Auf einen Blick
- Boca Juniors scheiden überraschend gegen Alianza Lima in Copa Libertadores aus
- Nati-Kandidat Lucas Blondel sieht Ausscheiden von der Bank aus
- Boca Juniors investierten 42 Millionen Euro für Neuzugänge im Winter
Zwölfmal standen die Boca Juniors bereits im Final der Copa Libertadores, sechsmal davon gingen sie als Sieger vom Platz. Nur Independiente konnte die südamerikanische Champions League noch häufiger gewinnen. Alianza Lima, der Zweitrundengegner von Boca, konnte diesen Titel hingegen noch gar nie gewinnen. In der ewigen Rangliste der Copa Libertadores trennen die beiden Teams 39 Ränge. Für die Juniors grenzt es deswegen an eine Blamage, dass sie sich gegen den peruanischen Rekordmeister mit 6:7 nach Elfmeterschiessen geschlagen geben müssen.
Grosse Rudelbildung
Die Weichen für das Weiterkommen stellte Alianza Lima bereits im Hinspiel, als sie zu Hause mit 1:0 gewinnen konnten. Das Rückspiel im Hexenkessel von Buenos Aires ist dann eine sehr hitzige Partie. Nach gut einer Stunde kommt es nach einem Foulspiel zu einer grossen Rudelbildung, weshalb das Spiel für fünf Minuten unterbrochen werden muss. Im Anschluss bekommen insgesamt fünf Spieler die Gelbe und zwei Assistenten die Rote Karte gezeigt.
Spielerisch dominieren ansonsten vor allem die Boca Juniors, für mehr als ein 2:1 nach 120 Minuten reicht es aber nicht. Deshalb wird die Partie im Elfmeterschiessen entschieden. Nachdem die ersten neun Schützen allesamt treffen, pariert Lima-Goalie Guillermo Viscarra (32) den zehnten und entscheidenden Schuss.
Nati-Kandidat Lucas Blondel (28) muss das Ausscheiden seines Vereins von der Bank mitansehen. Im Hinspiel stand der Rechtsverteidiger noch in der Startelf – allerdings im Mittelfeld. Anschliessend sorgte seine Freundin und ESPN-Expertin Morena Beltran (26) für Kontroversen, als sie Boca-Trainer Fernando Gago (38) hart für dessen Aufstellungen kritisierte. «Er wechselt das System in allen Spielen. Das Mittelfeld ist nicht in zwei Partien das gleiche. Einmal spielt einer als Flügel, dann im Zentrum», sagte Beltran.
Schwacher Saisonstart
Auch schon zuvor hatte es um den argentinischen Fussball-Giganten Wirbel gegeben. Zwar hatte Boca im Winter 42 Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben, Gago war mit diesen aber nicht zufrieden gewesen. Vor dem Saisonstart hatte er sich beim Verein deshalb beklagt, dass dieser nicht die Spieler gekauft hätte, die er sich gewünscht habe. Anschliessend war auch der Start in die neue Saison in die Hose gegangen. Aus den ersten vier Liga-Spielen hatten die Juniors nämlich nur eines gewinnen können.