görtler dem Kybunpark erhalten bleiben wird, antwortete Sportchef Roger Stilz: «Er ist unser Captain, stand heute. Und er hat völlig nüchtern betrachtet noch zwei Jahre Vertrag. Ich bin mit Lukas seit gefühlt dem ersten Tag in einem guten Austausch. Und ich glaube, er freut sich sehr auf die Saison mit St. Gallen.»

Leitwolf ist unersetzlich

Wie wichtig der Routinier für die Espen ist, untermalen die Zahlen. Kein anderer Spieler spielt mehr Schlüsselpässe, keiner hat mehr Lungenvolumen, keiner steht sinnbildlicher für den St. Galler Power-Fussball als der Achter. Auch neben dem Platz ist sein Einfluss enorm. Görtlers Wort hat in der Kabine das grösste Gewicht, von den Fans wird er seit Jahren als Fussballgott verehrt. Bleibt er dem FCSG erhalten (und holt irgendwann einen Titel) könnte er neben Marc «Zelli» Zellweger als einer der grössten Spieler in die 145-jährige Vereinsgeschichte eingehen. 

Am Donnerstag gibt der derzeit noch am Oberschenkel verletzte Görtler in seinem Wohnort Teufen AR Autogramme, posiert für Selfies, nimmt sich eine halbe Ewigkeit lang Zeit, um alle Fan-Wünsche zu erfüllen. Zu Spekulationen rund um seine Zukunft äussert sich der 30-Jährige grundsätzlich nie. Dass er keiner ist, der die Faust im Sack macht, sollte der Nürnberg-Deal am Ende platzen, dürfte den Espen-Bossen bewusst sein. 

Auch deshalb hat Grün-Weiss im Görtler-Poker die besseren Karten. Dem Vernehmen nach soll der finanziell nicht auf Rosen gebettete 1. FC Nürnberg derzeit eine tiefe sechsstellige Summe bieten. Wird diese nicht noch markant erhöht, wird der Wechsel wohl scheitern.

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